Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

t @, Monday, 15.11.2010, 18:23 (vor 5539 Tagen)

Gut geschriebener Artikel, der natürlich sofort geentert wird von Frau Groll

Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

Nur so, Monday, 15.11.2010, 19:13 (vor 5539 Tagen) @ t

Ganz allgeimein: Was ist eigentlich passiert?
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Medienwelt plötzlich (seit ein paar Tagen, vielleicht Wochen) ihren streng feministischen Kurs zu verlassen scheint und so tut, als wären sie nie auf diesem Dampfer gesessen.
Oder nehme ich das falsch wahr?

Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

Cardillac, Monday, 15.11.2010, 19:45 (vor 5539 Tagen) @ Nur so

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Medienwelt plötzlich (seit ein
paar Tagen, vielleicht Wochen) ihren streng feministischen Kurs zu
verlassen scheint und so tut, als wären sie nie auf diesem Dampfer
gesessen.
Oder nehme ich das falsch wahr?

Fällt mir auch auf. Möglicherweise haben Trend-Scouts die Stimmmung in Foren und auf blogs analysiert, ausgewertet und als Frühwarnsignal, das auf einen neuen Trend hindeutet, erkannt. Wer diesen früh aufgreift, hat einen Distinktionsvorteil gegenüber den Medienkonkurrenten. Auch das Verhalten von der Schröder halte ich nicht für naiv, sondern wohlkalkuliert. Wenn man jetzt die Benachteiligung von Männern thematisiert, löst das keine Lachsalven mehr aus, sondern ängstliche und plumpe Abwehrreflexe, die (z.B. M. Haaf aktuell) schon fast hilflos wirken.
Wenn der Feminismus weggespült wird, dann wird es ohne massive Kollateralschäden nicht abgehen. Das dürfte noch lustig werden

Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

Holger, Monday, 15.11.2010, 21:02 (vor 5539 Tagen) @ t

Gut geschriebener Artikel, der natürlich sofort geentert wird von Frau Groll

Gut würd' ich ihn nicht nennen: da ist es wieder, das fantasierte old boys network. Immerhin fiel dem Schreiberling auf, daß zuerst das Geschlecht kommt und erst dann die Qualifikation, ansonsten eher harmloses Artikelchen. Einen hübschen Lapsus hat er auch gebracht, indem er auf die schlichte Tatsache verwies, daß es volkswirtschaftlich irrelevant sei, wenn Frauen bevorzugt werden oder nicht: ich fürchte, das ist katastrophal falsch.
Wir werden in wenigen Jahren die Konzerne sehen, die jetzt sich die wenigen Ingenieurinnen holen und dann in härtester Konkurrenz zu Chinesen stehen. Mein Aktiendepot schichte ich so allmählich um, gerade wegen der Frauenpower. Seit sie die Medizin dominieren, ist der Ärztebedarf ins Unendliche gestiegen- jahrein jahraus sich als Landarzt mit Dauerdienst den Arsch aufzureißen ist weibliche Sache nicht unbedingt. Und- wollen wir eine durchweg weibliche Lehrerschaft als Erfolgsmodell bezeichnen? Geradezu dankbar waren auch die Fluggäste des Flight 1549 am 16.1.09, als ein Mr. Sullenberger am Steuerknüppel saß und nicht eine inoffizielle Quotenfotze, von denen es auch bei den Airlines inzwischen wimmelt. Das da: http://www.liveleak.com/view?i=ddb_1204404185 hat eine KopilotIN hingelegt. und der Mr. Captain hat es bekanntermaßen notfallmäßig zurechtgebogen. Allein der Umstand, daß er die Tussi den Anflug machen ließ- dafür gehören ihm ein paar schallende Ohrfeigen.
Bei KLM sind sie besser, weil nicht so gendermäßig drauf: St Marteen wird nur von erfahrenen PilotEN angeflogen, erkennbar eine Herausforderung: http://www.youtube.com/watch?v=zAfQwDizpRo

Die 'Zeit' ist seit Jahren das Flaggschiff des linksfeministischen Diskurses. Und da darf mal auch ein devotes (es springt ins Auge!)Köterlein an die Hausecke pinkeln.
NICHT überrascht hat mich die Mitteilung, daß überwiegend MÄNNLICHE Schreiberlinge da zugange sind: Der FEMINIST ist ein viel schrecklicherer Kretin als irgend eine Feuchtgebietetussi. So leid es mir tut- unsere Aufmerksamkeit müssen wir vor allem auf sie richten und sie später GNADENLOS abstrafen. Diesem 'Zeit'- Kerlchen würde ich jedenfalls gerne persönlich die Eier abmachen.

