Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Arne: Monika Ebeling zerlegt Gesterkrampfs "Geschlechterkampf von rechts"

Manifoldunplugged, Thursday, 25.11.2010, 12:11 (vor 5529 Tagen)

Der Staatsfeminismus zerfleischt sich gegenseitig!

Lesenswert:

Monika Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, analysiert in einem aktuellen Text einen Vortrag, den Thomas Gesterkamp (Maskottchen des feministischen "Bundesforum Männer") vor kurzem auf der Fachtagung zeitgemäße Gleichstellungsarbeit in Hannover hielt. Dieser Text wird seine Kreise noch ziehen, bislang wurde er aber exklusiv in diesem Blog veröffentlicht:

Eine selbstbewusste, emanzipierte Frau zu sein ist durchaus ein begehrenswertes Ziel. Vielleicht nicht für jede Frau, aber für mich. Allerdings hat dies seit einiger Zeit einen faden Beigeschmack für mich bekommen, den ich einfach nicht mehr los werde.

Das Wort „Frauenrechtlerin“ war für mich stets positiv besetzt. Sich für seine Rechte als Frau stark zu machen, Benachteiligungen von Frauen aufzuzeigen und dazu beizutragen, dass sie beseitigt werden, erschien mir erstrebenswert. Dafür habe ich mich auf unterschiedlichste Weise eingesetzt. Wegbegleiter und Freunde werden das bezeugen können. Ich habe dabei die aggressiven Anteile mancher Radikalfeministinnen gern verdrängt. Bei näherer Betrachtung fällt mir das zunehmend schwer.

Thomas Gesterkamp verdirbt mir allerdings mit Nachdruck den Spaß daran, eine Frauenrechtlerin zu sein und weiterhin bleiben zu wollen. Er legt „Minenfelder“ (O-Ton), auf die dann leider auch wir Frauen treten. Das scheint der selbsternannte Aufklärer bisher noch nicht bedacht zu haben.

Ich jedenfalls will auf diese Art der “Aufklärung“ verzichten und Gesterkamps dahinterstehende Vorwürfe weit von mir weisen. Ich hoffe, Sie, werte Leser, können mir beipflichten, wenn Sie den Text bis zum Ende verfolgen.

Frauen haben Tabus gebrochen, haben auf ihre Benachteiligung und ihr Opfersein aufmerksam gemacht, sie zeigten auf, das eben manches anders ist, weil die weibliche Biologie sich von der männlichen unterscheidet, sie lehnten sich gegen die staatliche und männliche Bevormundung auf und das alles mit großem Erfolg.

Folgt man aber der Argumentationskette von Thomas Gesterkamp in seinen Vorträgen vor Frauengruppen und Gleichstellungsbeauftragten, dann müssten all diese Frauen einen Geschlechterkampf von rechts geführt haben. Denn er ordnet genau diese Begriffe „Tabu, Opfersein, Biologismus und Antistaatlichkeit“ der Argumentationskette des Geschlechterkampfes von rechts zu.

Er bringt damit nicht nur Männerrechtler sondern auch alle Frauenrechtlerinnen in Misskredit! Auf meine Frage, wenn er Männerrechtler politisch „rechts“ verorten würde, wo denn dann die „FrauenrechtlerInnen“ stünden“, verstieg er sich in das scheinbar sichere Terrain seiner Expertise und raunte zum Schluss, er wisse nicht, warum er jetzt Frauenrechtler rechts einordnen solle.

Aber, Herr Gesterkamp, Frauen haben Tabus gebrochen und das war gut so. Damit haben sie sich Rechte erkämpft, die ihre Urgroßmütter oder Großmütter nicht hatten. Eine Partei wählen, eine Ausbildung machen, ein Studium aufnehmen, Geld selbst verwalten, einen Arbeitsvertrag abschließen: Dies und noch manches andere war für Frauen noch vor Jahrzehnten keine Selbstverständlichkeit. Immer gab es einige mutige Frauen, die entschlossen Schritte gegangen sind und es damit anderen Frauen möglich machten zu folgen.

