Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Homosexualität und Päderastie im (Kultur-)Vergleich. Hintergründe.

Informator, Wednesday, 10.11.2010, 16:54 (vor 5544 Tagen)

Ist das nicht auffällig:

o Bei den alten Griechen war Homosexualität zwischen reifen Männern nicht geachtet, wohl aber die Liebe reifer Männer zu jungen Männern. Die galt als geradezu erstrebenswert, weil pädagogisch wertvoll. Als Sokrates wegen Verführung der Jugend zum Tode verurteilt wurde, da war ihm keineswegs eine sexuelle Verführung zur Last gelegt worden.

o Heute ist es genau umgekehrt: Homosexualität unter Erwachsenen gilt als förderungswürdig, weil vorbildlich. Wer "Heilung" anbietet, wird diskriminiert. - Dagegen wird Päderastie mit äußerster Konsequenz (stellenweise sogar Hysterie) verfolgt. Ihr wird jeder pädagogische Wert abgesprochen.

Was ist der Grund hierfür?

Nun, der Grund liegt keineswegs im sexuellen Bereich selbst. Es geht um die Zerschlagung der hierachischen Weltordnung und der Hochkultur; um die Einebnung des verschieden Hohen; um den Austausch der Vaterreligion gegen die Mutterreligion.

Die altgriechische Päderastie war ja hierarchisch und auf Kultur-Förderung angelegt in ihrer ergänzenden Bezogenheit zwischen altem und jungem Mann. Der Sex mit Frauen war deswegen die zweite Wahl, weil Frauen als nicht förderungsfähig erkannt wurden. Allerdings ist es wohl nicht richtig, die damalige Päderastie als Ausdruck von Frauenfeindlichkeit zu verstehen. Wirklich weise Frauen wurden durchaus geachtet. Bestes Beispiel: Diotima in Platons "Gastmahl". Und Sappho, und andere.

Heute geht es darum, die Vertikale zu nivellieren. Das erklärt, warum Männer erniedrigt und Frauen erhöht werden, ebenso Erwachsene im Verhältnis zu Kindern (Kinder dürfen Erwachsene prügeln, umgekehrt nicht). Wir leben in einer "Diktatur des Relativismus", wie der Papst zurecht erklärte. Denn dieser Relativismus, diese Permissivität, wird diktiert, d.h. von Staats wegen belohnt bzw. bestraft. Das ist die Zivilreligion mit ihren staatlich besoldeten Priesterinnen und ihren männlichen Helfern.

Überhaupt erweist sich der Hintergrund der neuen Weltordnung zunehmend als religiös.

o Im Kommunismus wurde die Religion für irrelevant erklärt.

o Im nationalen Sozialismus unter Hitler wurden heidnisch-religiöse Momente eingeführt.

o Im Feminismus wuchert bereits eine breite heidnisch-religiöse Bewegung, welche die großen Kirchen weitgehend unterwandert und teilweise völlig umstrukturiert hat.

Die Zerschlagung der Hochreligion und ihr Ersatz durch die archaische Mutter-Erde-Religion ist also der gemeinsame Hintergrund aller totalitären Revolutionen des 20. Jahrhunderts. Der Feminismus ist nur eine Etappe, und zwar die gegenwärtig virulenteste, weil konsequenteste. Der Feminismus ist deswegen virulent, weil die neue (Zivil-)Religiosität ihm Raum gewährt hat. Das ist allerdings auch eine Wechselwirkung.

[img|right]http://mann-pass-auf.de/Bilder/MuttergottheitMalta.jpg[/img]

Vergleichen wir einmal diese Mutter- oder Erdgöttinnen mit den Christus-Statuen.

o Die Muttergöttinnen sind meist äußerst fett, "adipös", würden wir heute sagen. Oft werden sie als Liegende dargestellt. Sie vertreten ein Weltbild der Horizontale, des Hedonismus, des Genusses, der Harmonie, der Gleichheit und Spannungslosigkeit. Alles ist erlaubt, was "Spaß" macht. Zeit verläuft kreisförmig. Es gibt keine Verbesserung, für die zu kämpfen lohnt. Lust ist alles.

o Der Hochgott, sofern er überhaupt bildlich dargestellt werden darf - das gilt nur für Jesus Christus - erscheint hingegen aufrecht, selbst im Zustand des Leidens, also vor seiner "Auferstehung", und nach der Auferstehung erst recht. Immer ist er schlank und in der Spannung der Aufrechte. Er fordert - besser: bietet an - die Überwindung um den Preis des Leidens. Er kennt keinen Relativismus, vielmehr die Eine Wahrheit dessen, der außerhalb der Welt steht. Denn ebenso wie die Wissenschaft auf Voraussetzungen beruht, die nicht in ihr selbst liegen, so hat auch die Welt und das Leben einen Sinn, der nicht in ihnen selbst liegt. Lust ist nicht alles.

Die Hochreligion bezieht ihre Legitimation aus dem "Fall" in die Materie, in die Mutter. Um mutter-religiös zu werden, muß man sich einfach fallen lassen. Das aber ist zuerst lustig, und auf Dauer tödlich. Es gibt ja so keinen Fortschritt. Und Stillstand, das ist der Tod. Dagegen sprach der Gottessohn: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." So ist es:

o Weg statt Stillstand;

o Wahrheit statt Relativismus;

o Leben statt Parasitismus.

trel

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