Der "Fall Hollstein" und die Medien
Bernhard Lassahn, Referent am 1. Internationalen Antifeminismus-Treffen
über den Männertag und Walter Hollstein. Sehr lesenswert!
Den Beitrag von Bernhard Lassahn finde ich sehr gut geschrieben und habe ihn mit Vergnügen gelesen.
Leider wird bei der Debatte um Hollstein ein wichtiger Aspekt der Medienrealität ausgeblendet: Die Journalistin Nina Trentmann lässt hier einen Mann das sagen, was sie gerne in der Zeitung geschrieben sehen möchte!
Das soll nun nicht gerade ein Lanze für Hollstein sein, denn dass er journalistisch gefrevelt wurde, glaube ich, nach allem was man von ihm und über ihn wissen kann, nicht. Eben deswegen wird er ja permament befragt. Was gibt es schöneres für eine feministisch inspirierte Journalistin als einen männlichen Wissenschaftler als Zeugen für ihre Sichtweisen.
Journalisten und Journalistinnen berichten keineswegs objektiv. Gerade in Geschlechterfragen, glauben sie offenbar, sie dürften, entgegen allen Regeln, ihre Meinung munter einem Interview oder Bericht untermischen. Bei einem Kernphysiker würden sie sich hüten, ihre Meinung einfließen zu lassen, aber in Geschlechterfragen sind sie offenbar alle Experten.
Diese Form der "Meinungsmache" funktioniert entweder so, dass der Journalist, wie z.B. Jakob Schrenk von Neon, sich irgend etwas aus den Fingern saugt und es für eine Reportage über Manndat ausgibt. Oder dass eine Journalistin, wie z.B. Nina Trentmann, mir Interviewfragen schickt, und sie dann einfach nicht verwendet, statt dessen lieber Frau Baer vom Genderkompetenzzentrum oder Frau Debus von Dissens e.V. antworten lässt. Oder aber sie fragt eben gleich den, von dem sie die Antworten kriegt, die sie gelesen sehen will, nämlich Hollstein.
Längst sind die Zeiten vorbei, wo Journalisten schlicht über eine Sache berichten. Mit dem massenweisen Einzug von Frauen in dieses Metier, sind auch die übelsten Praktiken dort eingezogen - auch eine Begleiterscheinung des Frauenmarktes.
Gruß, Eugen
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- Bernhard Lassahn zum "Fall Hollstein" -
Schweizer,
08.11.2010, 01:31
- Stadtmensch, Prof. Hollstein und sein Problem mit dem Mannsein - Christine, 08.11.2010, 11:30
- Der "Fall Hollstein" und die Medien - Eugen, 08.11.2010, 13:37