Feminismus - ein Oberklassenphänomen
DschinDschin, Sunday, 28.11.2010, 20:18 (vor 5526 Tagen)
Wie schätzen Sie den Anteil der traditionell starken schwedischen Frauenbewegung am liberalen Image Schwedens ein?
Die hatte daran überhaupt keinen Anteil. Die allermeisten Feministinnen waren damals sehr konservativ, für die war ich eine Zielscheibe: als Opfer des Kommerzes. Eine der Gruppen hatte in ihrem Büro in Stockholm angeblich sogar ein Foto von mir auf eine Dartscheibe geklebt. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, diese Art von Feminismus dagegen ist ein Oberklassephänomen.
So ist es, so war es, so wird es immer sein.
Feminismus ist ein Phänomen bürgerlicher Schichten. Feminismus ist der Ausfluss der Langeweile gepamperter weißer Vorstadtschlampen.
Keiner Arbeiterfrau wäre es eingefallen mit ihrem Mann, dem Malocher im Stahlwerk um dessen Arbeitsplatz zu konkurrieren.
Da lobe ich mir doch die Kommunisten, die Frauen auch in Risikoberufen eingesetzt haben. Selbst die Nazis waren Pussydiener. Sonst hätten die statt der kleinen Jungs deren fettärschige Mütter an die Front geschickt. Schließlich können Frauen alles, was auch Männer können.
DschinDschin
--
Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Feminismus - ein Oberklassenphänomen
wurst, Sunday, 28.11.2010, 20:49 (vor 5526 Tagen) @ DschinDschin
Da lobe ich mir doch die Kommunisten, die Frauen auch in Risikoberufen
eingesetzt haben. Selbst die Nazis waren Pussydiener. Sonst hätten die
statt der kleinen Jungs deren fettärschige Mütter an die Front geschickt.
Schließlich können Frauen alles, was auch Männer können.DschinDschin
Du bringst es zwar auf polemische Art, aber doch wahrheitsgetreu, auf den Punkt. Feminismus ist Rosinenpickerei und damit Heuchelei vom Feinsten
Feminismus verdeckt Klassismus und ist damit ein Oberklassenwerkzeug
t
, Sunday, 28.11.2010, 21:04 (vor 5526 Tagen) @ wurst
Durch Frauenförderung geht ja keinem Akademikersohn ein Arbeitsplatz verloren, nein es trifft einen Arbeitersohn, dem wird damit eine Quotenfrau (meist ja noch eine von sozial höherem Rang) vorgezogen.
Aber für derartige Gedanken ist das hier das falsche Umfeld, kommt doch sicherer als das Amen in der Kirche die linke Kommunistennazikeule
Feminismus verdeckt Klassismus und ist damit ein Oberklassenwerkzeug
wurst, Sunday, 28.11.2010, 21:09 (vor 5526 Tagen) @ t
Durch Frauenförderung geht ja keinem Akademikersohn ein Arbeitsplatz
verloren, nein es trifft einen Arbeitersohn, dem wird damit eine Quotenfrau
(meist ja noch eine von sozial höherem Rang) vorgezogen.
Äussere deine linken Gedanken ruhig. Hier ist dafür der richtige Platz. Frauenquoten gibt in elitären Berufen und nicht bei den Stahlkochern. Soweit können alle das nachvollziehen. Der Akademikersohn wird seinen Weg auch so gehen, trotz Frauenquoten. Vitamin B wird es schon richten, irgendwie. Der studierende Arbeitersohn ist auf Fairness angewiesen. Bleibt diese aus, dann schmälern sich seine Chancen erheblich
Hier eine Studie zu:" Feminismus verdeckt Klassismus und ist damit ein Oberklassenwerkzeug"
Zauberküchemmeister
, Männerhassgebiet, Sunday, 28.11.2010, 22:03 (vor 5526 Tagen) @ wurst
Bingo!
Ich bin da auf was sehr interessantes gestossen, was das hier geschrieben prinzipiell untermauert:
Eine wissenschaftliche Studie glaubt bestätigt zu haben, dass die Zugehörigkeit zu einer sozioökonomischen Klasse die Wahrnehmung der Mitmenschen beeinflusst
Die Reichen und die höher Gebildeten aus der Mittel- und Oberschicht scheinen ein Defizit zu besitzen, das möglicherweise erklärt, warum hier auch fehlendes Mitleid gegenüber den ärmeren und benachteiligten Schichten verbreitet sein könnte. Die Angehörigen der unteren gesellschaftlichen Schichten sollen sich nämlich nach einer in der Zeitschrift Psychological Science veröffentlichten [extern] Studie von kalifornischen und kanadischen Wissenschaftlern besser in ihre Mitmenschen hineinversetzen und deren Gefühle erkennen können.
