Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Hallo trel

Holger unplugged, Monday, 08.11.2010, 01:06 (vor 5547 Tagen)

wegen der erbärmlichen Forensoftware, die ausschließlich Dumm- und Vielschwätzer bedient, habe ich Dein Post nochmals hochgezogen.

Finde ich gut, daß Du Dir solche Gedanken machst.
Leider bin ich meines 'Bornemann' im Rahmen der Bücherverbrennungsaktion meiner Echse verlustig gegangen (sie wußte, daß ich Bücher besonders liebe). Ich habe den mehrfach gelesen, auch hier was über die Jahre zum Besten gegeben.
Aus dem Gedächtnis:
Bornemann war DER Fick- Guru der 68er.Er war begeisterter Anhänger der Neomarxisten um Adorno und Marcuse (wie wir alle, auch ohne auch nur ein Wort verstanden zu haben) und hat mit deren Theoriengemisch aus Steinzeitmarxismus vom Meister daselbst und mit den Zutaten der spekulativen Psychoanalyse, die sich fortan protzig 'Sexualwissenschaft' nannte, ausgiebig kopuliert.
Immerhin brachte er es zum Dozenten und Bewunderer der Kommunarden (klassische Wechselwirkung!) ob der 'befreiten Sexualität', die uns bis heute so glücklich macht. Das Experiment der 'Menage à droit' des Freudschülers C.G.Jung hat er ausgiebig bejubelt und dessen Scheitern der bürgerlichen Verklemmtheit des in seinen Augen infantil- bourgeoisen C.G. zugewiesen, alldieweil dieser Spießer der übermächtigen und per Definition ansprüchigen Sexualität gleich zweier Frauen nicht gewachsen sein konnte- ich darf bemerken, daß man selbst bei bestem Willen nicht den ganzen Tag Fotzen lecken kann.
Ungefähr 90% seines Wälzers können wir getrost unter 'linken Phantasmen' auf den Misthaufen der Geschichte werfen, aber in einigen Apercus hat er durchaus recherchiert und Erstaunliches zu Tage gefördert: und zwar die Zustände in der spätrömischen Elite, die dem Afterliebhaber Schwesterwelle mangels Kenntnissen zum Eigentor gerieten: in der Tat war die römische Elitegesellschaft von Kinderarmut und Dekadenz geprägt, wobei dies Synonym ist. Mehrere Kaiser haben (wie heute Sarrazin(!) es fordert), Karnickelprämien in der 'besseren Gesellschaft' ausgelobt und sogar Zwang- ohne Erfolg. Dafür gab es wesentliche Gründe: die Besitzerinnen von ererbten Vermögen (alpha- Powerwummen mit Karrieregarantie waren noch nicht weit verbreitet) hatten großen Gefallen an heftigen Orgien, verständlicherweise aber weniger daran, nach jeder der beliebten Orgien schwanger zu sein.
Da es keine Verhütungsmittel gab und Abtreibung recht gefährlich ( die gab es schon! Entgegen den Märchen feministischer Fabulateusen kannte man gewisse Zusammenhänge schon!), blieb nur ein Weg: die Kerle mußten was tun, sonst kamen sie nicht mehr zum Stich: mit einem übergestreiften Schafsdarm waren die Damen nicht einverstanden: 'gefühlsecht' mußt es scho sein. Ergo: daß Sklaven mit abgeschnittenen Eiern nichts mehr brachten, war klar. Also mußten die Eier dran bleiben und in Kenntnis von Hodenverletzungen durch diverse Ursachen mit nachfolgender Unfruchtbarkeit ging man ans Ei des Kolumbus: unter einwöchigem Opiumrausch ließen sich die 'besseren Herren' der Gesellschaft reihenweise die Hoden sachte zerquetschen, um Unfruchtbarkeit zu erreichen. Überprüfbar war der 'Erfolg' leicht: wenn Schwangerschaften bei ihren Sklavinnen ausblieben, die selbstverständlich immer zur Verfügung zu stehen hatten. Meister dieser Art Kastration schälten sich rasch heraus: gerade soviel zerquetschen, daß nur noch wenige Spermien da und nicht soviel, daß auch die Hormonproduktion eingeht. Ziemlich schmerzhaft dennoch, aber von den lila Pudeln Roms gerne auf sich genommen.
Also: diese Arschlöcher haben sich zu Lustknaben degradieren lassen und eine kundige weibliche Hand konnte rasch den zernarbten, mit dem Sack verbackenen Narbenhoden von der 'gefährlichen',virilen Olive unterscheiden.

Bornemann rastete ob dieser Erkenntnis völlig aus und leitete daraus die zwangsläufige Dominanz des Spaßweibes über die Hodenkrüppel zurecht ab- und empfahl sie gewissermaßen seinen Geschlechtsgenossen!!!

