Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Eine Theorie: Toba-Katastrophe und Matriarchat

MC Henrich ⌂, Sunday, 21.11.2010, 04:12 (vor 5534 Tagen)

Ihr kennt doch die Feministinnen, die immer behaupten, dass es einmal ein Matriarchat gab und alles wunderbar war, bis die bösen Männer kamen und alles kaputtmachten?

Ich habe nun eine Theorie gefunden, weiter gedacht, einen Schluss gezogen und bin auf eine sehr interessante Idee gekommen.

Lest euch das folgende genau durch: Es wäre möglich, dass es einmal ein Matriarchat gab; und dass die Menschen damals keinen Mangel leiden mussten; und dass das trotzdem gar nicht bedeutet, dass Frauen die heutige Welt besser regieren könnten als Männer, oder praktisch jeden Ort zu jeder Zeit auf der Welt.

Erklärung: Eine Theorie der Paläoanthropologie sagt aus, dass vor 74.000 Jahren ein schwerer Vulkanausbruch in Toba auf Sumatra stattfand. Der Ausbruch hatte eine Explosionskraft von etwa einer Milliarde Tonnen TNT, das entspricht über 30000 Hiroshima-Bomben. Als Folge davon kam es zu einem "vulkanischen Winter" (ähnlich wie ein nuklearer Winter), und die Temperatur fiel weltweit um mehrere Grad - manche schätzen, dass sie kurzzeitig sogar um mehr als 10° fiel. Als Folge kam es zu einer Eiszeit, und der größte Teil der Menschheit starb aus - Schätzungen sagen, dass nur 10000 fruchtbare Paare überlebten, vielleicht sogar nur 1000.

Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Toba-Katastrophen-Theorie

Wie ging es dann weiter?

Zunächst war die Erde von Vulkanasche bedeckt, der Himmel war lange Zeit verfinstert, und Gott weiß, wovon die Menschen gelebt haben.

(Erinnert euch das nicht etwas an die "wüste, leere Erde" oder das Chaos aus den Schöpfungsmythen?)

Aber das Leben hat sich davon offensichtlich nicht unterkriegen lassen, sonst wären wir ja nicht hier. Die Vulkanasche verschwand aus der Luft, es gab wieder Tag und Nacht; bald wuchsen die Pflanzen wieder, und die Tiere kamen auch zurück. Für uns erklärbar. Trotzdem: Die Rückkehr des Lebens muss den paar Menschen damals wie das Werk eines Gottes erschienen sein.

Und nachdem das Leben wieder blühte, ging es den Menschen natürlich gut. Für die paar, die es noch gab, war mehr als genug da. Anstrengende Feldarbeit war nicht nötig, vielleicht haben sie sogar auf die Jagd verzichtet, weil es einfacher war, ein paar saftige Früchte zu pflücken. Wer braucht unter diesen Umständen einen Ernährer?

In der Situation, als alles einfach war, könnte tatsächlich ein echtes Matriarchat geherrscht haben. Jedenfalls eine Zeitlang. Wie lange? So lange, bis die Welt nicht mehr genug für eine Bevölkerung von Jägern und Sammlern hergab. Berechnungen von Wissenschaftlern sagen aus, dass das bei einer Bevölkerung von 5 Millionen der Fall gewesen ist. Und der Rest ist Geschichte..

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Eine Theorie: Toba-Katastrophe und Matriarchat

DvB, Sunday, 21.11.2010, 07:00 (vor 5534 Tagen) @ MC Henrich

Denkbar, theoretisch, wäre so manches...

Bloß läßt die Theorie trotzdem vollkommen außer Acht, daß Matriarchat nicht in der Natur des Menschen liegt. Das kommt doch erst durch abstrakte Schnapsideen (Hirnwichse) zustande, die mit der Realität nichts zu tun haben. Das sind Symptome übersättigter Kulturen, nicht aufstrebender, expandierender Kulturen, wie es in diesem Szenario ja der Fall wäre.