(...)
Für ihre Studie haben die Wissenschaftler einige Versuche durchgeführt, um zu sehen, ob sich die Zugehörigkeit zu der oberen oder unteren sozioökonomischen Klasse auf die Wahrnehmung der Mitmenschen auswirkt. Ausgangspunkt war die Überlegung, dass Menschen, die zu den gebildeteren Schichten gehört, meist auch ein höheres Einkommen und/oder einen höhere, gesellschaftlich anerkannte berufliche Position haben. Die Mitglieder der reicheren oder gebildeteren Schichten bewerten sich eher nach materiellen Gütern, um ihre Klassenangehörigen zu taxieren, woraus sie sich dann auch ihren gesellschaftlichen Rang in der sozialen Hierarchie ableiten. Und sie neigen eher dazu, selbstzentriert zu sein und auf ihre Präferenzen zu achten, um sich als Individuen herauszustellen. Mitglieder der sozioökonomisch unteren Schichten seien aufgrund ihrer geringen Einkommen und ihres geringen sozialen Status hingegen abhängiger von ihrer sozialen Umgebung, weswegen sie sich stärker an ihrer Umgebung und den Mitmenschen orientieren.
"Die Versuchspersonen waren akademische und nichtakademische Mitarbeiter der Universität. Nicht ganz überzeugend wurden sie nach ihren Bildungsabschlüssen – Bachelor oder nicht - den sozialen Klassen zugeteilt. Zwei Drittel waren Frauen, das Durchschnittsalter lag bei 42 Jahren, drei Viertel hatten einen Bachelor oder einen höheren Universitätsabschluss. Ob bei dieser Auswahl der Test sonderlich aussagekräftig ist, sei dahingestellt. Den Versuchspersonen wurden Fotos von Gesichtern gezeigt, sie mussten sagen, welche Gefühle sie ausdrückten. Hier schnitten die Frauen besser ab, aber eben auch diejenigen, die keinen Universitätsabschluss besitzen. "
Hier geht´s zum gesamten Artikel:
Feminismus verdeckt Klassismus und ist damit ein Oberklassenwerkzeug
DschinDschin, Sunday, 28.11.2010, 22:09 (vor 5526 Tagen) @ t
So erklärt sich auch das Desinteresse an der Jungenförderung. Denn die Jungen, welche der staatlichen Förderung bedürfen, sind die Jungen der Unterschicht. Die Jungen der bürgerlichen Schichten werden durch die Eltern gefördert.
Die Männer, welche die Berufsunfälle erleiden, sind ja auch nicht der Angehörige des gehobenen oder höheren Dienstes. Es sind einfache Arbeiter, oft Ungelernte. Und mit so was vergleicht sich die Femitusse schon mal gar nicht.
DschinDschin
--
Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Es sind auch nicht die Männer der Oberschicht, die 5 Jahre vor ihren Frauen ins Gras beißen.
t
, Sunday, 28.11.2010, 22:33 (vor 5526 Tagen) @ DschinDschin
Das sind alles Dinge die ziemlich wahr zu sein scheinen, dennoch sind hier die Leute so darauf geeicht hinter "Pudeln" her zu treten und allem was "links" scheint.
Auf Telepolis zu verlinken, so viel Wahres und Investigatives da auch immer wieder stehen mag, wird hier nicht gerne gesehen, weil da auch hin und wieder von der Benachteiligung der Frau die Rede ist und daher muss es ja, nach maskulistischem Mantra nieder gerungen werden, so traurig so ein Schuß in's eigene Knie auch sein mag
Es sind auch nicht die Männer der Oberschicht, die 5 Jahre vor ihren Frauen ins Gras beißen.
wurst, Sunday, 28.11.2010, 22:47 (vor 5526 Tagen) @ t
Auf Telepolis zu verlinken, so viel Wahres und Investigatives da auch
immer wieder stehen mag, wird hier nicht gerne gesehen, weil da auch hin
und wieder von der Benachteiligung der Frau die Rede ist und daher muss es
ja, nach maskulistischem Mantra nieder gerungen werden, so traurig so ein
Schuß in's eigene Knie auch sein mag
Wenn diese niederen Männer Eier hätten, dann würden sie sich nicht so versklaven lassen. Machen wir uns doch nichts vor: die meisten dieser Untermänner pudeln was das Zeug hält. Wir brauchen mehr Eier!
