Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Reflexionen zu Vergewaltigung und Demütigung anhand der "roten Hilde"

Informator, Tuesday, 09.11.2010, 21:31 (vor 5545 Tagen)

Es wurde hier letzter Zeit des öfteren über Vergewaltigung diskutiert - über ihre juristische Instrumentalisierung, um einen Ex-Liebhaber nachträglich zu ruinieren (Kachelmann); aber auch über die Frage, ob Frauen vergewaltigt werden mögen.

Natürlich wollen Frauen vergewaltigt und unterworfen werden - unter gewissen Bedingungen. Werden diese eingehalten, so macht ihnen das aus natürlichen Gründen mehr Spaß, als wenn die Vereinigung erst beredet werden muß (was aufgrund des neuen Gesetzes zum Schutz vor Vergewaltigung in der Ehe eigentlich nötig ist). Ohne Einhaltung der Bedingungen kann es aber auch demütigend wirken.

Was aber geht in Frauen vor, die - im übertragen Sinne - vergewaltigen und dabei bewußt demütigen?

In Hilde Benjamin (1902-1989), der "roten Hilde", begegnet uns eine hoch begabte Juristin, weltweit erste Justizministerin, und Strafrichterin. Als solche wirkte sie in der DDR. Bekannt geworden ist sie durch ihre Inszenierung von Schauprozessen, in denen sie auch Todesurteile fällte. Dabei versuchte sie, Zeugenaussagen zufolge, die Würde der Angeklagten zu zerstören. Das bedeutete ihr narzißtische Befriedigung.

[img|right]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b6/Fotothek_df_pk_0000213_012.jpg/385px-Fotothek_df_pk_0000213_012.jpg[/img]

Nun aber war sie, was ihre äußere Erscheinung betrifft - ich darf ja meinen Geschmack nicht verallgemeinern, aber - ich finde sie auf fast allen Fotos attraktiv, eventuell sogar sexy. Vgl. die Fotos in Wikimedia Commons. Und vielleicht auch aus diesem Grund kann oder konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß ihre Behandlung der Angeklagten von den gleichen Gefühlen begleitet waren, die auch die Vergewaltigung einer Frau durch den Mann begleiten.

Die Kompensation einer Notgeilheit kann es bei derart erfolgreichen und attraktiven Frauen nicht sein, vielmehr der Ausfluß einer Dekadenz, die auf das Erlebnis der Sinnleere nach erfolgter Sättigung beruht und zum Ausgleich immer neue Reize sucht. Warum sonst mußte sie, die höchste Auszeichnungen erhielt, sonst derart ihre Macht inszenieren?

Eine Vergewaltigung, die, wenn sie vom Manne ausgeht, widermenschlich sein kann, gleichwohl aber natürlich bleibt, ist bei der Frau nicht einmal mehr natürlich. Sondern obendrein pervers.

Wer das "geil" findet, ist auch pervers. Nun sind wir ja alle, wenn wir losgelassen, potentiell pervers (Freud hatte insofern bedingt recht). Aber man muß es nicht soweit kommen lassen, daß dies Gestalt annimmt. Ich staune über Männer, die offen über ihre lustvollen Erlebnisse in Bordellen oder beim Angucken von Filmen reden, in denen Männer durch Frauen gequält werden. Es mangelt ihnen an Selbstzucht.

Im Übrigen ist die "rote Hilde" kein Ausnahmefall; es gibt sogar Schlimmeres. Dazu ein Artikel von Ljiljana Radonic: Deutscher Feminismus und Antisemitismus. Nur ein Zitat:

Frauen als Täterinnen und Profiteurinnen im NS

Frauen haben sich im NS in unterschiedlicher Art und Weise rassistisch und antisemitisch betätigt. Mehrere Tausend Frauen arbeiteten als KZ-Aufseherinnen. Sie werden durchgehend als unvorstellbar sadistisch und grausam beschrieben und standen ihren männlichen Kollegen bei der Vernichtung hunderttausender Menschen in nichts nach - was die These von der friedfertigen Frau, die bloß für Aufseherinnendienste instrumentalisiert wurde, widerlegt. Innerhalb nur weniger Wochen und später auch Tage wurden Frauen zu jeder nur erdenklichen Grausamkeit bereit. Auch bei den völlig eigeninitiativen Todesmärschen und der Massenvernichtung in den KZ in der Endphase des NS-Regimes, als keine Befehle mehr von oben kamen, handelten die Aufseherinnen nach der antisemitischen Devise, noch möglichst viele Jüdinnen umzubringen.