Und davon abgesehen: ohne weitere Organisation Früchte pflücken usw. ist auch nicht sehr realistisch. Wenn da nix gezüchtet, gepflegt und angebaut wird, sind das eher Holzäpfel. :D Und ein Mann liegt doch net rum, läßt sich von seiner Ollen mit verganem Kram abfüttern, wenn überall lecker Wild rumrennt... und auch sonst ist der Mann immer bestebt, seine Situation zu verbessern, Tätigkeiten zu erleichtern und darum zu systematisieren und zu organisieren. Er muß nicht erst dadurch dazu gezwungen werden, daß es garnicht mehr anders geht. Landwirtschaft ist eben einfach effektiver, einfacher, ertragreicher als im Wald Beeren zu pflücken.

Es kommt auch nicht darauf an, ob die Alte einen Ernährer braucht. Sie will Standards, sie will sich besserstellen. Und außerdem wird sie garnicht gefragt. Sie ist einfach Beute

Eine Theorie: Toba-Katastrophe und Matriarchat

MC Henrich ⌂, Monday, 22.11.2010, 00:16 (vor 5533 Tagen) @ DvB

Landwirtschaft ist eben einfach effektiver,
einfacher, ertragreicher als im Wald Beeren zu pflücken.

Einfacher??? Sehr lustig. Weißt du, wie lange ein Bauer in einer primitiven Gesellschaft am Tag arbeiten muss??

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Eine Theorie: Toba-Katastrophe und Matriarchat

DvB, Monday, 22.11.2010, 05:21 (vor 5533 Tagen) @ MC Henrich

Einfacher??? Sehr lustig. Weißt du, wie lange ein Bauer in einer
primitiven Gesellschaft am Tag arbeiten muss??

Du meinst, abgesehen von Aussaat und Ernte? Hmmm - garnicht? :D

Kommt immer drauf an, wieviele Leute er ernähren muß. Die hochmechanistische Überheblichkeit führt leicht zu gewissen Fehleinschätzungen. Ich zitier mal was:

Das Goldene Mittelalter – bessere Lebensbedingungen als heute

Das Hochmittelalter war die größte Entwicklungsperiode der deutschen Geschichte. Damals waren die sozialen Unterschiede so ausgeglichen wie nie mehr im historischen Verlauf. Wer viel hatte, erwarb den Wohlstand durch Arbeit, nicht durch leistungslose Zinsen. Das Minimum der arbeitsfreien Tage pro Jahr lag bei 90, oftmals über 150. Sehr bald wurde auch der Montag als arbeitsfrei eingeführt, damit mußten die Handwerker nur 4 Tage in der Woche arbeiten. Noch am Ausgang dieses Zeitalters, um 1450, konnte Erzbischof Antonin von Florenz es als selbstverständlich bezeichnen, daß für die Gewinnung des notwendigen Lebensunterhaltes eine kurze Arbeitszeit genüge und daß nur derjenige lange und viel arbeiten müsse, der nach Reichtum und Überfluß strebe. Die tägliche Arbeitszeit war z.B. bei Bergwerksknappen in Freiburg auf 6 Stunden begrenzt. Auch auf dem Land war die Ausbeutung zurückgedrängt, weil der geknechtete Bauer die Möglichkeit hatte, in den schnell wachsenden Städten einem Handwerk nachzugehen. Das Einkommen war so hoch, daß sich etwa in Augsburg ein Tagelöhner mit seinem täglichen Verdienst 5-6 Pfund des teuersten Fleisches leisten konnte. In Meißen mußten jedem Maurergesellen wöchentlich 5 Groschen Badegeld gegeben werden, in einer Zeit, in der ein einziger Scheffel Korn 6 Groschen und 5 Pfennige kostete. Der sächsische Scheffel faßte 103,8l. Im Vergleich mit unserer Zeit, in der die Freizeit immer enger beschnitten wird und der Druck am Arbeitsplatz unerträglich zu werden droht, war das Hochmittelalter, mit der größten Kulturblüte unserer Geschichte ein richtiges Paradies.