Es sind auch nicht die Männer der Oberschicht, die 5 Jahre vor ihren Frauen ins Gras beißen.
DschinDschin, Sunday, 28.11.2010, 23:04 (vor 5526 Tagen) @ wurst
Wir brauchen mehr Eier!
Kommt ein Mann zum Apotheker:
"Ich hätte gerne Hodenfarbe!"
"Wieso denn das?" fragt der Apotheker zurück.
Darauf der Mann: "Mein Cholesterinspiegel ist zu hoch, und da hat mein Arzt zu mir gesagt, ich müsse die Eier streichen."
DS
--
Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Es sind auch nicht die Männer der Oberschicht, die 5 Jahre vor ihren Frauen ins Gras beißen.
DschinDschin, Sunday, 28.11.2010, 23:00 (vor 5526 Tagen) @ t
Was ist links, was ist rechts?
Na links ist, das Private abzuschaffen. Niemand besitzt irgendwas. Alles gehört dem Kollektiv. Aber was bedeutet das denn? Das bedeutet die Herrschaft der Funktionäre und der Bürokratie! Oder es bedeutet die Herrschaft irgendwelcher Gurus oder Clanchefs. Der Einzelne steht dem Kollektiv völlig schutz- und rechtlos gegenüber. Nirgendwo ist ein Bereich, wo er selber entscheiden, selber gestalten kann, ohne irgendwen um Erlaubnis fragen zu müssen. Das ist doch große Scheiße!
Und was ist rechts? Rechts ist die ständische Gesellschaft, eine Gesellschaft, die auf Rechten beruht, die man qua Geburt erhält. Bauer bleibt Bauer, Geselle bleibt bis auf Ausnahmen Geselle, Meister bleibt Meister. Patrizier bleibt Patrizier und Fürst bleibt Fürst. Veränderunge sind nur durch Gewalt, Heirat oder Vergabe eines Privilegs, einer Pfründe möglich. Das ist auch Scheiße.
Das zeigt übrigens, dass der Kapitalismus eine linke Veranstaltung ist, weil er nämlich nur entstehen kann, wenn ständische Strukturen zerschlagen werden. Und auch der Kapitalismus selbst zerstört ständische Strukturen.
Was nun die Frauen betrifft, diese Lustmuschelträger. Frauen sind Menschenbackofen und Parasiten am Leibe der Männer. Männer sind auch Parasiten, und zwar hinsichtlich der Menschenbackerei. Ist der Braten in der Röhre, kann sich ein Mann wohlgemut vom Acker machen. Die Kunst einer Gesellschaft besteht darin, die Interessen der beiden Geschlechter zum beiderseitigen Vorteil zum Ausgleich zu bringen. Der Ausgleich geschieht in der Familie. Familien sind wie Flechten, eine Symbiose aus einem Pilz und einer Alge: gemeinsam und in Symbiose lebend können sie bestehen, getrennt nicht.
DschinDschin
--
Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Ein paar wissenschaftliche Fakten zum Thema "Wohlstand und Lebenserwartung", ...
Kurti, Wien, Monday, 29.11.2010, 01:43 (vor 5526 Tagen) @ t
... wie sie im "Männerhassbuch 2010" stehen werden:
Beginn der Neuzeit
Interessanterweise erreichten vor Beginn der Neuzeit Frauen aus den reichen Gesellschaftsschichten auch damals schon ein sehr hohes Alter. Auch wenn sie viele Kinder zu Welt gebracht hatten. Vermutlich weil sie keine schweren Arbeiten verrichten mussten und weil sie sich eine weitaus bessere medizinische Versorgung leisten konnten als die Menschen aus dem einfachen Volk.
°
°
°
°
°
Situation in der Dritten Welt während der letzten Jahrhundertwende
In wirtschaftlich unterentwickelten Ländern in jenem Teil der Erde starben an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert bis zu zehn Prozent der Frauen bei Geburtskomplikationen.