Folgt man aber der Argumentation von Thomas Gesterkamp, dann ist ein Tabubruch ein erster Hinweis auf eine politisch rechtsgerichtete Gesinnung. „Man wird doch wohl als Frau ein Studium aufnehmen dürfen“ wäre die Entsprechung für „das wird man doch wohl in Deutschland sagen dürfen“, wie es Gesterkamp den angeblich rechtslastigen Männerrechtlern in den Mund legt.

Die Selbstviktimisierung ist ebenfalls kein Privileg dieser angeblich „rechten“ Männer. Frauen legen seit Jahren den Finger in die Wunden, die man ihnen zugefügt hat. Sie haben z.B. die Folgen illegaler Abtreibung, ebenso benannt wie die Vergewaltigung in der Ehe oder den sexuellen Missbrauch. Macht es uns zu „rechten“ Frauen, wenn wir aufzeigen, wo uns Gewalt angetan wird?

Wenn Männer davon sprechen wollen, wo und wie ihnen Gewalt angetan wird, dann ist das politisch rechts? Glaubt man Gesterkamp, dann liegt der Schluss nahe, denn es ist das zweite Argument in seiner „Beweisführung“ eines Geschlechterkampfes von rechts. Das ist nicht nur ein Eigentor, immerhin ist Gesterkamp ein Mann, nein es ist auch gleich noch eins in das Tor der Frauen.

„Sie (die Männerrechtler, Anm. der Autorin) regen sich über mich auf, sie seien doch nicht rechts, sondern liberal“ so Gesterkamp.

Genau das sind sie auch! Die Frauenrechtlerinnen nicht weniger als die Männerrechtler. Freiheitsliebende Frauen und Männer, die selbstbestimmt ihr Leben führen wollen und sich für jene einsetzen, die daran gehindert werden. Das ist beileibe keine Umdeutung von Begriffen, wie Gesterkamp meint, es könnte am Ende gar die Wahrheit sein.

Sich auf die eigene Biologie zu beziehen ist laut Gesterkamp ebenfalls ein Signal, das hellhörig für politisch „rechts“ machen sollte. Wer nämlich seine Männlichkeit bedroht sieht, dem dichtet er gleich noch Homophobie an. Nicht nur politisch „rechts“, nein, sondern auch noch gegen Schwule und Lesben! Für Gesterkamp der „Todesstoß“ ins „rechte“ Herz. Dabei will er doch selbst für eine selbstbewusste Männlichkeit eintreten und beweist sich die in einem Vortrag im Kreise von Frauen: „Ich fühle mich hier wie eine Frau in einem Daxvorstand“. Dahin jedoch bringt man es nicht mit Expertisen zweiter Wahl.

Und was ist im Umkehrschluss eine Frau, die zu ihrer Weiblichkeit steht? Müsste politisch „rechts“ stehen, wenn man die Argumentationskette für Männer gegengleich ummünzt.
Schminke, Rock, High-Heels und Lippenstift können keine Kennzeichen einer Frauenrechtlerin sein? Weit gefehlt! Diese Vorstellung ist von Gestern.

Ein Männerrechtler, so Gesterkamp, beschwöre das Dominaprinzip. „Wir leben in einem Gouvernantenstaat“, zitiert er, zieht sogleich eine Verbindung zu christlichen Familienfundamentalisten „rund um Eva Hermann“ und schwingt sich rüber zu „antifeministischen“ Autoren und ebensolchen Treffen.

So ist also auch schon „rechts“, wer sich auf „Werte“ besinnt. Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, in einer bunten, Mulitkulti-Vielfalt-Welt diese „Werte“ doch im Auge zu behalten?

„Ich werde zum Judas am eigenen Geschlecht“, beschreibt er dann abschließend seine Situation, möglicherweise sehr treffend?

Herr Gesterkamp, bitte verschonen Sie uns Frauen mit diesen Vorträgen, da höre ich lieber „das Gequatsche von Frau Schröder“, wie Sie es nennen.

Lassen Sie Männer und Frauen, die sich für die Rechte ihres Geschlechtes einsetzen, doch einfach tun, was sie im Rahmen der Gesetze und der Meinungsfreiheit meinen tun zu müssen.
Wenn Sie Männerrechtler weiterhin politisch rechts verorten, dann verorten Sie damit auch Frauenrechtlerinnen heute und im Nachhinein politisch rechts ein.

