Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Schwarz/Gelb ist Teil des Zirkus'.

LatexTester, Saturday, 20.11.2010, 10:45 (vor 5535 Tagen) @ Imageberater

Gender ist das kleine Ermächtigungsgesetz in der Politik. Man darf zwar nicht außer acht lassen, dass über die Institutionierung der EU im Laufe der Jahre die Demokratie schwer beschädigt wurde, aber dies war genau Voraussetzung, dass auch der Feminismus über die Gender-Schiene einen kalten Durchmarsch über die Hinterzimmer geschafft hat. Nach der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 konnte über die Gremien der EU und die Abnickpraxis, sowie verschiedene Kuhhandel Gender durchgedrückt werden.

Eine Diskussion oder Hinterfragung von GM, ob im EU-Parlament oder den nationalen Parlamenten ist nie erfolgt, ebensowenig, wie der Feminismus hinterfragt wurde. Schlimmer noch, die sämtlichen Entscheidungen dazu sind emotionalisiert (siehe auch die Argumentation von Georg Friedenberger zur Abtreibungsfrage und die Rolle, die die Verfassungsrichterin Jutta Limbach dabei spielte) und im Paket mit anderen rechtlichen Eingrenzungen, z. Bsp. Gewalt oder Vergewaltigung in der Ehe, verknüpft worden, so daß eine sachliche Differenzierung von Einzelpunkten in den Parlamenten nicht mehr angemessen stattfand. Das ging unter Kanzler Schröder (Gedöns) weiter, der politisch vollständig auf seine Agenda 2010 und außenpolitische Ziele fixiert war und die Tragweite der innenpolitischen Machenschaften völlig unterschätze, wenn es ihn überhaupt interessierte.

Für Deutschland war dies die Hoch-Zeit des parlamentarischen Feminismus und eine parteien-übergreifende, stille Koalition von Frauen zog ihr Ding durch. Eben diese Frauen beklagen heute auch, dass diese Frauen-Stammtische der Feministinnen aus den Parteien heute so nicht mehr existent wären. Insofern kann man der CDU oder der FDP nicht zugestehen, etwas für die Männer getan zu haben. Beachtet man dann noch die Unterstützung Heiner Geißlers oder Norbert Blüms zum Feminismus oder die von Guido Westerwelle, der Homo-Rechte mit den Frauenrechten mischte, wird klar, dass erst jetzt eine Chance besteht, dass männerfreundliche Politik in den nächsten zwei, drei Jahren ein Zeitfenster findet. Die Grünen und die SPD werden, wenn sie die nächste Regierung stellen sollten, nahtlos weitermachen, wo sie aufgehört haben und die Kräfte der CDU/CSU/FDP als Opposition hätten andere Sorgen als gerade Ungerechtigkeiten gegenüber Männern zu thematisieren


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