°
°
°
°
°
Warren Farrell
"In seinem Buch 'Mythos Männermacht' schreibt der US-Männerrechtler Warren Farell: 'Es ist oft die Rede davon, dass Frauen in schlecht bezahlte Berufe mit schlechten Aufstiegschancen und schlechten Arbeitsbedingungen (z. B. Fabriken) abgedrängt werden. Der Jobs Related Almanac (Handbuch des Arbeitsmarkts) zählt 250 Berufe auf und stuft sie nach Kategorien von sehr gut bis sehr schlecht ein. Die Einstufung wird aus der Kombination der Faktoren Bezahlung, Stress, Arbeitsumfeld, Aufstiegschancen, Gefahren am Arbeitsplatz und körperlicher Beanspruchung ermittelt. Demnach sind von den fünfundzwanzig schlechtesten Jobs vierundzwanzig fast reine Männerjobs.
Hier einige Beispiele: Lastwagenfahrer, Metallarbeiter, Dachdecker, Kesselschmied, Holzarbeiter, Schreiner, Bauarbeiter oder Polier, Baumaschinenfahrer, Footballspieler, Schweißer, Mühlenarbeiter und Hüttenarbeiter. Alle diese 'schlechtesten Jobs' haben eines gemeinsam: Sie werden zu 95 bis 100 Prozent von Männern ausgeübt. Täglich kommen ungefähr so viele Männer an ihrem Arbeitsplatz um wie während des Krieges an einem 'durchschnittlichen Tag' in Vietnam.'
Der einzige 'Todesberuf' mit einem nennenswerten Frauenanteil war übrigens der des professionellen Tänzers. Farrell schreibt: 'Er wurde, ebenso wie Profifootball, niedrig eingestuft. Zweifellos deswegen, weil mangelnde Arbeitsplatzgarantie, schlechte Langzeitperspektiven, hohe Verletzungsgefahr und ein hoher Stressfaktor zusammenkommen.' Ein reiner Frauenberuf ist derjenige des Tänzers jedoch nicht. Der Männeranteil liegt auch hier in etwa bei 50 Prozent.
Todesjobs: 95 Prozent Männeranteil
Diese Zahlen gelten für die USA, aber in Europa sieht es nicht viel anders aus. Die EU-Statistikbehörde Eurostat gibt in ihrer Veröffentlichung 'Berufskrankheiten in Europa im Jahr 2001', erschienen 2004, statistische Daten über anerkannte Berufskrankheiten in zwölf EU-Ländern bekannt, beschränkt allerdings auf jene 68 Berufskrankheiten, die in allen nationalen Systemen Berücksichtigung finden. Darin heißt es: 'Die Inzidenzrate je 100.000 Arbeitnehmer ist bei Männern (48) höher als bei Frauen (22). Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass Tätigkeiten, in denen Berufskrankheiten (wie z. B. asbestassoziierte Erkrankungen oder lärminduzierte Schwerhörigkeit) verbreitet auftreten, zum überwiegenden Teil von Männern ausgeübt werden.' (S. 1)
Krebserkrankungen als spezielle, besonders häufig tödlich verlaufende Form von Berufserkrankungen sind europaweit fast eine reine Männerdomäne: 'Im Jahr 2001 wurden in den betreffenden zwölf EU-Mitgliedstaaten insgesamt 1.499 Fälle anerkannt, die sich auf 7 verschiedene maligne Erkrankungen verteilen (…). Die meisten dieser Fälle (95 %) traten bei Männern auf.' (S. 3) Bei Todesfällen als Folge von Berufskrankheiten betrug der Männeranteil 97 Prozent. (S. 6)
Männer im gläsernen Keller
'Zu den Krankheiten kommt allerdings noch eine hohe Zahl von Verletzungen, Vergiftungen und anderer Berufsunfälle. Weltweit sterben der International Labor Organization (ILO) zufolge 1,1 Millionen Männer allein durch Industrieunfälle und übertreffen damit die Zahl derjenigen, die durch Straßenunfälle, Krieg, Gewalt und AIDS getötet wurden. Für jeden tödlichen Berufsunfall, der einer Frau zustößt, stehen zwölf Männer, die auf diese Weise ums Leben kommen. Das ist kein Zufall: Erstens werden Männer grundsätzlich dort eingesetzt, wo die Gefahren am größten sind, und zweitens werden Frauen im Gegensatz zu Männern zusätzlich durch rechtliche Verordnungen vor stärkeren Belastungen geschützt.' (Arne Hoffmann in: quip, Magazin der Wirtschaftsjunioren, Juli 2003)
Kein Wunder also, dass Feministinnen sich zwar über die 'gläserne Decke' und den geringen Frauenanteil in den Führungspositionen speziell der Wirtschaft beklagen, aber niemals Frauenquoten für die Berufe unterhalb des 'gläsernen Kellers' fordern, wo die überwiegend männlichen Arbeiter Tätigkeiten mit einem geringen Sozialprestige, aber mit hohem Krankheits-, Verletzungs-, Unfall- und Todesrisiko ausüben. Diese Frauen haben es darauf abgesehen, den relativ wenigen mächtigen Männern ihre Machtpositionen streitig zu machen; die vielen ohnmächtigen Männer blenden sie ganz bewusst aus."
