Kleine Alltagsbegebenheit - aber sooooo typisch
In der vergangenen Woche hatte ich mich wieder einmal mit einem alten Schulfreund getroffen, mit dem ich zusammen auf einer Wirtschaftsschule hier in Österreich gewesen war und zu dem ich nach wie vor Kontakt habe.
Wir gingen zunächst in eine der städtischen Bibliotheken, weil mein Schulfreund ein ganz bestimmtes Buch für seinen Beruf brauchte.
Hier muss ich einschieben, dass er bis vor einiger Zeit eine etwas turbulente "Sie-küssten-und-sie-schlugen-sich"-Beziehung mit einer psychisch etwas instabilen Frau geführt hatte. Diese Frau war während eines Streits mal mit einer Schere auf ihn losgegangen und hatte ihn damit verletzt. Es war keine allzu ernsthafte Verletzung, nachdem die Wunde im Krankenhaus genäht worden war, konnte er gleich wieder nach Hause entlassen werden. Aber unangenehm ist so etwas freilich trotzdem. Seitdem hat mein Freund - verständlicherweise - eine Phobie vor Scheren; er bekommt Panik-Attacken, wenn er unvorbereitet irgendwo eine Schere liegen sieht. (Er hat mir sogar schon mal erzählt, er hätte mal einen Alptraum gehabt, in dem er in der freien Natur war und wo sich aus einer Wolkenformation am Himmel plötzlich eine riesige Schere gebildet hatte, die ihm den Kopf abschneiden wollte.)
Wieder zurück zur Bibliothek. Mein Freund hatte das Buch gefunden, das er brauchte, wir gehen zur Kasse. Dort lag auf dem Tisch - eine ziemlich große Schere.
Ich merke, wie bei ihm der Panikanfall beginnt. Er starrt unentwegt auf den Gegenstand, Schweiß tritt ihm auf die Stirn, seine Lippen beginnen zu beben.
Trotzdem sagt er noch relativ gefasst zu der Angestellten hinterm Tresen in seinem gepflegten Hochdeutsch: "Verzeihung, könnten Sie bitte die Schere weglegen?"
Die Frau mustert ihn erst einmal eine ganze Weile sehr abschätzig von oben bis unten. Dann kommt es in äußerst (!) geringschätziger Tonart: "De Schahr bleibt doa! Oda mahn' S' vülleicht, mia woin eahna woas oaschneidn?" (Die Schere bleibt da. Oder meinen Sie vielleicht, wir wollen Ihnen was abschneiden?)
Dann dreht sie sich zu ihrer Kollegin und meint zu ihr: "Der Mensch is iagndwie komisch!" Was ja auch nicht unbedingt höflich ist, über anwesende Personen so zu sprechen, als ob sie nicht anwesend wären.
Im Herausgehen hört man mich dann laut poltern: "Das wird ein Nachspiel haben!!!"
Dazu abschließend ein wirklich geniales Zitat unseres Mitstreiters Manifold:
"(…) Wieder diese Penisfixiertheit. Jedes Mal, wenn eine Feministin irgendwo in Europa an Pimmel denkt, sollte auf so einer großen Weltkarte ein Lichtchen aufblinken. Ich wette mit euch, Europa wäre feurig hell ob all dem Blendwerk. Schließlich erinnert sie das männliche Glied auf ewig daran, was sie insgeheim so gerne wären, aber niemals sein können."
(Quelle: http://sonsofperseus.blogspot.com/2010/06/wut-hass-und-drohungen-aber-keine.html, 16. Juni 2010)
Gruß, Kurti
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Kurti,
14.11.2010, 03:15
- Frauen sind komplett auf Schwänze fixiert - FeministInnen leiden unter aktuem Schwanzneid
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Schwanzmann,
14.11.2010, 03:26
- Kleine Alltagsbegebenheit - aber sooooo typisch -
der_quixote,
14.11.2010, 07:18
- Kleine Alltagsbegebenheit - aber sooooo typisch -
Kurti,
14.11.2010, 17:13
- Kleine Alltagsbegebenheit - aber sooooo typisch - DvB, 14.11.2010, 18:08
- Kleine Alltagsbegebenheit - aber sooooo typisch -
Kurti,
14.11.2010, 17:13
- Kleine Alltagsbegebenheit - aber sooooo typisch - Imageberater, 14.11.2010, 08:11
- Kleine Alltagsbegebenheit - aber sooooo typisch - Tätiger, 14.11.2010, 11:49
- So sindse, die Sozial-Kompetenzlerinnen (kT)
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Das Edle Schnabeltier,
14.11.2010, 14:01
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