Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Die Zeit" Der Mythos vom türkischen Macho - Zitate aus Seite 2

Info, Thursday, 02.12.2010, 13:40 (vor 5523 Tagen) @ Info

Die Dominanz der Mütter innerhalb des türkischen Familiengefüges ist nicht zu übersehen. Der Mann wird häufig bewusst oder unbewusst herausgedrängt aus einer nahen Beziehung zu den Kindern. Oft nutzt die Frau in der Familie diese Hoheit über die Kinder aus.

Der erstickenden Liebesumarmung der Mütter können sich insbesondere die Söhne kaum entziehen. Die Söhne werden häufig sehr verwöhnt und damit emotional gebunden. Sie werden zu einer Art "Ersatzmann" herangezogen und damit sowohl narzisstisch aufgewertet, als auch emotional überfordert. Den Jungen wird das Gefühl gegeben, wichtig und stark zu sein.

Dieses Gefühl von Macht und Bedeutsamkeit korrespondiert allerdings in keiner Weise mit der Wirklichkeit, weder draußen, im Kindergarten oder in der Schule, wo der Machtanspruch schnell eine Begrenzung durch Erzieherinnen und Lehrerinnen erfährt, noch Zuhause in den eigenen Wänden.

Zudem erstickt das ewig besorgte, beschützende, verwöhnende Verhalten türkischer Mütter die Bemühungen des Sohnes, selbstständig zu werden. Später sind viele türkische junge Männer nicht in der Lage, einfachste Alltagsverrichtungen zu bewältigen. Eine immense Abhängigkeit von der Familie ist die Folge.

Lesenswerter Artikel:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-11/integration-tuerkische-macho


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