(Quelle: www.manndat.de/index.php?id=43)
°
°
°
°
°
Lebenserwartung wirtschaftlich schlechter gestellter Personen
Die deutsche Friedrich-Ebert-Stiftung fand im Jahr 2006 in einer Studie heraus, dass wirtschaftlich schlechter gestellte Personen eine b i s z u f ü n f J a h r e n geringere Lebenserwartung haben. Ein eindeutiger Beweis, in welch hohem Maße Korrelationen zwischen Lebenserwartung und sozialen Faktoren bestehen.
°
°
°
°
°
Lebenserwartungs-Situation von Männern im unteren Einkommensbereich
Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln, 2007:
"Wir haben in Deutschland die Situation, dass Männer im unteren Einkommensbereich im Schnitt eine zehn Jahre niedrigere Lebenserwartung haben als Männer aus dem oberen Einkommensbereich. Bei Frauen liegt der Unterschied bei fünf Jahren. Herzinfarkte und Diabetes kommen bei sozial Benachteiligten etwa doppelt so häufig vor."
(Quelle: n-tv)
Und Männerforscher Arne Hoffmann schrieb in seinem viel beachteten Standardwerk "Sind Frauen bessere Menschen?", dass die Lebenserwartung eines Universitätsprofessors im Deutschland um die Jahrtausendwende herum rund neun Jahre höher lag als die eines ungelernten Arbeiters.
°
°
°
°
°
Situation von Personen in den höchsten Einkommensschichten
Das Robert-Koch-Institut hat um die Zeit der aktuellen Jahrhundertwende herum einmal ermittelt, dass 60-jährige Männer in den höchsten Einkommensschichten noch eine Lebenserwartung von rund 28 Jahren haben. Menschen in den unteren Gehaltsschichten dagegen haben nur noch eine von 15 Jahren.
Und auch für Frauen gilt das:
"Frauen mit hohem Arbeitseinkommen haben im Schnitt eine deutlich höhere Lebenserwartung als Frauen mit niedrigem Einkommen. Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen Studie des DIW Berlin. 'Frauen, die zu den oberen zehn Prozent der Verdiener gehören, leben etwa drei Jahre länger als Frauen aus den niedrigsten zehn Prozent', erklärt Friedrich Breyer, Autor der Studie und Forschungsprofessor am DIW Berlin. Die Gründe für diesen Zusammenhang werden darin vermutet, dass höhere Bildung sowohl ein höheres Einkommen als auch mehr Gesundheitsbewusstsein nach sich zieht.
(…)
Friedrich Breyer von der Universität Konstanz und Jan Marcus vom DIW Berlin ist der Nachweis nun trotzdem erstmals gelungen: Auch bei Frauen gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem eigenen Arbeitseinkommen und der Lebenserwartung. Untersucht wurde dafür eine Gruppe von Frauen, die alle mindestens 25 Jahre in die Rentenkassen eingezahlt hatten und zwischen 1994 und 2005 gestorben waren. 'Wir sehen deutlich, dass auch Frauen mit hohem Arbeitseinkommen länger leben', sagt Friedrich Breyer."
(Quelle: www.mmnews.de/index.php/etc/6139-reiche-frauen-leben-laenger, 03. 08. 2010)
°
°
°
°
°
Lebenserwartung von Lebensversicherungs-Inhabern
Lebensversicherungsunternehmen haben herausgefunden, dass ihre Klientel nicht nur wohlhabender ist als die Durchschnittsbevölkerung, sondern auch eine höhere Lebenserwartung hat.
