Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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einsweiter - Peaches

Mirko, Thursday, 25.11.2010, 18:49 (vor 5529 Tagen)

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Sehr geehrte Damen und Herren der "einsweiter"-Redaktion,

gestern unterstellten Sie Männern mit Sinn für Ästhetik, die sich angewidert von der "Kunst"-form einer Peaches abwenden, kurzerhand "Angst".

Jetzt dürfte aber selbst für Sie einzusehen sein, dass die Obszönitäten, die Sie vorstellten, abstoßend auf nicht wenige Zeitgenossen wirken dürften; trotz dieser Einsicht eine große Zahl von Mitmenschen als Feiglinge (um Tacheles zu reden) zu verunglimpfen, deutet auf ein Problem hin, dass sich in Ihrer Redaktion findet und nicht etwa beim hasenherzigen Rezipienten.

Dieses Problem einzukreisen fällt leicht: der erste Hinweis findet sich darin, dass sie das Angewidertsein allein bei Männern ausmachen, denen Sie "Angst" unterstellen, aber nicht bei Frauen; ohne jeden Zweifel jedoch - Sie sehen es gewiss ein - wird sich auch in dieser Gruppe eine erkleckliche Anzahl finden lassen, die sich für diese Art von Kunst nicht begeistern lässt. Der zweite Hinweis findet sich darin, dass die Künstlerin anerkennend als "weiblicher Macho" bezeichnet wird.

Der erste Hinweis deutet auf das feministische Prinzip hin, Männer - und nur Männer - abzuwerten. Deswegen müssen sie so plump vorgehen und Frauen mit Sinn für Ästhetik ausblenden. Der zweite Hinweis ist das feministische Prinzip, dass ein und dieselben Charakteristika unterschiedlich bewertet werden, abhängig davon, ob sie beim Mann oder der Frau auftreten; was beim "Macho" als überholt, rücksichtslos und generell schlecht bewertet wird, gilt bei Frauen als Emanzipation und tugendhafte Stärke. Ihr Problem heißt also Feminismus.

Mein Rat (und Bitte) an Sie: Wann immer Sie über Männer referieren oder das Wort an sie richten, fragen Sie sich zuvor, ob Sie es genauso respektlos (es wird sich im Allgemeinen um eine Abwertung handeln) mit Frauen halten würden, und wenn nicht: dann lassen Sie es einfach. Das wäre beim momentanen Zeitgeist, der fest im Griff des Feminismus ist, wahrhaft progressiv, und so schätzen Sie sich doch ein?

Mit freundlichen Grüßen
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Peaches bei Wikipedia

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Wer gegen Monster kämpft, muss achtgeben, nicht selbst zum Monster zu werden - Nietzsche


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