Bemerkenswert, daß im NS kein, Differenz-, sondern Identitäts-Feminismus zum Tragen kam - was wiederum beweist, daß der Nationalsozialismus eine linke, und keine rechte Bewegung war:

Gabriela Walterspiel weist in ihrem Text "Das 'zweite Geschlecht' und das 'Dritte Reich'" auf das Bemühen des NS hin, alle Unterschiede innerhalb der Volksgemeinschaft zu nivellieren, und kommt zu dem Schluss, dass der NS bestrebt war, "den Gegensatz von Mann und Frau aufzuheben."25 Dies gelang durch die Vorstellung des absolut Negativen, der "Gegenrasse", die vernichtet werden muss, um sich selbst zu retten, weswegen alle angesichts dieser Bedrohung verschwindend geringen Interessensgegensätze versöhnt werden müssten. Der "als Führer personifizierte faschistische Souverän"26 enteignete die "Frauen ihrer Bewegung für die Gleichberechtigung als bürgerliche Subjekte", indem er in der Reichsfrauenschaft "die Frauen als Frauen, d.h. in ihrem unmittelbaren Geschlechtscharakter affirmiert." Damit löste er "das Problem von Gleichheit und Differenz tatsächlich, wenn auch auf seine faschistische Weise - Gleichheit mit den Männern im Kampf gegen die Juden, Differenz in der arbeitsteiligen Reproduktion der Gattung." Mit der Durchsetzung der NS-Prinzipien im Privaten, dem Boykott jüdischer Geschäfte, der Ausgrenzung und Denunziation von Jüdinnen und Juden beteiligten sich Frauen gerade in diesem häuslichen Bereich entscheidend an der Rettung der Volksgemeinschaft vor der Zersetzung durch die Gegenrasse und erfuhren eine völlig neue Aufwertung.

Die DDR war ein kommunistischer Unrechtsstaat. Heute haben wir den feministischen Unrechtsstaat, allerdings im Kommen. Ich glaube nicht, daß wir die den Höhepunkt hinter uns hätten. Im Gegenteil, jetzt wo der erste antifeministische Kongreß stattfindet, und wo eine deutsche Familienministerin erstmals zaghaft sich vom Feminismus distanziert, bekommen wir es mit erstaunlich harten Angriffen zu tun.

trel

Reflexionen zu Vergewaltigung und Demütigung anhand der "roten Hilde"

Roslin, Tuesday, 09.11.2010, 22:05 (vor 5545 Tagen) @ Informator

Und was will uns Meister Lentze hier argumentativ unterjubeln ?
Dass Frauen Verbrecher sein können?

Ja, sind schließlich Menschen.

Deine Spekulationen darüber, dass Frauen real vergewaltigt werden wollten, finde ich einfach nur widerlich.

Manche Frauen genießen es, überwältigt zu werden.
Von einem Mann, den sie lieben, begehren.

Das ist aber keine Vergewaltigung

Vergewaltigung - des Narzissten Königsdisziplin

Borat Sagdijev, Tuesday, 09.11.2010, 22:35 (vor 5545 Tagen) @ Informator

Was aber geht in Frauen vor, die - im übertragen Sinne - vergewaltigen
und dabei bewußt demütigen?

Der Narzisst "fickt" sein Opfer nur weil er es halt Kann, weil es Ihm seie Macht beweist.
So wie eine Falschbeschuldigerin beschuldigt und ein echter Vergewaltiger die Schwäche seines Opfer ausnutzt.
Der Narzisst hat keinerlei Hemmungen seinem Opfer Leid zuzufügen, es ist Ihm bis auf den Beweis eigener Macht gleichgültig.

