Taz idealisiert Alleinerziehende
Taz widmet sich mal wieder den Alleinerziehenden:
Wer Kinder bekommt, träumt von heiler Familie. Eltern sind nicht "lieber allein". Erst recht nicht die, die von Partnerin oder Partner im Stich gelassen werden. Oder die, die das Alleinerziehen in finanzielle Not stürzt. Aber es gibt Eltern, die lieber allein als länger in einer unglücklichen Beziehung sind. "Eine wachsende Gruppe", vermutet Familienpsychologin Ruth Limmer.
Gegen ein allzu symbiotisches Verhältnis zu ihrem Kind, in dem kein neuer Partner mehr Platz hat, hilft ihr "eine heilsame Affäre ab und an".
"Manchmal glaube ich, das ging sogar besser, weil ich nicht im sicheren Schoß einer heilen Familie war." Eine gute Erfahrung sei es gewesen, auf eigenen Füßen zu stehen.
Befürchtungen, die Familie habe ausgedient, sieht Ruth Limmer gelassen - trotz der seit Jahren steigenden Anzahl an Trennungseltern. "Ich glaube, dass sich das auch wieder einpegeln wird", sagt die Familienforscherin. In den siebziger und achtziger Jahren habe man ziemlich genau gewusst, wie man nicht leben wolle: in den klassischen Ehe mit klaren Rollenverteilungen. Aber es fehlten und fehlen die Gegenentwürfe, wie man auch als Eltern gleichberechtigt leben und Konflikte bewältigen kann.
Wie ueblich: die Familie, vor allem mit dem Vater, aeh Samenspender, wird mit allen negativen Einstellungen belegt, alleinerziehende "Powerfrauen" dagegen in den Himmel gelobt. Nichts neues also ;)
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