Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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(Nachtrag) Antwort von Pauer "Humme"

Michael, Friday, 03.12.2010, 17:00 (vor 5521 Tagen) @ Michael

hier meine "neue" Frage an werte Frau Humme:

"Sehr geehrte Frau Humme,

zu Ihrer Antwort bzgl. der Verdienstunterschiede zwischen Mann und Frau an den Herrn Beleanu muss ich noch einmal nachhaken:

1.: Sie führen ua. als Beleg des Verdienstunterschieds www.destatis.de an. Auf der Webseite von destatis ist aber zu lesen: "Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und äquivalentem Bildungsabschluss sind damit nicht möglich."

2.: Herr Belenau fragt nach den wohl wesentlich wichtigere Tatsachen, dass Männer nun wesentlich weniger Geld zur Verfügung steht als Frauen. Auf diese Frage gehen Sie leider gar nicht ein.

Bei allen von Ihnen als Beleg für die scheinbare Benachteiligung von Frauen im Berufsleben (wobei bei jeder halbwegs objektiven Statistik grundsätzlich eine Benachteiligung von Frauen nur in unbereinigten Gegenüberstellungen feststellt, was realitätsfremd ist)
Viel wichtiger für jeden Menschen in diesem Land, ist doch, was am Anfang des Monats zum "Ausgeben" zur Verfügung steht. Hier sind nun eben Männer im Nachteil.

Wollen, oder können Sie bzw. die SPD als Ganzes, diese Frage nicht beantworten, bzw. zweifeln Sie die Richtigkeit dieser Statistik an?

Warum führen Sie Statistiken an, die die Gegenüberstellung des Einzelnen gar nicht ermöglichen?

Artikel 3 des Grundgesetzes soll Benachteiligung ausräumen. Wer aber ist nun benachteilig? Derjenige, der nach dem Papier mehr verdient, oder derjenige, der mehr Geld in der Tasche zur Verfügung hat? In Sachen Hartz 4 wird von der SPD ebenso proklamiert: „Es ist wichtig, wie viel Geld am Ende in der "Tasche" des Einzelnen landen würde“.

Komisch auch, dass Artikel 3 GG immer dann angeführt wird, wenn er effektive Benachteiligungen von Männern rechtfertigen soll. Bei Wehrdienst, Familienrecht etc., so kommt es mir vor, ist genau dieser Paragraph nicht mehr ganz so wichtig für "Gleichberechtigung" zu sorgen.

Ich bedanke mich für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen"


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