Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Parabel der Gleichberechtigung

Robin Hood, Thursday, 11.11.2010, 22:47 (vor 5543 Tagen)

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war ziemlich langweilig. Es beobachtete schon eine ganze Zeit ein paar große Jungen, die Wettlaufen spielten. Schließlich faßte es sich ein Herz und ging zu den Jungs, um sie zu fragen, ob sie mitspielen dürfe.

Die großen Jungs sagten "Dafür bist du doch viel zu klein, du kannst das doch gar nicht." Doch das kleine Mädchen meinte, es könne das ganz genauso gut wie die großen Jungs - oder sogar besser. Und als es gar nicht aufhören wollte, willigten die großen Jungs schließlich ein und ließen das kleine Mädchen mitspielen.

Der erste Wettlauf fand statt - und das kleine Mädchen verlor. Weit nach dem letzten großen Jungen kam es ins Ziel. Da schimpfte das kleine Mädchen und sagte, es sei eben gestolpert. Beim nächsten Lauf aber werde es den großen Jungs es schon zeigen.

Beim zweiten Wettlauf kam das kleine Mädchen mit noch größerem Abstand ins Ziel. Da wurde das kleine Mädchen zornig, es weinte und stampfte mit den Füßchen auf. Und weil die großen Jungs ein kleines, niedliches, weinendes Mädchen nicht gut sehen konnten, schlugen sie schließlich vor, dem kleinen Mädchen beim nächsten Lauf einen großen Vorsprung zu geben. Da beruhigte sich das kleine Mädchen langsam.

Doch auch der große Vorsprung nützte dem kleinen Mädchen nicht viel. Beim dritten Wettlauf wurde es von allen Jungs überholt - und kam wieder als Letzte ins Ziel. Jetzt war das kleine Mädchen noch viel wütender. Und weil es nicht einsehen wollte, daß es einfach nur kleiner und schwächer war und deshalb immer verlor, behauptete es nun unter bitteren Tränen, daß die großen Jungs ihm Beine gestellt und es an ihrem T-Shirt gezogen hatten. Wer kleine und große Mädchen kennt, der kennt sowas sicher.

Die großen Jungs schauten sich an, doch keiner hatte etwas gesehen. Jeder verdächtigte den anderen, denn das kleine Mädchen nicht die Wahrheit sagen könnte, kam ihnen nicht in den Sinn. Die Tränen waren doch echt!

Schließlich beschlossen die großen Jungs also, daß einer von ihnen nicht mehr mitlaufen und stattdessen darauf achtgeben würde, daß niemand dem kleinen Mädchen Beine stellt oder es am T-Shirt zottelt. Den großen Vorsprung bekam das kleine Mädchen natürlich abermals.

Es folgte der vierte Wettlauf. Das kleine Mädchen startete mit großem Vorsprung, ein Junge paßte ganz genau auf, daß es beim Lauf nicht behindert würde. Alle großen Jungs überholten das kleine Mädchen, keiner faßte es an oder stellte ihm Beine, und das kleine Mädchen kam wieder als Letzte ins Ziel. Da war das kleine Mädchen noch viel wütender, und nun sagte es, einer der großen Jungs habe sie so behindert, daß es der Schiedsrichter nicht sehen konnte. Und daß der Schiedsrichter es gar nicht sehen wollte, weil er ja zu den anderen Jungs halte.

Nun wurden aber auch die großen Jungs allmählich etwas zornig. Sie hatten dem kleinen Mädchen zuliebe alles getan, was es verlangt hatte. Sie hatten sogar sich gegenseitig verdächtigt, und um ein Haar hätten sie sich sogar geprügelt und böse verstritten. Da wurde ihnen klar, daß es schon lange gar nicht mehr um ihr Spiel ging, sondern sich alles nur noch um das kleine Mädchen drehte. Und es wurde ihnen auch klar, woran das lag.

So taten sie das einzig Richtige - und ignorierten fürderhin das Gejammere und Geheule des kleinen Mädchens. Sie machten ihre Wettläufe, das kleine Mädchen durfte mitlaufen, wenn es wollte, aber nach gleichen Regeln, es durfte zuschauen, wenn es wollte, oder es durfte schmollend nach Hause gehen. Aber streiten und sich gegeneinander ausspielen lassen - das wollten sie nie mehr tun.

