Reflexionen zu Vergewaltigung und Demütigung anhand der "roten Hilde"
Es wurde hier letzter Zeit des öfteren über Vergewaltigung diskutiert - über ihre juristische Instrumentalisierung, um einen Ex-Liebhaber nachträglich zu ruinieren (Kachelmann); aber auch über die Frage, ob Frauen vergewaltigt werden mögen.
Natürlich wollen Frauen vergewaltigt und unterworfen werden - unter gewissen Bedingungen. Werden diese eingehalten, so macht ihnen das aus natürlichen Gründen mehr Spaß, als wenn die Vereinigung erst beredet werden muß (was aufgrund des neuen Gesetzes zum Schutz vor Vergewaltigung in der Ehe eigentlich nötig ist). Ohne Einhaltung der Bedingungen kann es aber auch demütigend wirken.
Was aber geht in Frauen vor, die - im übertragen Sinne - vergewaltigen und dabei bewußt demütigen?
In Hilde Benjamin (1902-1989), der "roten Hilde", begegnet uns eine hoch begabte Juristin, weltweit erste Justizministerin, und Strafrichterin. Als solche wirkte sie in der DDR. Bekannt geworden ist sie durch ihre Inszenierung von Schauprozessen, in denen sie auch Todesurteile fällte. Dabei versuchte sie, Zeugenaussagen zufolge, die Würde der Angeklagten zu zerstören. Das bedeutete ihr narzißtische Befriedigung.
[img|right]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b6/Fotothek_df_pk_0000213_012.jpg/385px-Fotothek_df_pk_0000213_012.jpg[/img]
Nun aber war sie, was ihre äußere Erscheinung betrifft - ich darf ja meinen Geschmack nicht verallgemeinern, aber - ich finde sie auf fast allen Fotos attraktiv, eventuell sogar sexy. Vgl. die Fotos in Wikimedia Commons. Und vielleicht auch aus diesem Grund kann oder konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß ihre Behandlung der Angeklagten von den gleichen Gefühlen begleitet waren, die auch die Vergewaltigung einer Frau durch den Mann begleiten.
Die Kompensation einer Notgeilheit kann es bei derart erfolgreichen und attraktiven Frauen nicht sein, vielmehr der Ausfluß einer Dekadenz, die auf das Erlebnis der Sinnleere nach erfolgter Sättigung beruht und zum Ausgleich immer neue Reize sucht. Warum sonst mußte sie, die höchste Auszeichnungen erhielt, sonst derart ihre Macht inszenieren?
Eine Vergewaltigung, die, wenn sie vom Manne ausgeht, widermenschlich sein kann, gleichwohl aber natürlich bleibt, ist bei der Frau nicht einmal mehr natürlich. Sondern obendrein pervers.
Wer das "geil" findet, ist auch pervers. Nun sind wir ja alle, wenn wir losgelassen, potentiell pervers (Freud hatte insofern bedingt recht). Aber man muß es nicht soweit kommen lassen, daß dies Gestalt annimmt. Ich staune über Männer, die offen über ihre lustvollen Erlebnisse in Bordellen oder beim Angucken von Filmen reden, in denen Männer durch Frauen gequält werden. Es mangelt ihnen an Selbstzucht.
Im Übrigen ist die "rote Hilde" kein Ausnahmefall; es gibt sogar Schlimmeres. Dazu ein Artikel von Ljiljana Radonic: Deutscher Feminismus und Antisemitismus. Nur ein Zitat:
Frauen als Täterinnen und Profiteurinnen im NS
Frauen haben sich im NS in unterschiedlicher Art und Weise rassistisch und antisemitisch betätigt. Mehrere Tausend Frauen arbeiteten als KZ-Aufseherinnen. Sie werden durchgehend als unvorstellbar sadistisch und grausam beschrieben und standen ihren männlichen Kollegen bei der Vernichtung hunderttausender Menschen in nichts nach - was die These von der friedfertigen Frau, die bloß für Aufseherinnendienste instrumentalisiert wurde, widerlegt. Innerhalb nur weniger Wochen und später auch Tage wurden Frauen zu jeder nur erdenklichen Grausamkeit bereit. Auch bei den völlig eigeninitiativen Todesmärschen und der Massenvernichtung in den KZ in der Endphase des NS-Regimes, als keine Befehle mehr von oben kamen, handelten die Aufseherinnen nach der antisemitischen Devise, noch möglichst viele Jüdinnen umzubringen.
Bemerkenswert, daß im NS kein, Differenz-, sondern Identitäts-Feminismus zum Tragen kam - was wiederum beweist, daß der Nationalsozialismus eine linke, und keine rechte Bewegung war:
Gabriela Walterspiel weist in ihrem Text "Das 'zweite Geschlecht' und das 'Dritte Reich'" auf das Bemühen des NS hin, alle Unterschiede innerhalb der Volksgemeinschaft zu nivellieren, und kommt zu dem Schluss, dass der NS bestrebt war, "den Gegensatz von Mann und Frau aufzuheben."25 Dies gelang durch die Vorstellung des absolut Negativen, der "Gegenrasse", die vernichtet werden muss, um sich selbst zu retten, weswegen alle angesichts dieser Bedrohung verschwindend geringen Interessensgegensätze versöhnt werden müssten. Der "als Führer personifizierte faschistische Souverän"26 enteignete die "Frauen ihrer Bewegung für die Gleichberechtigung als bürgerliche Subjekte", indem er in der Reichsfrauenschaft "die Frauen als Frauen, d.h. in ihrem unmittelbaren Geschlechtscharakter affirmiert." Damit löste er "das Problem von Gleichheit und Differenz tatsächlich, wenn auch auf seine faschistische Weise - Gleichheit mit den Männern im Kampf gegen die Juden, Differenz in der arbeitsteiligen Reproduktion der Gattung." Mit der Durchsetzung der NS-Prinzipien im Privaten, dem Boykott jüdischer Geschäfte, der Ausgrenzung und Denunziation von Jüdinnen und Juden beteiligten sich Frauen gerade in diesem häuslichen Bereich entscheidend an der Rettung der Volksgemeinschaft vor der Zersetzung durch die Gegenrasse und erfuhren eine völlig neue Aufwertung.
Die DDR war ein kommunistischer Unrechtsstaat. Heute haben wir den feministischen Unrechtsstaat, allerdings im Kommen. Ich glaube nicht, daß wir die den Höhepunkt hinter uns hätten. Im Gegenteil, jetzt wo der erste antifeministische Kongreß stattfindet, und wo eine deutsche Familienministerin erstmals zaghaft sich vom Feminismus distanziert, bekommen wir es mit erstaunlich harten Angriffen zu tun.
trel
