Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gleichberechtigung Gleichstellung Bevorteilung

Informator, Wednesday, 17.11.2010, 21:51 (vor 5537 Tagen) @ phaidros ohne 1 log

Aber auch dieser Autor macht grundlegende Fehler:

Sie waren nicht gleich_berechtigt.

Hauptgrund war eine christlich-konservative Kultur*, die wegen eines
Buches, das vor etwas weniger als zweitausend Jahren von Menschen
geschrieben wurde, meinte, Männer hätten laut göttlichem Auftrag (obwohl
das Buch von Menschen geschrieben wurde, galt es als das Wort "Gottes") das
Bestimmungsrecht über Frauen.

Auch da, wo dieses Buch (er meint die Bibel) nicht gültig war, also im islamischen Bereich sowie im Fernen Osten, hatten Männer das Bestimmungsrecht über Frauen. Grund war also nicht ein bestimmtes Buch, sondern die gesunde Intuition des Menschen, die heute, ausgehend von intellektuellen Kreisen einer dekadenten Gesellschaft, in den Verfall geraten ist.

Der Autor betont ja selbst, daß das Buch von Menschen geschrieben ist. Er will damit, und auch durch die Setzung von Gott in Anführungszeichen, aussagen, daß es einer göttlichen Inspiration nicht bedurfte.

Egal also, ob es Gottes Wille war (was ich allerdings glaube), oder des Menschen ursprüngliches und natürliches Fühlen: Die Frau ist dem Manne natürlicherweise untertan. Rechte, die sie nie gehabt hat, mußten ihr auch nicht erst entzogen werden. Jetzt hat sie Rechte bekommen, die sie nie gekannt hat. Und wir sehen, daß das nicht gut geht.

Es ist eine merkwürdig naive Hoffnung aller Linksideolologen, daß die betreffende Ideologie, hier: die des aufzuhebenden geschlechtlichen Klassenwiderspruchs, im Falle katastrophaler Entwicklungen nur Kinderkrankheiten durchmache.

Die Begriffe Gleichberechtigung und Gleichstellung sind in einem noch höheren Maße problematisch, als hier dargestellt wurde. Anscheinend merkt keiner, daß es sich um eine Wiederholung der marxistischen Klassenkampftheorie handelt. Es gibt natürliche Dispositionen zu Klassenunterschieden, sei es die soziale Schicht, die Rasse, oder das Geschlecht.

Idealerweise werden diese Klassenunterschiede dann verrechtlicht. Das gibt einer Gesellschaft Struktur. Man kann diese Verrechtlichung unter dem Vorwand, es handle sich um Unterdrückung, aufheben; man kann sie umkehren ("Diktatur des Proletariats"; positive Diskriminierung"); aber die zugrundeliegende Disposition des Menschen wird man dadurch nicht los.

An der Bahnschranke gibt es die Bevorrechtigung des Lokführers gegenüber dem Kraftwagenlenker. In der Familie gibt es die natürliche Bevorrechtigung des Mannes gegenüber der Frau. Der wesentliche Unterschied bei der Nichtbefolgung ist, daß es an der Bahnschranke sofort kracht, in der Familie aber die Situation derjenigen des Frosches gleicht, welcher, in dem erhitzten Wasserbade sitzend, stirbt, bevor er sich der tödlichen Wirkung bewußt wird.

trel


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