Sollte das wahr sein, dann müssen wir noch weit andere Schlüsse in der Gleichstellungsdebatte ziehen, als bisher gedacht!

Sie fordern „ein Dialog ohne Abwertung“ und nennen das „produktiv“. Dann fangen Sie damit mal an.

Monika Ebeling
Gleichstellungsbeauftragte

Gesterkamp, "..das Gequatsche von Frau Schröder.." und dieses Forum

Leser, DFR (Deutsche Femokratische Republik), Thursday, 25.11.2010, 12:52 (vor 5529 Tagen) @ Manifoldunplugged

Soweit ich informiert bin, hat Thomas Gesterkamp neben der Familienministerin Kristina Schröder auch das WGVDL-Forum anlässlich der Veranstaltung in Hannover zum wiederholten Mal in den Schmutz gezogen.

Er ist nicht nur ein Judas am eigenen Geschlecht, er ist ein Opportunist ersten Ranges, der sich gerne in ZDF-Nachshows rumtummelt und sich dann im Glanze seines Glückes wähnt. Selbstgefällig und -gerecht, so nimmt ihn halt nicht nur er selbst wahr ;-)

Stell dir vor, es ist Bundesforum Männer und keiner geht hin. Ausser Dissenz e.V. vielleicht ...

Stell dir vor, Frauen hauen zu 50 Prozent der Gewaltausübungen in Ehen und Partnerschaften, nur der gute Thomas, the feministic Ghost-camper sieht es nicht

--
Eine bestimmte Sorte Mensch (meist weiblich) hat mir den Krieg erklärt
- und ich gehe da jetzt hin
zusammen mit "Sunzi" (500 ante Christum natum)

Gesterkamp, "..das Gequatsche von Frau Schröder.." und dieses Forum

Dampflok, Thursday, 25.11.2010, 15:26 (vor 5529 Tagen) @ Leser

Soweit ich informiert bin, hat Thomas Gesterkamp neben der
Familienministerin Kristina Schröder auch das WGVDL-Forum anlässlich der
Veranstaltung in Hannover zum wiederholten Mal in den Schmutz gezogen.

Nun ja,
solange hier ein trel trollt, kann man ahnungslose Frauen sehr leicht glauben machen, Maskulisten seien gegen Gleichberechtigung oder gar "rückwärtsgewandt". Solche Leute wie Geistercamp wollen, wie trel auch, ja gar nicht differenzieren; sie haben ein festes Feindbild.

Stell dir vor, es ist Bundesforum Männer und keiner geht hin. Ausser
Dissenz e.V. vielleicht ...

Ich denke, es heißt inzwischen Bundesforum GEGEN Männer..

"wollen...nicht differenzieren" - du ja auch nicht!

Informator, Thursday, 25.11.2010, 17:27 (vor 5529 Tagen) @ Dampflok

Nun ja, solange hier ein trel trollt, kann man ahnungslose Frauen sehr
leicht glauben machen, Maskulisten seien gegen Gleichberechtigung oder
gar "rückwärtsgewandt". Solche Leute wie Geistercamp wollen, wie trel
auch, ja gar nicht differenzieren; sie haben ein festes Feindbild.

Es ist schon seltsam: Du wirfst zwei Menschen von völlig verschiedener Denkart - Gesterkamp und mich - in einen Topf, um ihnen beiden vorzuwerfen, daß sie nicht differenzieren wollen. Und ein festes Feindbild hätten. Vielleicht sogar dasselbe?

Zur Sache:

Zweifellos gibt es Maskulisten, die gegen Gleichberechtigung sind, genau so, wie es Feministen gibt, die dagegen sind. Das kannst du persönlich leugnen, aber du kannst damit nicht alle überzeugen.

Man kann aber auch, ohne sich Maskulist zu nennen, die Vorrangigkeit des Mannes behaupten. Das liegt in der Tradition fast aller Völker. Erst seit wenigen Jahrzehnten, weltgeschichtlich also seit relativ kurzer Zeit, wird das wirklich infrage gestellt.

