Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kritik der Männerarbeit der EKD am Hamburger Grundsatzprogramm der SPD

Floh @, Monday, 15.11.2010, 02:21 (vor 5540 Tagen)

Schon älter, gefunden bei http://www.maenner-online.de/html/pmspd.html

„Männerarbeit fordert würdige und ernsthafte politische Auseinandersetzung im Wahlkampf - auch in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit!

Kritik am Hamburger Grundsatzprogramm der SPD

Im Hinblick auf die anstehenden politischen Auseinandersetzungen in den Wahlkämpfen der Länder und des Bundes kritisiert die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland die Aussage im Hamburger Grundsatzprogramm der SPD: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden." Der Satz widerspreche radikal der im Programm selbst eingeforderten Gleichstellung der Geschlechter. Er verwende einen undifferenzierten Begriff von Männlichkeit und werte Männer in ihrer geschlechtlichen Identität generell ab.

In einem Brief an den SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, das Partei-Präsidium und den Vorstand der Bundestagsfraktion fordern die Vorsitzenden der Männerarbeit der EKD, Pfr. Heinz-Georg Ackermeier und Dr. Helmut Eiteneyer, sowie der Hauptgeschäftsführer, Martin Rosowski, dazu auf, die Erkenntnisse der Genderdiskussion wahrzunehmen und die Formulierung öffentlich richtig zu stellen.

Als einer der größten Männerverbände in Deutschland stellen wir fest, dass mit diesem Satz entgegen allen wissenschaftlichen Befunden „Männlichkeit“ schlechthin und damit Männer in ihrer geschlechtlichen Identität generell abgewertet und diskreditiert werden“, heißt es im Schreiben der Männerarbeit. „Den“ Mann schlechthin gäbe es nicht mehr. „Die grundsätzliche Verurteilung ‚des’ Männlichen“, so der Brief, „trägt dazu bei, jegliche männliche Identitätsentwicklung, auch eine, die von der tradierten Form abweicht, abzuwerten und zu behindern.“

Es sei nicht zu bestreiten, dass es bis heute patriarchale Männlichkeitsvorstellungen gäbe, die Frauen und Männer in der freien Wahl individueller Lebensentwürfe beeinträchtigten. Dies sei allerdings nicht mit Männlichkeit schlechthin gleichzusetzen. Familienpolitik und Gender Mainstreaming erforderten ein Emanzipationsbündnis gendersensibler und politisch aufgeklärter Männer und Frauen.

Kassel, 11.02.2008


Gruß
Flohgast


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