°
°
°
°
°
Vergleiche zwischen den einzelnen Einkommensschichten
"Doch nicht nur die persönlichen Lebensumstände, auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen die Lebensdauer der Geschlechter: 'Grundsätzlich ist die Lebenserwartung einer Gruppe ein geeigneter Indikator für ihre Stellung im gesellschaftlichen Machtgefüge. Schwarze sterben in den USA sechs Jahre früher als Weiße, weil sie weniger Geld und weniger Einfluss auf ihre Situation haben. Ebenso ist hierzulande die Lebenserwartung eines Universitätsprofessors rund neun Jahre höher als die eines ungelernten Arbeiters. Man müsste schon bewusst die Augen verschließen, um nicht zu erkennen, was es bedeutet, dass der Preis für den Wohlstand und überhaupt das Funktionieren unserer Gesellschaft das Leben von Männern ist.' (Arne Hoffmann: 'Sind Frauen bessere Menschen?', Berlin 2001, S. 49)"
(Quelle: www.manndat.de/index.php?id=41)
°
°
°
°
°
"Nach den massiven Privatisierungen in der Wirtschaft der ehemals kommunistischen Länder ist die Sterberate bei Männern spürbar angestiegen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich in den 90-er Jahren um fast 13 Prozent, wie aus einer Studie britischer Wissenschaftler hervorgeht, die im Wissenschaftsmagazin 'The Lancet' veröffentlicht wurde. (…) Die Autoren hatten die Sterberate von Männern im arbeitsfähigen Alter zwischen 15 und 59 Jahren in post-kommunistischen Ländern der ehemaligen Sowjetunion und anderen Ländern Osteuropas zwischen 1989 und 2002 untersucht. (…) Als einen wichtigen Faktor für die höhere Sterberate sehen die Wissenschaftler den starken Anstieg der Arbeitslosenquote, weil Arbeitgeber den Beschäftigten bis zur Privatisierung eine umfassende Gesundheits- und Sozialpflege geboten hätten."
(Quelle: www.n-tv.de, 15. Januar 2009)
°
°
°
°
°
"(…) Marc Luy (…) Demografieforscher vom österreichischem Vienna Institute of Demography hat Daten des deutschen Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ausgewertet. Zwischen 1984 und 1986 wurden in den alten Bundesländern einige Tausend Menschen zu ihrer Gesundheit befragt. Im Jahr 1998 dann wurden dieselben Daten noch einmal erhoben. Unter anderem wurde bei dieser Erhebung auch erfasst, wer in der Zwischenzeit verstorben war und welchen Beruf er ausgeübt hatte.
Das Ergebnis bei den Männern: Während Arbeiter im Alter von 45 Jahren eine durchschnittliche Lebenserwartung von 70,63 Jahren haben, kommen Beamte im selben Alter auf eine Lebenserwartung von 76,64 Jahren. (…)
(…) bei Frauen derselben Vergleichsgruppen (…) Unterschied zwischen Arbeiterinnen und Beamtinnen (…) etwa vier Jahre.
(…) Was man allerdings sagen kann: Das Einkommen stellt eine wichtige Grundlage für ein langes Leben dar. Es ist zum einen der größere finanzielle Spielraum, um ein gesundes Leben zu führen. Zum anderen geht mit einem höheren Einkommen oft auch generell ein höheres Wissen einher, das es wiederum ermöglicht, besser auf seine Gesundheit zu achten.
(…) Eine Studie mit französischen Daten differenziert zwischen ungelernten Arbeitern, Facharbeitern, Landwirten, Lehrern und Ingenieuren. Auch hier zeigt sich ganz deutlich die Verknüpfung von sozialem Status und den Jahren, die man voraussichtlich noch leben wird. Die geringste Lebenserwartung bei den Männern hatten zum Zeitpunkt der Studie die ungelernten Arbeiter mit 69,3 Jahren, es folgten die Facharbeiter (72,5 Jahre), die Landwirte (75,3 Jahre), die Lehrer (76,1 Jahre) und schließlich die Ingenieure (77,3 Jahre).
(…)
(…) Lebensstil (…), der mit bestimmten Berufen einhergeht. Schottische Forscher wiesen dies für Absolventen der Glasgower Universität nach. So verstarben diese wesentlich früher, wenn sie eine Geisteswissenschaft oder Jura studiert hatten, als wenn sie zu Medizinern ausgebildet wurden.
Erklärt wurde dieses Phänomen dadurch, dass Geisteswissenschaftler häufig schlechter bezahlt werden und unsichere Jobs finden. Dass die Juristen früh verstarben, lag nach Aussagen der Forschungsgruppe daran, dass sich unter ihnen schon zu Studienzeiten überdurchschnittlich viele Raucher befanden.
