Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Männerfeindlichkeit stoppen!

sonnenlilie, Tuesday, 09.11.2010, 08:12 (vor 5545 Tagen)

Heute erhielt ich folgenden Brief auf meinen Brief "Männerfeindlichkeit stoppen" von Lothar Binding SPD mit folgenden Quark:

To whom it may concern

Ich hasse Standardantworten. Dies ist eine Standardantwort.

Der Umgang mit den neuen Medien, auch mit e-mail, bedarf besonders hoher Sensibilität, denn es ist unschwer möglich, die Grundsätze wohlmeinender Politiker zu zerstören. Ich bekomme momentan sehr viel Post von Leuten, die außer "copy" oder „foreward“ nichts gedacht haben müssen. Es wird ein vorgefertigter Text beliebig oft verschickt. Ziellos, ohne eigene Formulierung, gewissermaßen mit gestohlener Betroffenheit. Das deutet darauf hin, dass das im kopierten Text formulierte Anliegen eine solch geringe Bedeutung für den Absender hat, dass er sich noch nicht einmal die Mühe macht, einen eigenen inhaltlichen Beitrag zur Korrespondenz zu leisten. Das möchte ich Ihnen persönlich natürlich nicht unterstellen, denn Sie könnten ja der Autor oder die Autorin sein. Standardisierte Texte in Kombination mit e-mail zerstören aber durch unvorsichtigen Umgang meinen Grundsatz "Kein Brief ohne den Versuch einer substantiellen Antwort".

Im Regelfall bitte ich auch darum, eine meiner vielen Veranstaltungen zu besuchen oder die meiner Kolleginnen oder Kollegen in ihren Wahlkreisen, denn für mich ist Politik ohne den unmittelbaren Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern nicht möglich.

Zielführend könnte für Sie sein, sich nicht unspezifisch an Abgeordnete zu wenden, sondern stattdessen das von Ihnen persönlich formulierte Anliegen Ihrer Wahlkreisvertretung zu übermitteln. Falls der Text nicht, was ich gern nicht vermuten möchte, von Ihnen formuliert wurde, bitte ich Sie mir mitzuteilen von wem der Text stammt, denn das insgesamt gewählte Verfahren richtet für Ihr Anliegen (übrigens auch meins) doch sehr großen Schaden an. Diesen Hintergrund würde ich sehr gern dem Urheber des Verfahrens bzw. dem Autor des Textes mitteilen.

Diesen Text schicke ich - obwohl Gegner von Standardtexten - in meiner Not an alle (minus eins), denen ihr Anliegen zu wenig Wert ist, um einen eigenen Beitrag zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr Lothar Binding

Männerfeindlichkeit stoppen!

David, Tuesday, 09.11.2010, 14:10 (vor 5545 Tagen) @ sonnenlilie

Was soll man dazu noch sagen? xD
Der Typ beleidigt dich mehrfach während er gleichzeitig die Absicht das zu tun weit von sich weist. Außerdem geht er in keinster Weise auf das Thema ein, um das es in deiner Email ging und bittet dich noch scheinheilig verzweifelt ihm mitzuteilen wer denn nun der eigentliche Urheber dieser Botschaft sei, suggerierend er hätte die Absicht diesem eine echte Antwort zu schicken.

Hut ab. Ich hab selten so große Scheisse gelesen, wie diese Antwort.

mfg
David

Männerfeindlichkeit stoppen!

Roslin, Tuesday, 09.11.2010, 14:54 (vor 5545 Tagen) @ sonnenlilie

Das ist die Arroganz der Macht, die auf ein Thema gestoßen wird, mit dem sie sich nicht beschäftigen will.
Anstatt auch nur mit einem Wort auf den Inhalt einzugehen, hält sich Herr Binding mit Formalien auf.
Soll er doch eine Standardantwort, einmal, verfassen und dann via Kopieren an alle Standardanfrager versenden, dann hätte er sich wenigstens inhaltlich positioniert.
Hier aber erschwurbelt er sich das Air eines mit besonderer Sorgfalt auf individuelle Betroffenheiten eingehenden Politvertreters nur, um auf das angesprochene Thema NICHT eingehen zu müssen, offenbar ein Feigling erster Güte, der sich in diesen Fragen nicht klar positionieren will.

Erbärmlich und das ganze noch mit gehöriger Oberlehrerarroganz dem Untertanen, der sich erfrechte, serviert

Was für ein argumentativer Quark!

Leser, DFR (Deutsche Femokratische Republik), Tuesday, 09.11.2010, 22:40 (vor 5545 Tagen) @ sonnenlilie
bearbeitet von Leser, Tuesday, 09.11.2010, 22:59

"Der Umgang mit den neuen Medien, auch mit e-mail, bedarf besonders hoher Sensibilität, denn es ist unschwer möglich, die Grundsätze wohlmeinender Politiker zu zerstören ... Das deutet darauf hin, dass das im kopierten Text formulierte Anliegen eine solch geringe Bedeutung für den Absender hat, dass er sich noch nicht einmal die Mühe macht, einen eigenen inhaltlichen Beitrag zur Korrespondenz zu leisten."

Toll! Klingt ja erstmal gut - aber:

Ein Vertreter der Partei der Arbeiter und "Werktätigen" schreibt solch einen Müll?

- Waren es nicht die SPD und Grünen, die Unterschriftenlisten auslegten?
- Waren es nicht die SPD und Grünen, die Petitionen unterschrieben ließ?

... usw.

Darum geht es mir aber auch nicht, sondern um den Widerspruch dieses Abgeordneten in sich und die argumentative und die bigotte Dummheit seiner Aussage.

Denn, wer Petitionen oder Listen von Bürgerinititiativen mit unterschreibt,
der betreibt lt. seines "Abgeordnetendeutsch" auch(!) Copy&Paste (Kopieren und Einfügen)

Wie albern und wie lächerlich argumentiert, Herr "BuTA"(Bundestachsabjeochtneter") nun also?

Daher und nochmal platt formuliert:

- Wenn ich eine Unterschriftenliste mit dem oben stehenden und, vor allem, gleichlautendem Text unterschreibe, dann geht das ok?

- Wenn ich per eMail das selbe tue, dann nicht?

Wo lebe ich eigentlich hier,
im Kreise solcher Partei-raisonaten "verbalen Feiglinge", die nicht mal den Mumm für ein Statement haben?

Leser

--
Eine bestimmte Sorte Mensch (meist weiblich) hat mir den Krieg erklärt
- und ich gehe da jetzt hin
zusammen mit "Sunzi" (500 ante Christum natum)

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