Gegen Gewalt: Auf Brötchentüten und gegen Rechts
Da die Themen inhaltlich gut zueinander passen, hat die HNA mit zwei Beiträgen auf einer Seite das Thema Gewalt aufgegriffen.
"Protest auf 36000 Tüten" bezieht sich auf eine Aktion hessischer Frauenhäuser mit der Bäckerinnung. Auf Brötchentüten steht der Spruch: "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte".
Das klingt auf jeden Fall gut. In die Tüte sollen ja schließlich Brötchen. Im HNA-Artikel wird jedoch deutlich gemacht, dass häusliche Gewalt "häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen und Kindern" sei, und dass in fast 90 % der Fälle Frauen die Opfer wären. Beleg dafür: 69 Frauen mit 72 Kindern hätten 2009 "Schutz" im Frauenhaus gefunden. Dass es für männliche Opfer schlicht keine entsprechenden Hilfsangebote gibt, wird verschwiegen.
http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/fritzlar/protest-36000-tueten-997095.html
"Mit Bundesgeld gegen Rechts" titelt die HNA einen Beitrag, in dem das Projekt "Gewalt geht nicht" im Schwalm-Eder-Kreis vorgestellt wird.
Auch der Slogan "Gewalt geht nicht" klingt auf den ersten Blick gut. Aber warum soll mit dem Projekt, für das man auf finanzielle Förderung aus Berlin hofft, nur rechte Gewalt bekämpft werden? Ist linke Gewalt etwa legitim?
http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/fritzlar/bundesgeld-gegen-rechts-997019.html
"Gewalt geht nicht" ist ein Slogan, den ich sinnvoll finde. Hier aber wird er ad Absurdum geführt, da er im Falle häuslicher Gewalt fälschlich Frauen zu Opfern per Geschlecht erhebt. Bei häuslicher Gewalt ist inzwischen bekannt, dass sowohl Männer als auch Frauen mit ähnlichen Anteilen Täter wie auch Opfer sind. Auf der Brötchentüte wird aber nur Hilfe für Frauen angeboten.
Politisch motivierte Gewalt ist immer zu verurteilen, ganz gleich, ob sie von Rechts oder von Links kommt.
Benno
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