PETA. Nach den Frauenrechtlerinnen die Tierrechtler.
Es fing an mit dem Humanismus, dem Klassensieg der Atheisten über die gottgläubigen Menschen. Daß der Humanismus sich selbst ein freundliches Etikett verliehen hat, ähnlich wie später der Feminismus - die Sozialingenieure kämpfen ja immer für das Gute - sollte klar sein. (Dumm, wer darauf reinfällt.) Es folgte die Französische Revolution mit ihren Idealen der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - und den unvorstellbaren Greueln, ohne die sich die "bessere" Welt nicht durchsetzen läßt..
Was kommt nach den Klassenkämpfen der Menschenklassen? Der Klassenkampf zwischen Tier und Mensch!
Wer Menschen, egal ob geistig gesund oder nicht, für grundsätzlich wertvoller hält, dem wirft Singer als „Speziezismus“ vor. Das Wort hat soll bewusst an „Rassismus“ erinnern. Denn aus seiner Sicht sind Tierrechte die Krönung eines historischen Befreiungsprozesses. Sie seien die konsequente Fortsetzung der Gleichstellung von Frauen und von Menschen mit anderer Hautfarbe, denen früher ja ebenfalls Rechte vorenthalten wurden.
Das Grundbuch der Tierrechtsbewegung, "Animal Liberation" von Peter Singer, erschien schon 1975 und hat bis heute eine riesige Verbreitung gefunden.
Heute ist die Organisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), die sich als Speerspitze der Tierrechtsbewegung versteht, größer und verfügt über mehr Geld als herkömmliche Tierschutzvereine.
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Tierrechtler lehnen die Sonderstellung des Menschen ab, die in der jüdischen und christlichen Tradition und auch unter fast allen Philosophen der Aufklärung Konsens war. Sie sind davon überzeugt, dass Tiere prinzipiell gleichwertig sind und Rechte auf Leben und Freiheit besitzen. In manchen Fällen – etwa bei geistig Schwerstbehinderten - gebietet Singers Philosophie sogar Tiere über Menschen zu stellen. „Es gibt mit Sicherheit einige Tiere“, schrieb er, „deren Leben, unter Berücksichtigung jeglicher Wertmaßstäbe, wertvoller ist als das Leben einiger Menschen“.
Doch damit nicht genug...
Singers Menschenaffen-Projekt ist, wie er selbst zugibt, nur ein erster Schritt zu umfassenden Rechten für alle Schmerz empfindenden Tiere. Er verspricht sich lediglich schnelleren Erfolg, wenn er seine Forderung zunächst auf Wesen beschränkt, die dem Menschen nah verwandt sind.
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Schweitzer hatte ein großes Herz für Tiere, war aber weit entfernt vom Gedanken einer Gleichstellung von Mensch und Tier. [...] Aus Singers Sicht ist das altes Denken, eine generöse Geste von „Sklavenhaltern“. Er möchte konsequenter sein, über den alten Humanismus hinausgehen – und versinkt in Inhumanität.
Nachzulesen hier. Der Artiekl ist nicht neu; er ist zwei Jahre alt. Doch ich möchte immer wieder mal den Blick für größere Zusamenhänge öffnen. Die Apokalypse (Enthülung, Offenbarung) beginnt etwa mit dem Humanismus, d.h. Ablösung Gottes durch den Menschen, und sie endet mit der Ablösung des Menschen durch das Tier.
Der Feminismus ist lediglich eine Zwischenstation mit unscharfen Grenzen.
trel