Ich plädiere folglich für die Rückbesinnung zur traditionellen Ernähreraufgabe des Mannes und der hausmütterlichen Aufgabe der Frau. Individuell mag jeder sein Arrangement finden und abweichend vom Mittelmaß entscheiden. Entscheidend für meinen Standpunkt ist nicht, Menschen an der Ausübung ihrer Freiheit zu hindern, sondern vielmehr den Staat zu hindern, sich als Propagandist und Förderer, gar als Zwangsvollstrecker eines Modells des "Neuen Menschen" aufzuspielen. Allein darin nämlich liegt das Problem.

Mein Eindruck ist, daß die meisten Männerrechtler sich diesbezüglich dem Staat bereits unterworfen haben und nur die notwendigen Konsequenzen nicht akzeptieren wollen.

Sie wollen die Krankheit (den konstruierten und jederzeit dekonstruierbaren Menschen), aber nicht die Symptome.

trel

"wollen...nicht differenzieren" - du ja auch nicht!

Royal Bavarian, St. Kernpudeltupfing, Thursday, 25.11.2010, 19:25 (vor 5529 Tagen) @ Informator

Entscheidend für meinen Standpunkt ist nicht, Menschen an der
Ausübung ihrer Freiheit zu hindern, sondern vielmehr den Staat zu hindern,
sich als Propagandist und Förderer, gar als Zwangsvollstrecker eines
Modells des "Neuen Menschen" aufzuspielen. Allein darin nämlich liegt das
Problem.

... exakt.

Mein Eindruck ist, daß die meisten Männerrechtler sich diesbezüglich
dem Staat bereits unterworfen haben und nur die notwendigen Konsequenzen
nicht akzeptieren wollen.

... exakt.

Sie wollen die Krankheit (den konstruierten und jederzeit
dekonstruierbaren Menschen), aber nicht die Symptome.

... so schaut´s aus.

Ganz meiner Meinung - Max

Jetzt noch die Gretchenfrage.

Informator, Thursday, 25.11.2010, 21:14 (vor 5529 Tagen) @ Royal Bavarian

Ganz meiner Meinung - Max

So weit, so gut.

Nun noch die Gretchenfrage. Darunter versteht die Wikipedia

eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die wahren Absichten des Gefragten entlarven soll. Sie ist dem Gefragten meistens unangenehm, da sie ein Bekenntnis verlangt, um das dieser sich bisher herumgedrückt hat.

Ich unterstelle nicht, daß dir die u.g. Frage unangenehm ist. Darum sei sie jetzt nur rhetorisch gestellt, da ich sie sonst denen stellen müßte, denen sie wirklich unangenehm ist.

Wobei ich etwas abändern möchte. Der ursprüngliche Wortlaut ist so:

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“

In Abänderung möchte ich nun fragen:

Wie hast du's mit dem Ungeborenen-Mord?

Ich komme nicht mehr los von davon, weil ich, wie zum wiederholten Male vermerkt, bei Kuehnelt-Leddihn ("Konservative Weltsicht als Chance", 2010, S.59f.) dieses gelesen habe:

Wir haben jetzt in allen Ländern der "zivilisierten" Welt zwei völlig getrennte, einander nicht mehr verstehende "Seelenrassen".

[...]

Die mikrozephalen Vertreter des Pränatalmordes sind sich nie ernstlich bewußt geworden, daß sie den Graben zwischen diesen beiden "Rassen" katastrophal vertieft haben. Ein ganzer Volksteil sieht im anderen Mörder und Mordhelfer, denen man nur mit dem größten Widerstreben die Hand reichen kann.

[...]

Dieses Recht auf die Vernichtung der Unerwünschten haben auch die Vertreter der drei Revolutionen, die Guillotineure, die Genickschüssler und die Gaskammerinstallateure für sich in Anspruch genommen.

[...]

Freilich gibt es heute in den Kirchen innerhalb der theologischen Halbwelt wahrhaftige King-Kongs, die alle christlichen Lehren in Frage stellen.