Es gibt auch "transzendete" Vergewaltiger_innen.
Die sind intelligent genug und rhetorisch begabt genug Ihre Opfer rein verbal "zu ficken".
Sie schaffen es durch geschickte Suggestionen verdrängte und tabuisierte Schwächen Ihres Opfers (die fast jeder Mensch hat) auszunutzen. Sie rufen Ihrem Opfer dessen eigene Schwäche als schweren Makel ins Bewußtsein bei gleichzeitiger Verhängung eines Redeverbots darüber durch Unterstellungen dass Jemand durch solch ein schweres Makel gezeichnet in keiner sozialen Gemeinschaft und vor allem gerade nicht gegen die überwältigende, geschauspielerte soziale Integrität des Narzissten bestehen könnte.

Einem so gedemütigten, paralysierten Opfer kann der Narzisst leicht seinen Willen aufzwingen, es "vergewaltigen", es "ficken".

Und vielleicht auch aus diesem Grund kann oder konnte mich
des Eindrucks nicht erwehren, daß ihre Behandlung der Angeklagten von den
gleichen Gefühlen begleitet waren, die auch die Vergewaltigung einer Frau
durch den Mann begleiten.

Ob der Narzisst Frau oder Mann ist, er nutzt seine Macht auch nur um diese sich zu beweisen. Er ist der perfekte Egoist.

Die Kompensation einer Notgeilheit kann es bei derart erfolgreichen und
attraktiven Frauen nicht sein, vielmehr der Ausfluß einer Dekadenz, die
auf das Erlebnis der Sinnleere nach erfolgter Sättigung beruht und zum
Ausgleich immer neue Reize sucht. Warum sonst mußte sie, die höchste
Auszeichnungen erhielt, sonst derart ihre Macht inszenieren?

Es ist die Inszenierung eines Narzissten, eines perfekten Egoisten.
Von den meisten Menschen nicht als solcher erkannt zu werden, seine Tarnung, bedint seinen großen Erfolg.

Die DDR war ein kommunistischer Unrechtsstaat. Heute haben wir den
feministischen Unrechtsstaat, allerdings im Kommen. Ich glaube nicht, daß
wir die den Höhepunkt hinter uns hätten. Im Gegenteil, jetzt wo der erste
antifeministische Kongreß stattfindet, und wo eine deutsche
Familienministerin erstmals zaghaft sich vom Feminismus distanziert,
bekommen wir es mit erstaunlich harten Angriffen zu tun.

Große Politiker sind gute Schauspieler. Sie haben keine Meinung, Sie haben den Willen zur Macht. Doch wollen die Wähler glauben dass der Politiker eine Meinung hat mit der er sich identifizieren kann, so liefert der Politiker eine (gerade passende) "Meinung".
Da ist doch alles Möglich.
Vielleicht will sich Angie nach dem Sie die Kraft der Volksmeinung hinter Sarrazin erkannt hat (und sich dieser gebeugt oder diese genutzt hat, wie man es auch immmer formuliert) auch die Kraft der Volksmeinung was den "Feminismus" angeht mithilfe Ihrer Rekrutin Kristina Schröder testen?

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Begriffe mal wieder

Tätiger, Tuesday, 09.11.2010, 23:07 (vor 5545 Tagen) @ Borat Sagdijev

sollten wir nicht unterscheiden zwischen
* "Hart ran nehmen" = brutaler Sex mit Einverständnis
* (körperliche) Vergewaltigung = brutaler Sex ohne Einverständnis
* Falschbeschuldigung = juristische Vergewaltigung

Einverstanden...

Informator, Tuesday, 09.11.2010, 23:27 (vor 5545 Tagen) @ Tätiger

sollten wir nicht unterscheiden zwischen
* "Hart ran nehmen" = brutaler Sex mit Einverständnis
* (körperliche) Vergewaltigung = brutaler Sex ohne Einverständnis
* Falschbeschuldigung = juristische Vergewaltigung

...mit der Einschränkung, daß nicht wenige Frauen leuchtende Augen kriegen, wenn sie das Wort "Vergewaltigung" verwenden. Vielleicht denken sie da aber an die Vergewaltigung einer anderen Frau und sehen sich in der Rolle des Täters. - Aber im Prinzip muß man schon begriffliche Grenzen ziehen.

