zum Jahresende wird die Sendung eingestellt.
Da kannst/konntest Du in der tat hinfahren, zuschauen, den Finger recken und wenn Du auf´s Podium gerufen wurdest, deine Meinung sagen und die ging 1:1 über den Äther.
Unretouschierbar!
Solche Formate sind wohl nicht erwünscht...
Auf meine Anfrage über das warum der Einstellung kam Bla Bla...
Guten Tag, irgendwann im April des Jahres 2010
mit Bestürzung nehme ich zur Kenntnis, dass die Reihe Hallo Ü-Wagen eingestellt werden soll.
Es ist eine der wenigen Hörfunksendungen welche ich regelmässig verfolge und die mich seit vielen Jahren mit einem interessanten
und vielschichtigen Themenangebot begleitet.
Schade. Der "kleine Mann" wird nicht nach seinen Bedürfnissen gefragt sondern bekommt einfach vorgesetzt. Die Finanzierung ist gesichert weil Zwang
zu zahlen bedeutet im Umkehrschluss die Pizza muss eh bezahlt werden, da braucht der Pizzabäcker sich über die Qualität der Ware keine Sorgen zu machen.
Mit Hallo Ü-wagen geht (ein weiteres) Stück Qualität. Ich bedanke mich beim Team für die sehr gute Arbeit und finde es schade, dass selbst der Hörfunk sich (hier im wahrsten Sinne des Wortes) vom Menschen da draussen, auf der Strasse bzw. Marktplatz entfernt.
MfG der Quixote
Antwort:
Sehr geehrter Herr Quixote, Kölle Alaaf dem 23.04.2010
vielen Dank für Ihr Schreiben zur WDR 5-Sendung „Hallo Ü-Wagen" und
Ihren engagierten Einsatz, sie zu erhalten. Ihre Informationen sind
richtig, „Hallo Ü-Wagen" wird zum Jahreswechsel 2010/2011 als
wöchentliche Regelsendung eingestellt. Darüber haben wir in der
vergangenen Woche den Rundfunkrat des WDR in Kenntnis gesetzt.
Ich möchte Sie darüber informieren, warum der WDR so entschieden hat.
Es ist auch aus meiner Sicht unbestritten, dass die Sendung „Hallo
Ü-Wagen" bei ihrer Gründung vor 35 Jahren Maßstäbe gesetzt hat.
Carmen Thomas und Julitta Münch hatten sie mit ihrer einfühlsamen
Gesprächsführung zu einem Markenzeichen des WDR Radios gemacht.
Allerdings sind zahlreiche Voraussetzungen, die es über Jahre hinweg
rechtfertigten, an der finanziell aufwändigen und personalintensiven
Sendung festzuhalten, heute nicht mehr oder nur noch eingeschränkt
gegeben. Zum einen ist die Publikumsbeteiligung vor Ort rückläufig; zum
anderen sind Sendungen mit Hörerbeteiligung heute nichts Besonderes
mehr. Interaktivität und Diskurs mit dem Publikum sind
selbstverständlicher Bestandteil vieler Sendungen, zum Beispiel in
„WDR 5 Lebensart", „WDR 5 Tagesgespräch", „WDR 5 Lilipuz", „WDR 2
Arena", „1LIVE Sektor", „Funkhaus Europa Cilgin" und „WDR 5
Stadtgespräch". Zudem hat auch das Internet die Möglichkeiten der
direkten Kommunikation zwischen Hörerinnen und Hörern und
Programmmacherinnen und Programmmachern erheblich erweitert, wovon nicht
nur jüngere Menschen gerne Gebrauch machen. Das Interesse an der Sendung
und die Hörerzahlen von „Hallo Ü-Wagen" sind in den vergangenen Jahren
zurückgegangen.
Vor dem Hintergrund sinkender finanzieller und personeller Ressourcen
mussten wir uns daher fragen, ob der besondere Aufwand für die Sendung
noch gerechtfertigt ist. Denn „Hallo Ü-Wagen“ verursacht als
Vor-Ort-Sendung - das werden Sie leicht nachvollziehen können - ein
Vielfaches an Kosten im Vergleich zu anderen Hörfunksendungen. Diese
Frage haben wir nach reiflicher Überlegung und gründlicher Prüfung
beantwortet mit der Entscheidung, die Sendung zum Jahresende
einzustellen. Leider wird keine noch so engagierte Sammlung von
Solidaritätsgeldern die Kosten auf Dauer tragen können.
Ganz auf „Hallo Ü-Wagen" verzichten müssen Sie allerdings auch in
Zukunft nicht: Bei besonderen Ereignissen werden wir eine Sondersendung
„Hallo Ü-Wagen" ins Programm nehmen, um den Hörerinnen und Hörern ein
öffentliches Forum zu bieten. Für die regelmäßige Präsenz von WDR 5 vor
Ort wird außerdem der Ausbau der erfolgreichen Diskussionssendung
„Stadtgespräch" sorgen, die in der Regie der Regionalstudios
veranstaltet wird und an der sich das Publikum mit Gesprächsbeiträgen
beteiligen kann.
Ich hoffe auf Ihr Verständnis für diese Programmentscheidung, die wir
uns nicht leicht gemacht haben. Bleiben Sie WDR 5 bitte trotzdem
gewogen.
Mit freundlichen Grüßen
Florian Quecke
Programmchef WDR 5
Fett markiert. Und wenn jemand sämtliche Kosten tragen wollte. Die Macher = oberen Chargen, Politische Lobbyisten wollen das nicht..
Vor allem weiss auch die Leitung von WDR (5), dass per Zwangseinzug die finanzielle Absicherung gegeben ist.
STOP GEZ!
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Man(n) sollte (s)eine Frau welche schweigt niemals unterbrechen...