Letztlich geht es also nicht so sehr um die Links/Rechts-Frage - wenngleich sie untrennbar mit jener anderen verbunden ist -, sondern um die Frage, ob einer Menschengruppe, egal welcher, die Menschenwürde abgesprochen werden darf. Der Feminismus hat dazu eine klare Aussage, die ihn definiert wie keine andere seiner Aussagen.

Aber diese Aussage, sie ist kein Privileg des Feminismus. Sie geht vielmehr über ihn hinaus und erfaßt auch einen Teil der Männerrechtler bzw. Maskulisten.

Diese Frage also, nicht die Frage, ob pro- oder antifeministisch, ist die entscheidende Frage, welche die zwei "Seelenrassen" bezeichnet. An ihr scheiden sich wirklich die Geister!

Gruß
trel

Jetzt noch die Gretchenfrage.

Royal Bavarian, St. Austupfing, Thursday, 25.11.2010, 23:24 (vor 5529 Tagen) @ Informator

... du hattest meine Zustimmung. Diskutieren werde ich das nicht mit dir, weil: Ich diskutier´ nämlich nicht mit dir.

Einfaches verständlich gemacht - Royal Bavarian

Jetzt noch die Gretchenfrage.

Informator, Friday, 26.11.2010, 05:49 (vor 5529 Tagen) @ Royal Bavarian

... du hattest meine Zustimmung. Diskutieren werde ich das nicht mit dir,
weil: Ich diskutier´ nämlich nicht mit dir.

Ach, hättest du doch richtig gelesen. Ich schrieb:

Ich unterstelle nicht, daß dir die u.g. Frage unangenehm ist. Darum sei sie jetzt nur rhetorisch gestellt, da ich sie sonst denen stellen müßte, denen sie wirklich unangenehm ist.

Es war eine Nagelprobe inbezug auf diejenigen, die sich dazu noch nicht geäußert haben, aber es tun könnten.

Irgendwann wird es auch für sie kein Ausweichen mehr geben.

trel

gleichdifferent

DvB, Friday, 26.11.2010, 15:30 (vor 5528 Tagen) @ Dampflok

solange hier ein trel trollt, kann man ahnungslose Frauen sehr leicht
glauben machen, Maskulisten seien gegen Gleichberechtigung oder gar
"rückwärtsgewandt". Solche Leute wie Geistercamp wollen, wie trel auch,
ja gar nicht differenzieren; sie haben ein festes Feindbild.

Ich halte es für ziemliche Idiotie, wenn ausgerechnet Gleichheitsideologen anderen mangelndes Differenzieren vorwerfen möchten. Soll das ein Witz sein?

Muß man sich verteidigen, "rechts" zu stehen?

Informator, Thursday, 25.11.2010, 13:43 (vor 5529 Tagen) @ Manifoldunplugged

Eine selbstbewusste, emanzipierte Frau zu sein ist durchaus ein
begehrenswertes Ziel. Vielleicht nicht für jede Frau, aber für mich.
Allerdings hat dies seit einiger Zeit einen faden Beigeschmack für mich
bekommen, den ich einfach nicht mehr los werde.

Was Frau Ebeling inbezug auf Thomas Gesterkamp sagt, sage ich inbezug auf Frau Ebeling: Ich freue mich, daß sie den "Richtigen" in die Schranken weist. Aber dies hat einen faden Beigeschmack für mich.

Es ist alarmierend für das politische Gleichgewicht, wenn fast jeder es akzeptiert, als links eingeordnet zu werden, aber fast niemand sich traut, rechts zu sein. Eine Partei wie "Die Linke" gilt als normal; eine Partei mit dem Namen "Die Rechte" stünde sofort unter Beobachtung. So kommt es, daß auch Menschen, die sich vor sich selbst als rechts positionieren, nach außen für "die Mitte vertretend" ausgeben.

Darum halte ich es für konstruktiver, wenn mehr Maskulisten sagen würden: "Jawohl, Herr Gesterkamp, wir marschieren rechts - und zwar nicht auf leisen Sohlen, sondern offen und ungezwungen!"

