Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gewalt in der Partnerschaft: Eine Männerstudie der Evangelischen Kirche in Deutschland

Christine ⌂, Tuesday, 30.11.2010, 18:54 (vor 5524 Tagen) @ Marlow

Da hab ich direkt mal bei dradio.de nach häuslicher Gewalt gesucht und bin fündig geworden.

"Wenn er nicht zurückschlägt, dann gilt er als Weichei"
Sozialwissenschaftler: Häusliche Gewalt gegen Männer findet auf vielen Ebenen statt
Hans-Joachim Lenz im Gespräch mit Jürgen König

Die Politik habe Gewalt von Frauen gegen Männer bisher nicht ernst genug genommen, meint der Sozialwissenschaftler Hans-Joachim Lenz. Seit einer Pilotstudie von 2004 sei nichts geschehen. Es fehle aber auch eine politische Bewegung bei den Männern, die das Thema nach außen bringe.

[..]König: An der schon erwähnten Pilotstudie von 2004 waren Sie beteiligt, diese Studie blieb ohne Folgestudie. Kann man sagen, dass Kommunalpolitiker, Landespolitiker, Bundespolitiker, dass wohl die Politik nicht bereit ist, die Problematik von häuslicher Gewalt gegen Männer wirklich ernst zu nehmen?

Lenz: Ja, das würde ich sagen. Ich sehe heute auch diese Pilotstudie, die wir seinerzeit geführt haben, durchgeführt haben im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, sozusagen den Anlass sehe ich kritisch. Ich finde die Studie immer noch sehr qualitativ hochwertig und sehr aussagekräftig, aber der Anlass, warum diese Studie auf den Weg gebracht wurde, den finde ich eher problematisch. Es war nämlich sozusagen von Ministeriumsseite eine strategische Absicherung, um die große Studie Gewalt gegen Frauen, die 20.000er-Befragung, die 10.000er-Befragung, die durchgeführt wurde, also wo ja dann auch jetzt inzwischen repräsentative Daten zur Gewalt gegen Frauen vorliegen, diese Studien durchführen zu können.

Weil nämlich Anfang 2000 die Diskussion aufkam, ob in diesen Forschungen nicht Geschlechterstereotype und Klischees behandelt werden, wenn davon ausgegangen wird, dass Frauen die Opfer und Männer die Täter sind. Das ist nämlich die, sozusagen das Paradigma oder der Ausgangspunkt dieser bisherigen Studie, Frauen sind die Opfer und Männer sind die Täter, und das wird in diesen Studien nicht überprüft, das ist einfach das Vorurteil, von dem ausgegangen wird [..]

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1271120/

So ähnlich habe ich mir das immer vorgestellt. Die Pilotstudie wurde nicht wegen der Männer durchgeführt, sondern als Alibistudie, damit man Männern immer vorhalten kann, das man doch etwas getan habe.

Gruß - Christine

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein


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