Das Kerlchen hat ganz unbedarft ausgeplaudert wohin die Reise geht mit der fortschreitenden Durchfeminisierung: in den Braindrain.
Als weitgereister Mensch habe ich die Gelegenheit gehabt, von den Hundertschaften in diversen Krisen entsorgten VW- Ingenieuren Kenntnis zu nehmen, die jetzt beim VW- Partner in China einen Golf III zusammenschrauben, der auf dem hiesigen Markt preislich bald alles in den Boden stampfen wird- billig UND gut- das ist die Devise. Die Edelkarossentransportschiffe nach Shanghai brauchen bald nicht mehr leer zurückfahren.
Im Dritte- Welt- Land Indonesien gibt es Hunderte deutscher Ingenieure- zumindest im E- Technikbereich sind sie maßgeblich dafür verantwortlich, daß die Aktienkurse explodieren. Ihre Verbundenheit mit der 'Heimat' ist allerdings spärlich- erinnert sich niemand an 'Expat' der hier ab und an postet?

Das Artikelchen eines Leichtgewichts als gut zu bezeichnen, zeugt schon von einer gewissen geistigen Verlottertheit. Ein Fürzchen im Mainstream. Nichts weiter.
Hurra schreien, wenn Rosinante gebläht hat, bringt nicht weiter

Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

Fräger, Monday, 15.11.2010, 21:13 (vor 5539 Tagen) @ Nur so

Ganz allgeimein: Was ist eigentlich passiert?
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Medienwelt plötzlich (seit ein
paar Tagen, vielleicht Wochen) ihren streng feministischen Kurs zu
verlassen scheint und so tut, als wären sie nie auf diesem Dampfer
gesessen.
Oder nehme ich das falsch wahr?

Die Deutschen Konservativen geht der Arsch auf Grundeis aus Angst das ihnen das Stammwählerschaft wegrennt. Deswegen werden jetzt erstmal die niedrig hängenden Früchte wie Leitkulturmasturbation und Feminismusbashing abgepflückt. Was sollen sie nach Banken, Klima und Atom und Stuttgard21 debakel auch sonst machen? Rechtspopulistische Hetze gegen Minderheiten (Moslems in Holland, Farbige und Sinti/Roma in Frankreich und Italien) um das Stammtisch-Wahlviech zusammenzutreiben geht in Deutschland (glücklicherweise) nicht, ohne das es gleich braun riecht

Nette Kritik

t @, Monday, 15.11.2010, 21:40 (vor 5539 Tagen) @ Holger

Aber sie geht am Text vorbei.

"doch solange es auch nur einen Arbeitslosen mit Ausbildung oder Hochschulstudium gibt, muss die Devise gelten: Dem Besten oder der Besten gebührt der Job, alles andere ist eine Vergeudung von Talenten – und schadet am Ende allen. Auch den Frauen."

Das ist nicht der kritisierte Lapsus.

"Einen hübschen Lapsus hat er auch gebracht, indem er auf die schlichte Tatsache verwies, daß es volkswirtschaftlich irrelevant sei, wenn Frauen bevorzugt werden oder nicht: ich fürchte, das ist katastrophal falsch."

Wo bitte schreibt er, eine Bevorzugung von Frauen sei Volkswirtschaftlich irrelevant?

Ach ja, nett ist die kleine Schwester von scheiße

Nette Kritik

Holger, Monday, 15.11.2010, 21:53 (vor 5539 Tagen) @ t

Übereuphorische Dödel zu kritisieren, ist Pflicht.
Narzißtische Gekränktheit nehme ich dabei in Kauf. So wird's jedenfalls nichts mit der Revolution gegen das Feminat

Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

Holger, Monday, 15.11.2010, 22:02 (vor 5539 Tagen) @ Nur so

Ganz allgeimein: Was ist eigentlich passiert?
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Medienwelt plötzlich (seit ein
paar Tagen, vielleicht Wochen) ihren streng feministischen Kurs zu
verlassen scheint und so tut, als wären sie nie auf diesem Dampfer
gesessen.
Oder nehme ich das falsch wahr?