Quelle: http://www.gerginov.com/artikel/der-teufelskreis-borsenkrach-krieg-zusammenbruch

Matriarchate sind unlogisch bzw. ineffizient

kein, Sunday, 21.11.2010, 07:55 (vor 5534 Tagen) @ MC Henrich

Lustige Theorie, hat aber wenig mit der Realiät zu tun. Die sogenannten Matriarchate hat es NIE gegeben. Was du da beschreibst, ist eine Mischung aus Gerten-Eden und Schlaraffenland. Wenn man einen Eindruck von den Verhältnissen gewinnen will, wie sie in den Frühkulturen waren, dann schaue man sich beispielsweise die Lebensweise der nordamerikanischen Indianer an, wie sie vor etwa 400-500Jahren lebten, besonders aber jene Stämme, die mit dem Wild zogen und nomadisch lebten. Diese Kulturen können einen recht guten Einblick gewähren, wenn es darum geht herauszufinden, wie die Menschen unter Umständen lebten, bevor sie seßhaft und zu Bauern wurden. Übrigens waren sie ALLE, die Indianer, ob nun seßhaft oder Nomaden, astreine Patriarchate.

Auch der Ur-Mensch wollte im Alter versorgt sein, was dazu führt, dass Frauen eine gewisse Anzahl von Nachkommen gebähren musste, damit dies gewährleistet ist. 5-6 oder mehr Kinder sind da völlig Normal. Davon mal abgesehen, dass nur Jungen für die Versorge in Frage kamen.

Das bedeutet aber auch, dass Frauen in ihrem Leben allein mehrere Jahre schwanger waren, dazu kommt noch die Säuglingsphase. Alles zusammen setzte Frauen für viele Jahre außer "Gefecht", und das bei einer recht kurzen Lebenserwartung, im Vergleich zu heute. Diese sogenannten Matriarchate sind nichts weiter als ein feuchter Feministinnentraum, und die wahrscheinlich ineffizienteste Gesellschafftsform, die man sich in einer Frühkultur vorstellen kann

Matriarchate sind unlogisch bzw. ineffizient

MC Henrich ⌂, Monday, 22.11.2010, 00:15 (vor 5533 Tagen) @ kein

Wenn man einen Eindruck von den
Verhältnissen gewinnen will, wie sie in den Frühkulturen waren, dann
schaue man sich beispielsweise die Lebensweise der nordamerikanischen
Indianer an, wie sie vor etwa 400-500Jahren lebten, besonders aber jene
Stämme, die mit dem Wild zogen und nomadisch lebten.

Zu dieser Zeit war es aber schon nicht mehr so, wie ich es beschrieben habe: Dass auf der ganzen Welt wenige tausend Menschen lebten. Aus diesem kurzzeitigen Paradies auf Erden entwickelte sich dann eine Art Gleichgewicht, als die Zahl der Menschen so weit zugenommen hatte, wie das Land ernähren konnte.

"Matriarchate sind unlogisch bzw. ineffizient"? Stimme ich zu. Aber wenn das Leben einfach ist, und man bzw. frau nicht viel falsch machen kann, finden sich die Leute vielleicht mit dem Matriarchat ab

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Das erste Matriarchat ist heute.

Informator, Sunday, 21.11.2010, 16:40 (vor 5533 Tagen) @ MC Henrich

In der Situation, als alles einfach war, könnte tatsächlich ein echtes
Matriarchat geherrscht haben.

Die Idee des Matriarchats kam von J.J.Bachofen. Allerdings sprach er in seinem Buch ("Das Mutterrecht", 1861) von Gynaikokratie. Erst später wurde, in Analogie zum "Patriarchat", der Begriff "Matriarchat" erfunden.

Inzwischen sind sich m.W. auch Feministinnen mehrheitlich einig, daß es ein Matriarchat nicht gegeben haben kann. Denn das Wort bedeutet Mütter-Herrschaft. Herrschen tun sie aber nicht. Richtig ist: Es gab - und es gibt stellenweise heute noch - "matrifokale" oder "matristische" Gesellschaften. Vgl. dazu auch die Ausführungen von Mary Daly in ihrem Interview, deutsch hier.

Die Theorie um den Vulkanausbruch ist eine Theorie, wie sie für eine bestimmte, materialistisch-ökonomistische Richtung der Ethnologie typisch ist, verbreitet im angelsächsischen Bereich. Die führen alle Kulturformen auf materielle und ökonomische Ursachen zurück. Ich vertrete umgekehrt die Auffassung, daß die kulturelle Evolution des Menschen geistigen Ursprungs ist.