Und wenn sie nicht gestorben sind..

Quelle? (n.t.)

Hosenschisser, Friday, 12.11.2010, 06:43 (vor 5542 Tagen) @ Robin Hood

- kein Text -

Das kleine Mädchen und der Wettlauf !!

Finder, Friday, 12.11.2010, 12:51 (vor 5542 Tagen) @ Hosenschisser

Parabel der Gleichberechtigung

Roslin, Friday, 12.11.2010, 13:36 (vor 5542 Tagen) @ Robin Hood

Ein gewisser delta 058 hat im SPON-Forum die Geschichte ein wenig umformuliert.
Da ist sie noch realistischer.

"Hübsche Geschichte leider nur mit einem gewaltigen Haken.

Nicht die Vernunft siegte sondern das kleine verzogene Mädchen. Es rannte zu allen Möglichen Erwachsen und heulte und jammerte, bis diese entweder aus Mitleid oder um Ruhe zu haben seinen Willen bekam. Die Jungs mussten den Mädchen soviel Vorsprung lassen das es immer Gewann. Zuerst beim 100 Meterlauf, dann bei 200, dann bei 1000, dann 5000 und schließlich auch beim 10000 Meterlauf. Das Murren der Jungs über diese Ungerechtigkeit war leicht zu ertragen, die Jungs murrten ja leise, nicht so wie verzogene Gören und eine Zeit lang ging ja sonst alles gut.

Aber so nach und nach schnitt die Schule bei Wettkämpfen immer miserabler ab, das schreckte die Lehrer schon auf, aber man wollte nicht die inzwischen zahlreichen Behinderungen der Jungs aufheben weil sonst wieder die verzogenen Gören anfangen zu heulen. Also sollten die anderen Schulen es genauso machen, da sklappte auch ei vielen aber nicht bei allen, so blieb der Schaden weiterhin offentsichlich. Eine Idee musste her.

Die Jungs sollten jetzt einfach wieder richtig hart trainieren und kämpfen, die Lorbeeren und Siegestrophäen aber den Mädchen überlassen. Das brachte einige Fässer zum überlaufen, wer von den Jungs konnte verließ die Schule oder verweigerte einfach jede Leistung, einige sogar jede Höflickeit gegenüber allen Mädchen.

Von denen bekamen sowieso immer mehr das gespannte Verhältnis zu spüren, auch weil ohne die ohne die Wettkampfprämien die Schule immer weniger Geld für das Schulleben erhielt.
"Wir haben doch nichts getan, wir unterstützen das verzogene mädchen ja auch nicht," jammerten sie. "Wir waren immer fair zu euch und haben die Privelegien nicht immer in Anspruch genommen, aber jetzt merkt man das ihr genau so seid, wie das kleine verzogene Mädchen euch beschrieb."

"Stimmt", antworteten die Jungs, "jetzt sind wir so, weil wir dazu gemacht wurden, und weil ihr nichts getan habt, als es anfing und nichts tatet als es immer schlimmer für uns wurde, warum auch Euch betraf es ja nicht im Gegenteil, ihr profitiertet und nicht alles war Euch unangenehm. Jetzt wo ihr die Folgen seht weißt ihr natürlich jede verantwortung von Euch. Aber damit das Schechte siegt reicht es nun mal aus wenn das Gute schweigt."

Quelle

Sehr schön,........

Finder, Friday, 12.11.2010, 14:18 (vor 5542 Tagen) @ Roslin

......weil in beiden Geschichten ein grosses Stück Wahrheit steckt

Parabel der Gleichberechtigung

MC Henrich ⌂, Saturday, 13.11.2010, 01:57 (vor 5542 Tagen) @ Robin Hood

Jetzt auch in der Wikimannia!

--
Feminismus ist Beschissmus!
Maskulismus oder Schluss!
Schreibt mit auf WikiMANNia!

powered by my little forum