Spiegelin wird zum Spiegel(?), II
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Einige Vertreter des alten Feminismus leben ganz gut von der These, dass Frauen immer und überall benachteiligt sind. In Parteien, Gewerkschaften und Verbänden sitzen Gleichstellungsbeauftragte - die in Wirklichkeit Frauenbeauftragte sind - und die darauf ihren Lebensunterhalt gründen. Sie fühlen sich angegriffen, wenn Schröder darauf hinweist, dass die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern auch mit den Berufswünschen der Frauen zu tun haben. Und das ruft dann die entsprechende Reaktion bei den parlamentarischen Interessenvertretern der Gleichstellungsbranche hervor. Dass diese Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft geringer sind als angenommen, dass Schröder möglicherweise recht hat, passt nicht ins Weltbild.
Natürlich gibt es nach wie vor Ungerechtigkeiten, darauf weist auch Schröder hin. Als ungerecht gilt vielen allerdings nur, wenn Mädchen und Frauen benachteiligt werden. Wenn Jungen im Erziehungswesen abgehängt werden, dann empört sich kaum jemand von denen, die angeblich Gleichbehandlung wollen. Groß ist die Empörung allerdings darüber, dass Schröder ankündigt, für diese Jungen etwas tun zu wollen.
Vielleicht führt die Debatte um die Aussagen der Familienministerin dazu, dass die Diskussion über diese Themen versachlicht und endgültig aus der Ideologieecke herausgeholt wird.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,728363,00.html
Antwort im SPON-Forum: Quote hat nicht geklappt in Norwegen
Aus dem dazu gehörigen Forum:
Beitrag von Zitat von gilowyn
Aber was will man von einem maennlichen Kommentar zu diesem Thema schon halten?
Länder wie Norwegen schaffen es ja auch, sehr erfolgreiche Frauenquoten gesetzlich umzusetzen. Und den Unternehmen hat es nicht geschadet.
Antwort von neoptolemos
Ach nein?
Hier nochmal die Fakten,
Hier ist das Ergebnis:
Betroffene Unternehmen 2002 : 640
Betroffene Unternehmen am 27.Sept. 2010: 357
Die übrigen Unternehmen haben die Rechtsform geändert.
In einer Untersuchung gaben 1/3 der befragten Eigentümer zu, dass sie aufgrund des Quotenzwangs gehandelt hätten.
Quelle:
http://epn.dk/samfund/arbmarked/article2214140.ece
und für die, die kein Dänisch können die Google- Übersetzung
http://translate.google.com/translat...40.ece&act=url
Ende Beitrag http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=6593433&postcount=25
Immer gut zu wissen