Spät kommt sie, doch sie kommt - Tata, tata, tata!
Hallo allerseits!
Folgender Artikel erschien heute in der deutschen Presse:
Zur Taufe läßt sie's rocken
„Liebste, wie schön, dich zur Welt zu bringen!“ Gianna Nannini (54) ist schwanger. Zeitgleich mit dem Baby kommt die neue CD.
Mitten im August war Gianna Nannini von Paparazzi ertappt worden: In einem Londoner Fachgeschäft suchte sie die Umstandskleidung aus. Nannini selbst verweigerte jeden Kommentar, aber ihr Land, befeuert vom Klatsch der Illustrierten, diskutierte und ereiferte sich um so mehr: Ihrem Lebensmotte getreu hatte Italiens erfolgreichste Rock- und Popsängerin schon wieder „alle Verbote gebrochen“. Mit 54 Jahren wollte sie Mutter werden! Ohne Mann, auch noch!
Aber hallo - was den sonst bei einer heutigen Frau!
Ein „Gewaltakt gegen die Natur“ sei das, Egoismus, übersteigerter Selbstbestimmungswahn, das Gegenteil wahrer Mutterschaft, drang es aus den Kommentarspalten der konservativ-katholischen Zeitungen. Und als ruchbar wurde, daß Nanninis Baby und ihre neue CD fast gleichzeitig das Licht der Welt erblicken sollten, schlossen die Beobachter: Es geht nur um's Geschäft.
Das tut's nicht selten auch bei No-Name-Müttern ...
Wie auch immer: Im achten Monat hat Gianna Nannini ihr Schweigen beendet. Seit diesem Mittwoch prangt sie mit dickem Bauch auf dem Titelblatt der Illustrierten „Vanity Fair“.
Siehe hier:
![[image]](http://content.promiflash.de/article-images/w500/gianna-nannini-auf-vanity-fair.jpg?r=3)
Und um die Provokation noch zu steigern, trägt sie ein T-Shirt mit der Aufschrift: „Gott ist eine Frau.“
Obwohl ich dies nicht zum ersten Mal lese: In diesem Zusammenhang bleibt mir der Kommentar im Halse stecken!
Im Inneren des Magazins schreibt Nannini einen Liebesbrief. An ihre Tochter. „Penelope will ich Dich nennen, weil Du so lange auf mich gewartet hast.“ Penelope also, wie die Frau des Odysseus, die 20 Jahre ihrem Heldengatten entgegenharrte. Enttäuschung über verunglückte frühere Schwangerschaften und anschwellendes Mutterglück mischen sicn zu schwülstigen Sätzen: „Du hast gewartet, bis ich bereit war. Dreimal war ich es nicht. Heute bin ich es. Nach dem tiefen Schmerz und dem Schock kommst Du nun an, Du, die größte Liebe meines Lebens.“
„Man zeigt schon das ganze Leben lang mit den Fingern auf mich“, schreibt Nannini, die früher gern erzählte, wie sie „sieben oder acht Männer zu gleichen Zeit gehabt“ und sexuelle Erfahrungen auch mit Frauen gesammelt hatte: „Mit den Frauen ist's oft komplizierter“. Vielleicht, sagt sie jetzt, habe sie ja manchen Irrtum begangen: „Aber wenn ich jetzt etwas weiß, dann das, daß Du alles bist, Penelope, nur kein Irrtum.“
Auf die in Italien heiß diskutierte Frage, wie sie zu ihrem Kind gekommen ist, geht Nannini mit keinem Wort ein, auf einen möglichen Lebenspartner ebensowenig. Den katholischen Kritikern wirft sie – die alte Rebellin gegen ihr eigenes Elternhaus – entgegen: „Familie ist zum Davonlaufen.“
Aber immerhin versucht sie eine Antwort darauf, warum sie erst jetzt „bereit“ ist: „Wer Kinder in die Welt setzen will, müßte eine Prüfung machen, die den Respekt vor dem Leben der anderen und vor ihrer Freiheit umfaßt. Fürs Auto braucht man einen Führerschein, sogar fürs Moped. Und auf Kinder will man mit weniger Verantwortungsgefühl losgehen?“
Was immer man sonst von Nannini und ihrer Handlungsweise hält:
Die Idee mit dem Führerschein ist bedenkenswert!
Total verunglückt in der deutschen Übersetzung:
Die Formulierung "auf Kinder losgehen" im Zusammenhang mit der Zeugung eines Wunschkindes Das italienische Originalzitat lautet:
«Io non capisco>, scrive, «come sia possibile che per guidare la macchina, o la barca, o anche il motorino serva un attestato di idoneità, e per essere genitori no. Si va forse incontro a minori responsabilità?
Ich habe diesbezüglich gerade eine italienische Ex-Kommilitonin angerufen und sie gefragt, wie sie den fett formatierten Satz versteht.
Es stellte sich heraus, daß der Autor des deutschen Zeitungsartikels höchstwahrscheinlich dem gleichen Irrtum aufgesessen ist wie ich:
"Minori" sind hier nicht die Kleinen, die Kinder, denen man sich mit nicht weniger Verantwortungsgefühl nähern sollte als dem Führerschein.
"Minori" bezieht sich als Adjektiv auf "responsabilità", und meine Gesprächspartnerin würde den Satz folgendermaßen übersetzen:
"Sollte man dieser Sache gegenüber (der Zeugung und Erziehung von Kindern) weniger Verantwortung zeigen?" [Hinzuzudenken: "als gegenüber dem Führerschein"]
Also nix mit "andare incontro a minori" = "auf die Kinder losgehen" (Wenn das stimmte, müßte es ja auch "ai[/u] minori" heißen).