Die häufigste Todesursache unter ihnen lautete folgerichtig Herzversagen und Lungenkrebs. Mediziner hingegen rauchten ebenfalls sehr viel, hörten allerdings auch früher damit auf. Da Akademiker allerdings im Wesentlichen eher Berufe mit einem höheren sozialen Status und einem höheren Einkommen bekleiden, bewegen sie sich trotz dieser Risiken aber immer noch am oberen Ende der Skala der Lebenserwartung.
Wie wichtig Bildung für ein langes Leben ist, zeigt eine aktuelle Studie aus den Vereinigten Staaten. Wissenschaftler der Harvard Medical School haben Sterbedaten aus den Jahren 1980 bis 1990 und den Jahren 1990 bis 2000 verglichen. Es sollte die Veränderung der Lebenserwartung festgestellt werden.
Unterschieden wurden in der Untersuchung zwei Gruppen: Diejenigen, die bis zu zwölf Jahren, also bis zum High-School-Abschluss, ausgebildet wurden; und diejenigen, die noch darüber hinaus eine Ausbildung, im Regelfall ein Studium, absolvierten. Während die Lebenserwartung der ersten Gruppe unverändert blieb, stieg die Lebenserwartung der besser Ausgebildeten zwischen den Vergleichszeiträumen um rund 1,6 Jahre. Durchschnittlich wurden sie 82 Jahre alt. Bei den weniger Gebildeten lag das Alter bei 75 Jahren."
(Quelle: www.welt.de, 19. Februar 2009)
°
°
°
°
°
Politische Reaktion auf eine von der deutschen Bundesgesundheitsministerin Kristina Schröder (CDU) in Auftrag gegebenen Studie zum Thema Gesundheit bei Männern:
"Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, kritisierte, dass die Studie gerade sozial und ökonomisch bedingte Unterschiede kaum beschreibe. Während sich die Lebenserwartung von Männern aus den oberen Einkommensschichten seit Jahren der der Frauen annähere, finde eine solche Angleichung im unteren Einkommensbereich und bei Langzeitarbeitslosen nicht statt, sagte Lauterbach."
(Quelle: www.ksta.de/html/artikel/1285338021415.shtml, 28. 10. 10)
°
°
°
°
°
Einflussfaktor Stress
Der österreichische Sozialexperte Martin Schenk schrieb in einer Glosse der Wiener Obdachlosenzeitung "Augustin" in einer Ausgabe vom Juli 2009:
"Harlem, der Stadtteil New Yorks mit größter Armut, weist Sterberaten auf, die so hoch sind wie jene von Bangladesh. Der Hauptgrund für die hohen Sterberaten in Harlem ist nicht die Gewalt, auch nicht die Drogen, sondern Herzerkrankungen.
Sprung nach London: 17.000 Beschäftigte in Ministerien werden auf Unterschiede in der Sterberate bei Herzerkrankungen untersucht. Die niedrigen Dienstränge hatten eine bis zu viermal höhere Sterberate bei Herzerkrankungen als die oberen Dienstränge. Nimmt man ihnen Blut ab, finden sich in den unteren Rängen weit höhere Werte des Stresshormons Kortisol als bei den Top-Diensträngen."
°
°
°
°
°
Armut und Krankheit
Ebenfalls wieder der zuvor genannte Sozialexperte schrieb in einer weiteren Glosse des "Augustin" in der Ausgabe Nummer 270 von Anfang März 2010:
"Dazu gibt es eine erdrückende Beweislast an Studien, aktuell vom renommierten Gesundheitswissenschafter Richard Wilkinson, Professor an der Universität von Nottingham und des University College London. Im internationalen Vergleich schneiden die skandinavischen Länder sehr gut ab, Großbritannien, Portugal und USA sind abgeschlagen am Schluss, Österreich ist vorne dabei, aber nicht top.
Gesellschaften mit größeren Ungleichheiten in Einkommen, Arbeit und Wohnen weisen einen schlechteren Gesamtzustand auf als solche mit ausgewogener Verteilung von Einkommen und Lebenschancen. Sobald ein bestimmter Grad an Wohlstand erreicht ist, dürfte die relative Höhe des Einkommens ausschlaggebend für die gesundheitliche Situation sein. In den ärmeren Teilen der Erde ist mit höherer Wirtschaftsleistung pro Kopf eine höhere Lebenserwartung verbunden. In den reicheren Ländern ist ein derartiger Zusammenhang nicht mehr nachweisbar. Es konnte aber ein erstaunlich hoher Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und dem Anteil am Volkseinkommen, den die ärmeren Haushalte beziehen, nachgewiesen werden. Die Ausgewogenheit von Einkommensverhältnissen und Statusunterschieden wurde als jener Faktor identifiziert, der am stärksten die höhere Erkrankung Ärmerer erklärt. Der Anstieg der Lebenserwartung in einem Zeitraum fiel umso größer aus, je größer der relative Zuwachs an Einkommen der ärmeren Haushalte war."