Rechts heißt doch eigentlich nur: Konservativ, also bleibende Werte bewahrend, sich widersetzend dem Konstruktivismus und Dekonstruktivismus sowie dem Kollektivismus.

Ein Rechter wird niemals auf die Idee kommen, daß sein Geschlecht gesellschaftlich konstruiert sei, und daß er selbst es folglich wieder dekonstruieren - "selbst bestimmen" - könne.

Ein Rechter wird sich auch niemals der "political correctness" unterwerfen, oder sonst einer "correctness". Denn das ist Kollektivismus: Mitschwimmen im Strom. Mainstreaming Gender heißt ja: Das neu konstruierte Geschlecht kollektivieren. Das geschieht auf "leisen Sohlen". Wer dagegen auftritt und natürliche Zustände bewahren will, der bewegt sich aufrecht voran.

trel

Muß man sich verteidigen, "rechts" zu stehen?

Pööhser Frauenfeind, Thursday, 25.11.2010, 14:56 (vor 5529 Tagen) @ Informator

Es ist alarmierend für das politische Gleichgewicht, wenn fast jeder es
akzeptiert, als links eingeordnet zu werden, aber fast niemand sich traut,
rechts zu sein. Eine Partei wie "Die Linke" gilt als normal; eine Partei
mit dem Namen "Die Rechte" stünde sofort unter Beobachtung. So kommt es,
daß auch Menschen, die sich vor sich selbst als rechts positionieren, nach
außen für "die Mitte vertretend" ausgeben.

Da ist was Wahres dran. Allerdings liegt das Problem doch darin, dass Leute wie Thomas Geschlechterkrampf (Author des Manifests: Mein Kampf - gegen Rechts) gerade mal zwei Ordnungskategorien kennen, nämlich Links, wo er das Wahre, Gute und Schöne verortet, und Rechts, wo er nur einen Haufen Scheisse zu erkennen glaubt.

Er ist schlicht zu dämlich um zu erkennen, dass zwischen einem Wertekonservativen und einem Nationalsozialisten Differenzen bestehen, die so wesentlich sind, dass es kompletter Schwachsinn ist, diese beiden Kategorien zu einer zusammenzufassen, die man dann in kraftvoller Einfalt als "Rechts" diffamiert. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Rechtskonservative möglicherweise ganz gern auf der Autobahn fährt.

Allerdings steht der kleine T.G in seiner heiligen Einfalt ja nu nicht ganz allein. Zu jedem Simpel, der sich dem "Kampf gegen Rechts" verschrieben hat, gesellt sich ein Simpel, der sich dem "Kampf gegen Links" verpflichtet fühlt.

PF

Es ist dienlicher, wenn man mehr über die Sache, als über links/rechts diskutieren würde

t @, Thursday, 25.11.2010, 15:14 (vor 5529 Tagen) @ Pööhser Frauenfeind

Der Pudel dreht sich eh im Kreis, wenn er sich in den Schwanz beißt, das da sich Links und Rechts abwechseln ist keine Neuigkeit

Arne: Monika Ebeling zerlegt Gesterkrampfs "Geschlechterkampf von rechts"

Royal Bavarian, St. Surfacetupfing, Thursday, 25.11.2010, 19:19 (vor 5529 Tagen) @ Manifoldunplugged

... linkes Seichtgequatsche. Nicht ganz so seicht, wie das Gequatsche, gegen das sie hier anschreibt, aber immer noch seicht. Unhinterfragte Dogmen: Selbstverwirklichung, Befreiung, Rechte, Emanzipation etc.pp.

Keine linken Diskurse! - Royal Bavarian

Hier das Dokument im Original (word.doc)

Info, Thursday, 25.11.2010, 21:06 (vor 5529 Tagen) @ Manifoldunplugged

Stopp!

Es ist an der Zeit, dass diese fatale Debatte um einen „Geschlechterkampf von rechts“ und die Verunglimfpung von Männerrechtlern gestoppt wird!

Warum? Wer, wie Thomas Gesterkamp Männerrechtler diffus braun anpinselt, der verursacht Schäden auch im Bereich der FrauenrechtlerInnen.

Lesen Sie hier: Gefährliche Argumentationskette

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