Man muß sagen, sein Irtum hat ihn eingeholt. Eine seiner Studentinnen, der er restlos verfallen war- kühl vermute ich mal, sie war die erste, die seinen Jizz- Shot ostentativ- genüßlich weggeschlüft hat, seinen jüdischen Schwanz auf atemberaubend- infame Art teutscher Devotheit bearbeitet hat: ich kann mir nichts traumatischeres vorstellen als von einer saftigen Jungfotze wie ein Tanzbär am Nasenring vorgeführt zu werden, wenn man so auf die Sechzig geht und unter Progressiven legendären Ruhm als Ultimativficker genießt und einen progressiv- akademischen Ruf zu verlieren hat.
Er wohl auch und hat sich unter lautem bramassieren unwürdig entleibt. Ein ganzes Leben lang nichts dazu gelernt und es dann weggeworfen, das gottlose Arschloch.
Allein die von ihm verbreiteten rechtfertigenden, in der Sicht des Lebenserfahrenen absolut albernen Gründe für seinen Suizid beweisen, wie wenig Achtung er vor dem Leben an sich hatte und wie wenig Ahnung, wo im Leben die Wurst hängt. Stalin hätte an diesem Affen seine Freude gehabt.
Höchste Zeit, daß dieser Kretin entgültig vergessen wird.

Aber bitte, mein Statement sollte nur Anregung zu weiterer Netzsuche sein

Hallo trel

Informator, Monday, 08.11.2010, 03:58 (vor 5546 Tagen) @ Holger unplugged

Was du schreibst, war mir großenteils neu, ganz einfach, weil ich das Buch bis jetzt nur selektiv gelesen habe. Ich hatte nämlich nur die Stellen herauszufinden gesucht, die für einen Eintrag im Sexistinnen-Pranger wichtig sein könnten.

Allerdings hatte ich zuvor den Wikipedia-Eintrag sowie alle dort verlinkten Texte gelesen. Und ich muß sagen, daß dieser Mensch demnach ein hoch interessantes, ja geradezu aufregendes Leben geführt hat. Er war ja nicht nur Universitätsprofessor - das wurde er erst ziemlich spät -, sondern erst einmal erfolgreicher Krimi-Autor (sein Pseudonym wurde erst viel später aufgedeckt), Filmemacher, und vor Allem Jazz-Journalist, dazu musikalisch ausübend, tätig meist in Amerika. Alles in Allem war er außerordentlich kreativ, nicht nur der Masse nach. Er war in jeder Hinsicht originell.

Was du über den Inhalt des Buches berichtest, das wirkt auf mich einigermaßen schockierend. Ich werde das Buch gewiß noch vollständig lesen, muß aber gleich hinzusetzen, daß ich nicht alles für bare Münze zu nehmen pflege, gerade wenn es aus der Feder von ideologisch dermaßen vorbelasteten Autoren kommt. Ich lese oft parallel dazu das Buch eines Autors, der zum selben Thema in etwa die entgegengesetzte Meinung vertritt. Das wäre in diesem Falle Huntemann.

Höchste Zeit, daß dieser Kretin entgültig vergessen wird.

Da möchte ich widersprechen, zumal du schreibst:

Leider bin ich meines 'Bornemann' im Rahmen der Bücherverbrennungsaktion meiner Echse verlustig gegangen (sie wußte, daß ich Bücher besonders liebe).

Gewiß, ich sähe es als ein Unglück, wenn seine Auffassungen weiterhin kulturprägend wirken würden. Anderseits möchte ich, um das zu verhindern, nicht die Zensur, nicht das Bücher-Verbrennen, und nicht einmal das Vergessen empfehlen. Es ist wie mit der (angeblichen) Bedrohung durch den Islam: Wir brauchen eine eigene, eine autochthone kulturelle Erneuerung. Leere Altäre werden durch Dämonen besetzt, schrieb Ernst Jünger. Ein Vakuum wird immer gefüllt werden.

Es kommt also darauf - so behaupte ich -, das Patriarchat zu erneuern. Die Feministen wollen das Matriarchat (falls es ein solches gegeben hat) revitalisieren. Das haben sie sogar schon erreicht. Eigentlich ist das auch nicht schwer, denn zum Matriarchat fällt man; zum Patriarchat, d.h. zur Auferstehung, muß man sich erheben. Die alten Hebräer, noch mehr die Griechen waren Kulturvölker, weil sie patriarchalisch, ja wirklich "frauenfeindlich" eingestellt waren. Kulturhöhe korreliert mit Frauen-Feindlichkeit, das wurde uns sogar in einem feministischen Oberseminar an der Bonner Universität gelehrt. Heute können bei uns ja selbst Studentinnen oft kaum mehr richtig schreiben und lesen.

Alle modernen Revolutionen gingen von vater-hassenden Intellektuellen aus. Für die Frauenbewegung gilt das in besonderem Maße. Selbst die Solanas war eine Studentin. Und auf dieser Ebene muß auch die Gegen-Offensive stattfinden, wenn Blutvergießen vermieden werden soll. Letzteres befürchte ich nämlich. Die jüngsten Ereignisse in der Schweiz um den antifeministischen Kongreß deuten jedenfalls darauf hin, daß dem Feminismus ein mindestens ebenso hohes Gewaltpotential zu Gebote steht wie den bisherigen revolutionären Bewegungen.

Soweit vorerst zur späten Stunde.

Gruß
trel

Hallo

Dampflok, Tuesday, 09.11.2010, 01:21 (vor 5546 Tagen) @ Holger unplugged

Das Experiment der 'Menage à droit'

"a trois" eventuell?

Aber das wollte ich gar nicht, sondern:

Er wohl auch und hat sich unter lautem bramassieren unwürdig entleibt.
Ein ganzes Leben lang nichts dazu gelernt und es dann weggeworfen, das
gottlose Arschloch.

Wie hat er sich denn "entleibt", man ist ja neugierig...

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Dampflok!

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