°
°
°
°
°
Die alten und neuen deutschen Bundesländer
Das MDR-Magazin "Umschau" schrieb am 12. Oktober 2004 auf seiner Website:
"Die Lebenserwartung hängt nach Ansicht von Wissenschaftlern eng mit der Lebensqualität zusammen. Die setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Eine Rolle spielen beispielsweise materieller Wohlstand, Lebens- und Weltanschauung, Berufstätigkeit, gesellschaftliche Arbeit, sportliche- und geistige Aktivitäten, medizinische Versorgung. Dabei scheinen – zumindest in unserem Kulturkreis – Wohlstand und Berufstätigkeit eine wesentliche Rolle zu spielen. Das würde auch erklären, warum die Lebenserwartung der Menschen in den neuen Bundesländern teilweise deutlich unter der der Menschen in den alten Ländern liegt. Deutlich wird das vor allem, wenn man nicht den Durchschnittwert des gesamten Bundesgebietes, sondern einzelne Regionen in Ost und West miteinander vergleicht."
°
°
°
°
°
2007 ging aus Statistiken hervor, dass Baden-Württemberg das deutsche Bundesland war, in welchem von allen 16 Bundesländern die höchste Lebenserwartung herrschte. Gleichzeitig war Baden-Württemberg zu dem Zeitpunkt auch das zweitreichste der 16 deutschen Bundesländer.
Den letzten Platz bei der Lebenserwartung teilten sich die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Sachsen-Anhalt nahm zu dieser Zeit den vorletzten Platz auf der Wohlstandsskala ein, Mecklenburg-Vorpommern den letzten.
Als die Nachricht im Herbst 2007 durch die Medien ging, fanden sich dazu bei den Lycos-Nachrichten folgende aufschlussreiche Aussagen:
"Ursache für die Unterschiede zwischen den Bundesländern ist nach Einschätzung von Jürgen Flöthmann von der Universität Bielefeld die 'soziale Schichtung'. (…) 'Tod ist eine soziale Krankheit', zitiert Wissenschaftler Flöthmann den Berliner Arzt Rudolf Virchow (1821 – 1902). 'In den Kreisen Starnberg und Hochtaunus haben wir eine hohe Lebenserwartung.' Dort sind auch das durchschnittliche Einkommen und der Bildungsstand verhältnismäßig hoch. Die soziale Schichtung, die mit dem Bildungsstand einhergehe, sei im ganzen Bundesgebiet entscheidend."
(Quelle: www.lycos.de/nachrichten/deutschland/show_story.html,,11643/lebenserwartung-in-baden-wuerttemberg-am-hoechsten.html)
°
°
°
°
°
Kinderarbeit, Kindersoldaten
Besonders in ärmeren Ländern ist die Kindersterblichkeitsrate für Jungen fast überall höher als für Mädchen. Gründe dafür liegen in früherer Eingliederung in risikoreiche Arbeitsprozesse, zum Beispiel den Bergbau und in einigen Regionen in das Militär. Beispiel: Über 99 Prozent der Kindersoldaten sind Jungen, und zwar in jeder Region. Den höchsten bekannten Mädchenanteil unter Kindersoldaten hat der Sudan mit 0,5 Prozent. (Stand 2006.)
°
°
°
°
°
Länder mit einer geringeren Lebenserwartung von Frauen
Die nachfolgenden Zahlen wurden 2004 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhoben:
Bangladesh:
- Männer – 55,3 Jahre
- Frauen – 53,3 Jahre
Botswana:
- Männer – 36,0 Jahre
- Frauen – 35,4 Jahre
Katar:
- Männer – 66,7 Jahre
- Frauen – 63,8 Jahre
Kuwait:
- Männer – 67,4 Jahre
- Frauen – 66,6 Jahre
Malediven:
- Männer – 59,0 Jahre
- Frauen – 56,6 Jahre
Nepal:
- Männer – 52,5 Jahre
- Frauen – 51,1 Jahre
Pakistan:
- Männer – 54,2 Jahre
- Frauen – 52,3 Jahre