Hast Du richtig geargwöhnt.
Nichts ist passiert, außer ein kleines Hündchen bei der großen 'Zeitin' durfte ein kleines Fürzchen lassen. Mutti Groll hat ihm doch gleich heimgeigen dürfen und Kommentar- Kritiker wurden gleich oberlehrerhaft streng an die Zeit- Nettikette verwiesen.

Es ist nichts passiert. Kein Kurswechsel. Garnichts

Wenn sich Frau Groll schon genötigt sieht zu kommentieren

t @, Monday, 15.11.2010, 22:10 (vor 5539 Tagen) @ Holger

Dann scheint der Artikel doch den ein oder anderen wunden Punkt getroffen zu haben.

">Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt.« Und das werden sie – koste es, was es wolle."

Ich freue mich, wenn ich sowas auch mal in der Zeit lesen darf, und nicht nur hier

Wenn sich Frau Groll schon genötigt sieht zu kommentieren

Holger, Monday, 15.11.2010, 22:20 (vor 5539 Tagen) @ t

Ich freue mich, wenn ich sowas auch mal in der Zeit lesen darf, und nicht
nur hier

Die Freude sei Dir gegönnt und ist nachvollziehbar.
Hüte Dich aber davor, daraus irgend etwas positives abzuleiten.
Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt.
Und lies nicht soviel in der Zeitin. Ihr geistiger Nährwert übersteigt selten ihren Heizwert.
Am Besten überlegst Du Dir selbst, was Du willst

Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

blendlampe, Monday, 15.11.2010, 23:05 (vor 5539 Tagen) @ t

Gut geschriebener Artikel, der natürlich sofort geentert wird von Frau Groll

Sagen wir, einige gute Elemente. Daraus kann man aber trotzdem Positives ableiten. Denn die Häufigkeit und Dichte, mit der solche Artikel nun selbst in linken Blättern erscheinen, ist erstaunlich. Wir können daran schön beobachten, wie Meinungen zu Männern, die vormals absolut tabu waren, Stück für Stück diskussionswürdig und schliesslich Mainstream werden.

Dasselbe passiert momentan mit Vätern und dem, was ihnen nach Trennungen angetan wird. Da ist Bewegung drin, immer mehr kleine Schritte und immer mehr Pressebeiträge, die die Wahrheit nicht mehr verschweigen. Aus Sicht des Zustandes, wie er eigentlich sein sollte, ist das alles lächerlich wenig. Aus Sicht des Zustandes vor fünf Jahren ist das enorm viel

Zeit-Artikel zur Männerbenachteiligung beim Berufseinstieg, Tino Groll entert Kommentare

reinecke54, Monday, 15.11.2010, 23:48 (vor 5539 Tagen) @ Holger

Und da darf mal auch ein devotes (es springt ins
Auge!)Köterlein an die Hausecke pinkeln.

Das sehe ich erheblich optimistischer. Da sollte ein pudel apportieren, hat aber ein wenig gebissen. Und Frauchen Groll hat geheult. Vielleicht ist das ein anfang: dass pudel zu kampfhunden werden. Die Femi-Mafia zeigt schon nerven, und das ist wahrscheinlich nicht gespielt

Arne Hoffmann hat den Artikel auch kommentiert:

Info, Tuesday, 16.11.2010, 09:41 (vor 5539 Tagen) @ t

Man merkt dem Artikel an, dass sich sein Verfasser so weit vorwagte, wie es ihm unter ständigem Selbstgegeißel wegen seiner Geschlechtszugehörigkeit ("das mag jetzt chauvinistisch klingen") möglich schien. [....] Mal schauen, wie sich das in den nächsten Jahren noch entwickelt. Vielleicht traut sich auch ein "Zeit"-Journalist irgendwann, mit Frauen auf Augenhöhe zu diskutieren.

Hinter seinem Schreibtisch

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