Die Definition Falschbeschuldigung = juristische - d.h. schlimmste Form von - Vergewaltigung ist jedenfalls sinnvoll. Denn, wie schon Aristoteles sagte: Das schlimmste Unrecht geschieht dann, wenn es im Namen des Rechts ausgeübt wird. Da hilft allenfalls der Instanzenweg, aber der ist langwierig und nicht sehr erfolgversprechend. Die Richterinnen halten zusammen.

trel

+ Begriffe: Gleichberechtigung =GenderMainstreaming =Emanzipation =Feminismus =Gleichstellung?

Leser, DFR (Deutsche Femokratische Republik), Tuesday, 09.11.2010, 23:55 (vor 5545 Tagen) @ Tätiger
bearbeitet von Leser, Wednesday, 10.11.2010, 00:07

Macht euch einfach den Unterschied mal klar, bitte.

Die s.g. "Stringenz" ergibt sich damit im Grund' aus dem Betreff.

Rainer u.v.a.m. brachten diesbezüglich schon vieles auf den Punkt.

Ich nenne es so:

- Gleichberechtigung ist ungleich Gender Mainstreaming,
- Emanzipation ist nicht Feminismus,
- Gleichstellung ist also gerecht (oder was)?

Denkt einfach mal über die Widersprüchlichkeiten nach
- und schreibt erst dann bzw. kreuzt an ;-)

Emanzipation = Gleichberechtigung ist heute erreicht;
oder nicht?

Das meint ein Leser, der dazu sagt:

[Ja] x
[Nein]

Nun also, macht bitte eure Kreuzchen, schreibt Einwände oder Ergänzungen, als so genannte und 'pressial' bezeichnete:

"Mündige Männer21" - und auch Frauen.

Leser

--
Eine bestimmte Sorte Mensch (meist weiblich) hat mir den Krieg erklärt
- und ich gehe da jetzt hin
zusammen mit "Sunzi" (500 ante Christum natum)

Wertungen mal wieder

Borat Sagdijev, Wednesday, 10.11.2010, 00:48 (vor 5545 Tagen) @ Tätiger

sollten wir nicht unterscheiden zwischen
* "Hart ran nehmen" = brutaler Sex mit Einverständnis
* (körperliche) Vergewaltigung = brutaler Sex ohne Einverständnis
* Falschbeschuldigung = juristische Vergewaltigung

Solche Unterscheidungen sind subjektive Wertungen, ich versuche es universeller, wertfreier zu halten.
Und schon wieder das mit dem "Einverständnis", dass so schwer zu ermitteln ist

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

Vergewaltigung = Machtinstrument

Borat Sagdijev, Wednesday, 10.11.2010, 01:01 (vor 5545 Tagen) @ Informator

...mit der Einschränkung, daß nicht wenige Frauen leuchtende Augen
kriegen, wenn sie das Wort "Vergewaltigung" verwenden. Vielleicht denken
sie da aber an die Vergewaltigung einer anderen Frau und sehen sich in der
Rolle des Täters. - Aber im Prinzip muß man schon begriffliche Grenzen
ziehen.

Vergewaltigung = Große Macht, deswegen die leuchtenden Augen in dem schmutzigen Spiel.

Als Falschbeschuldiger.
Als Begehrter.
Als "pervertierter Begehrter" (Jemand der sein Begehrtwerden grandios Übertreibt, da das reale Begehrtwerden nicht den eigenen Ansprüchen genügt)

Nutten die ja behaupten weil Sie Ihren Job machen retten Sie viele Frauen davor vergewaltigt zu werden.
Danke, noch so eine die mich als potentiellen Vergewaltiger bezeichnet.
Und wie gut für die potentiellen Opfer mich für Geld dann doch mal ranhzulassen.
Spontaner Erektionsverlust, geh jetzt.

Als wehrlose Opfer ausnutzender.

Generisches Maskulinum, die geschlechtlichen Gewichtungen soll jeder individuell einsetzen

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

powered by my little forum