Es gibt aber aber das Paradoxon "Matriarchat" tatsächlich - und zwar heute. Ein besserer Ausdruck ist Gynokratie. Wer behauptet, das habe es früher schon einmal gegeben, der projiziert einfach eine heutige Gegebenheit auf die Vergangenheit zurück.

trel

Das erste Matriarchat ist heute.

Flint ⌂, Sunday, 21.11.2010, 18:06 (vor 5533 Tagen) @ Informator

Wer behauptet, das habe es
früher schon einmal gegeben, der projiziert einfach eine heutige
Gegebenheit auf die Vergangenheit zurück.

Interessante Idee.

Flint

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Das erste Matriarchat ist heute.

MC Henrich ⌂, Monday, 22.11.2010, 00:19 (vor 5533 Tagen) @ Informator

ein Matriarchat nicht gegeben haben kann. Denn das Wort bedeutet
Mütter-Herrschaft.

Eben. Und nicht "Herrschaft der kinderlosen männerhassenden Emanzen".

Die Theorie um den Vulkanausbruch ist eine Theorie, wie sie für eine
bestimmte, materialistisch-ökonomistische Richtung der Ethnologie typisch
ist, verbreitet im angelsächsischen Bereich. Die führen alle Kulturformen
auf materielle und ökonomische Ursachen zurück.

Nur weil eine Theorie materialistisch ist, muss sie nicht falsch sein.

Es gibt aber aber das Paradoxon "Matriarchat" tatsächlich - und zwar
heute.

s.o. Du hast also Unrecht

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Das erste Matriarchat ist heute.

Informator, Monday, 22.11.2010, 02:26 (vor 5533 Tagen) @ MC Henrich

s.o. Du hast also Unrecht

Moment mal. Ich sagte: Früher kann es kein Matriarchat gegeben haben. Denn Frauen bzw. haben nie geherrscht. Herrschaft ist ja männlich. Darin pflichte ich Feministinnen wie M.Daly bei.

Heute tun sie es. Und darum haben wir heute ein Matriarchat. Die herrschenden "Frauen" sind Männer in Frauenleibern. Soetwas hat es früher nicht gegeben; zumindest lagen die Voraussetzungen für ihre Herrschaft nicht vor. Die sind erst gegeben mit der Dekadenz des Patriarchats. Und diese Dekadenz haben wir heute.

trel

Ein Gebiet mit wenigen Menschen

ajk, Sunday, 21.11.2010, 19:53 (vor 5533 Tagen) @ MC Henrich

Aber viel Nahrung ist immer ein Paradies..

Die Menschen mussten nicht Jagen sondern nur ernten..

Daraus gleich eine Theorie zu basteln das "Frauen" dazu geführt haben, das diese Zustände so sind, ist "Weiberlogik".

/ajk

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Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert

Ein Gebiet mit wenigen Menschen

MC Henrich ⌂, Monday, 22.11.2010, 00:26 (vor 5533 Tagen) @ ajk

Daraus gleich eine Theorie zu basteln das "Frauen" dazu geführt haben,
das diese Zustände so sind, ist "Weiberlogik".

Tja, die Emanzen konnten ihr geliebtes Matriarchat nie erklären. Vielleicht stimmt meine Theorie nicht, aber sie beschreibt eine Welt, wo das Leben so einfach ist, dass auch die Matriarchinnen nichts falsch machen können

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Kindermenschen

Rainer ⌂, Monday, 22.11.2010, 00:46 (vor 5533 Tagen) @ MC Henrich

Vielleicht stimmt meine Theorie nicht, aber sie beschreibt eine Welt, wo
das Leben so einfach ist, dass auch die Matriarchinnen nichts falsch machen
können.

Dann hätten sich Menschen entwickelt die nie erwachsen geworden wären. Kinder hätten ja ohne Hilfe überleben können;-)

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Bambinitrichart :D owT.

DvB, Monday, 22.11.2010, 05:34 (vor 5533 Tagen) @ Rainer

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