Ernst Bornemann - früher Wegbereiter der geistigen Kastration
Der Sexistinnen-Pranger enthält nunmehr auch einen Artikel über Ernst Bornemann, der unter leicht veränderter Namensschreibung (Ernest Bornemann) im Jahre 1975 "Das Patriarchat" veröffentlichte, von welchem er sich die gleiche Wirkung für die Frauenbewegung erhoffte, wie "Das Kapital" sie auf die Arbeiterbewegung ausgeübt hat.
http://sexistinnen-pranger.de/bornemann.html
Bornemann teilte das Schicksal aller Pudel, nämlich, daß die von ihm hofierte geschlechtliche Klasse seine Bemühungen nicht so recht gewürdigt hat.
Seinem Leben setzte er selbst ein Ende, nachdem er sich, eigenem Bekenntnis nach, aus der Hörigkeit zu einer Frau nicht mehr befreien konnte.
Bornemann hat auch über Jahrzehnte die sexuellen Reime, Lieder usw. von Kindern gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet
Interessant
Interessant, ich frage mich nur immer verwundert, wie man auf so "perverse" Bücher stößt?!??
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Interessant
Interessant, ich frage mich nur immer verwundert, wie man auf so "perverse"
Bücher stößt?!??
Den Bornemann kannte ich seinem Namen nach schon lange; irgendwann, als er noch lebte, hatte ich ihn auch in einer Fernsehsendung (bei meiner Mutter) erlebt. Jetzt bin ich auf ihn durch den Artikel von Huntemann gekommen, auf den ich hier in diesem Forum aufmerksam machen wollte. Leider ist mein Beitrag kaum beachtet bzw. Gegenstand einer lächerlichen Personaldebatte geworden - sei es, weil religiöse Fragen hier ohnehin auf Ablehnung stoßen, sei es, weil ich mich als Autor des Beitrages zu erkennen gegeben habe.
Egal, ich hatte schon vorher versucht, das Buch, welches dem Internetartikel zugrundeliegt, in der Bonner Universitätsbibliothek zu finden. Dort ist es nicht vorrätig. Aber ich fand ein anderes Buch von Huntemann mit dem Titel: Biblisches Ethos im Zeitalter der Moralrevolution, mit über 700 Seiten. Da ist nun wieder von Bornemann die Rede, aber auch von vielen anderen Autoren, die zu lesen sich lohnen könnte.
Über Bornemann habe ich dann in der Wikipedia und den verlinkten Quellen ein paar Stunden recherchiert. Zuletzt bin ich wieder in die UB gegangen und habe "Das Patriarchat" dort ausgeliehen. Der Mann schreibt übrigens sehr angenehm. Huntemann auf seine Weise auch. Das muß man erwähnen, weil das Lesen mancher anderer Bücher, so wichtig sie auch sind, eine Qual sein kann. Dann braucht es Kaffee, um überhaupt in die nötige Stimmung zu kommen.
Das Lesen in Foren ist nicht unbedingt so ergiebig. Da geht es oft um Tagesereignisse und um endlose sinnarme Dialoge. Am Ende bedauert man, sich nicht von vornherein einem guten Buch zugewandt zu haben. Bücher wie die oben genannten sind oft sehr gehaltvoll, da die Autoren ihrerseits viel gelesen und es als Professoren meist gelernt haben, zusammenhängend darzustellen.
Auf S.M.Gearhart bin ich zufällig gekommen durch ein Buch von Claudia Heyne, das ich mal gekauft habe und das dann jahrelang bei mir im Regal gestanden hat. Als ich später versucht habe, diese Gearhart im Internet zu finden, gelang mir das zunächst nicht, da der Name bei Heyne falsch geschrieben war (Gaerhart statt Gearhart). Zuletzt fand ich sie in der englischsprachigen Wikipedia. Darauf schrieb ich über sie den Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia. Auf diese Entdeckung bin ich, offen gesagt, etwas stolz.
Auf Mary Daly kam ich beim Lesen der kanadischen Webseite "Fathers of Life". Das war Zufall, denn diese Seite ist sehr verzweigt.
Es interessiert sich nur eben nicht jeder für die Klassiker. Schade, denn auch die Autoren, deren Meinungen man radikal ablehnt, und gerade sie, können sehr lehrreich sein.
Gruß
trel
einem guten Buch zugewandt
nicht von vornherein einem guten Buch zugewandt zu haben. Bücher wie die
oben genannten sind oft sehr gehaltvoll, da die Autoren ihrerseits viel
gelesen und es als Professoren meist gelernt haben, zusammenhängend
darzustellen.
Das mag zwar sein, aber es kann ja nicht jeder alles lesen.
Zumal die Spätergeborenen schon gar nicht mehr wissen,
welche Buchtitel in den 60er, 70er und 80er Jahren im Umlauf waren
und Wirkung auf die Gesellschaft hatten
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einem guten Buch zugewandt
Das mag zwar sein, aber es kann ja nicht jeder alles lesen.
Sicher!
Zumal die Spätergeborenen schon gar nicht mehr wissen,
welche Buchtitel in den 60er, 70er und 80er Jahren im Umlauf waren
und Wirkung auf die Gesellschaft hatten
Gerade das ist ein wichtiger Punkt! Ich kann das nur begrüssen, wenn gerade hier Bücher ausgegraben werden