Für alle, die der italienische Originaltext als Ganzer interessiert:
Sie selbst, sagt Nannini, habe jetzt diesen „Führerschein“: „Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, zu leben und zu lieben.“
Na denn!
Freie Entscheidung
Natürlich verteidigt sie „das Recht der Frau auf freie Entscheidung“, aber um die katholischen Kritiker zu beruhigen, fügt die Sängerin ein, Mutter zu werden, sei „kein Recht, sondern eine Verpflichtung“[/u].
Holla! Höre ich da hier etliche im Forum zustimmen?!
Auch hier ist übrigens das vollständige Zitat sehr interessant:
"Perché chi crede che essere genitore sia un diritto, e non un dovere, finisce per indottrinare i propri figli anziché educarli."
"Wer nämlich glaubt, daß die Elternschaft ein Recht sei, und nicht etwa eine Pflicht, wird schlußendlich seine eigenen Kinder indoktrinieren, anstatt sie zu erziehen."
Dieser Satz könnte und sollte - aus seinem Kontext herausgelöst - Anlaß zu lebhaften Diskussionen hier im Forum geben!
Auffallend häufig kommt bei Nannini die Wendung „Io e Te“ vor, „Ich und Du“. Für einen Liebesbrief ist das nichts Ungewöhnliches, aber „Io e Te“ heißt auch die neue CD, die im Januar erscheinen soll. „Ciao, Schatz“, schließt Gianna im Brief: „Wir werden tolle Sachen erleben, ich und du. Gott ist eine Frau. Das wirst du bald kapieren.
Das also ist es, was ein Kind als Erstes lernen soll?
Ich dachte, man soll seine Kinder nicht indoktrinieren (s. oben).
Und Ihr alle, dir Ihr mir nahesteht: Ich liebe Euch. Ich lade Euch zu meiner Rock-Taufe ein.“
"Ich liebe doch alle Menschen" meinte Mielke einst (das Zitat ist dann so in den Sprachgebrauch eingegangen, wie es nie gefallen ist, nämlich "Ich liebe euch doch alle").
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Spät kommt sie, doch sie kommt - Tata, tata, tata!
Kommt mir so`n bißchen vor wie so`ne italienische Nina Hagen - Also genau so abgedreht wie die Tussie. Nur das N.Hagen ihren Wurf schon vor dreißig Jahren, also zu Mutters Zeiten und nicht zu Großmutters Zeiten getätigt hat.
was meint sie eigentlich mit: „Du hast gewartet, bis ich bereit war. Dreimal war ich es nicht" Steht das dafür, daß sie in Ihrem Leben bereits drei Menschen ermordet hat??
Spät kommt sie, doch sie kommt - Tata, tata, tata!
Und ich hab schon gedacht, Spätgebärende seien die besseren Mütter...
Nina ist eine Schlagersängerin aus dem Osten, die im Westen zunächst zum Enfant terrible und dann zur Esoterik- Über-Mama mutierte...
Gianna begann ihre Gesangskarriere nachdem sie Philosophie studiert hatte.
Also, außer dass beide Frauen in ihrer Muttersprache singen, kann ich keine Gemeinsamkeiten erkennen
Spät kommt sie, doch sie kommt - Tata, tata, tata!
Und ich hab schon gedacht, Spätgebärende seien die besseren Mütter...
Nina ist eine Schlagersängerin aus dem Osten, die im Westen zunächst zum
Enfant terrible und dann zur Esoterik- Über-Mama mutierte...
Schlagersängerin trifft's wohl kaum.
Und auch ausbildungstechnisch schaut's bei Frau Hagen wohl besser aus.
Das die Macken in den letzten Jahren etwas schwerwiegender geworden sind steht auf einem anderen Blatt.
Gianna begann ihre Gesangskarriere nachdem sie Philosophie studiert
hatte.Also, außer dass beide Frauen in ihrer Muttersprache singen, kann ich
keine Gemeinsamkeiten erkennen
Spät kommt sie, doch sie kommt - Tata, tata, tata!
Na, bevor sie in den Westen gegangen ist, hat sie im Osten Schlager und Volkslieder gesungen, ganz brav mit Kopftüchlein und Klampfe...
Das Operngesanggetue ist etwas Autodidaktisches, jeder der etwas davon versteht, merkt das, deswegen hat sich ihre Stimme auch nicht bis ins Alter gehalten, schlechte Technik führt zur Überstrapazierung der Stimmbänder, Stimme wird brüchig...
Na, ist ja auch nicht so wichtig eigentlich und ich muss auch nicht ständig und immer Recht haben
Spät kommt sie, doch sie kommt - Tata, tata, tata!
"Schlagersängerin trifft's wohl kaum."
- Doch, klar: http://www.myvideo.de/watch/6256354/Nina_Hagen_Du_hast_den_Farbfilm_vergessen
--
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Kann es sein, dass wir beide in Wien studiert haben? Am "Dolmetschinstitut"?
Kollegialer (?) Gruß
georg
Spät kommt sie, doch sie kommt - Tata, tata, tata!
Hallo Georg!
Kann es sein, dass wir beide in Wien studiert haben? Am
"Dolmetschinstitut"?
Kollegialer (?) Grußgeorg
Nicht ganz:
Ich habe zwar auch an einem Dolmetscherinstitut studiert, aber nicht in Wien, sondern am Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim.
Welche Sprachen hast Du studiert?
Und wie hast Du eruiert, daß wir dasselbe Studienfach haben?
Herzliche kollegiale Grüße von
Ekki
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Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.