Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Das Edle Schnabeltier, Thursday, 04.11.2010, 08:55 (vor 5550 Tagen)
Ein Libertärer hat in der Welt einen Artikel rausgekotzt, der bestimmt auch der rechten Pest hier gefällt, der Spiegelfechter leuchtet ihm Heim:
Armut hat alle Schleusen des Anspruchsdenkens geöffnet.
"Dies, lieber Herr Habermann, ist freilich ein Satz, den man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Mit einer perfide Volte machen Sie aus dem Opfer einen Täter, aus dem Hilfsbedürftigen einen anspruchsorientierten Sozialschmarotzer. Herr Habermann, sie sind nun selbst 65 Jahre alt – ein schönes Alter, das Respekt abverlangt. Machen wir doch mal ein Experiment. Stellen Sie sich doch mal einen Moment vor, Ihre Eltern hätten Ihnen nicht in Ihrer Jugend die Starthilfe für eine gute Schulausbildung und ein Studium mit auf den Weg gegeben. Stellen Sie sich nun ferner vor, Sie hätten nicht den Beruf eines Wirtschaftsphilosophen und Hochschulprofessors, sondern den eines Straßenbauarbeiters oder eines Dachdeckers ergriffen. Dass Sie aufgrund körperlicher Dispositionen nicht mehr in der Lage wären, diesen Beruf auszuüben und jeder Arbeitgeber lieber einen jüngeren und leistungsfähigeren Mitarbeiter einstellt, dürfte Ihnen schon bewusst sein. Wie, lieber Herr Habermann, wollen Sie nun Ihr Leben fristen? Würden Sie aus lauter Scham staatliche Unterstützung verweigern und auf dem Marktplatz betteln gehen oder würden Sie gleich zum sozialverträglichen Frühableben in den Wald gehen?"
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Royal Bavarian, St. Rückleuchtentupfen, Thursday, 04.11.2010, 10:51 (vor 5550 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Ein Libertärer hat in der Welt einen Artikel rausgekotzt, der bestimmt
auch der rechten Pest hier gefällt, der Spiegelfechter leuchtet ihm Heim:
... der Spiegelfechter hält sich eine trübe Talgfunzel vors Gesicht und sengt sich dabei die Nasenhaare an. Das ist alles.
"Armut öffnet die Schleusen des Anspruchsdenkens" ist zwar zu generalisiert ausgedrückt, allerdings ist es auch verfehlt, in Deutschland überhaupt von Armut zu sprechen. Was es gibt, ist "relative Armut". Und die öffnet tatsächlich die Schleusen des Anspruchsdenkens. Sarrazin hat das eindrucksvoll belegt. Die Schleusentoröffner des Anspruchsdenkens sind Linke und Wohlfahrtsverbände, deren Existenz davon abhängt, daß die relative Armut nicht abnimmt. Im übrigen ist es verfehlt, die relative Armut als ein rein materielles Problem zu begreifen. Oft genug ist nämlich die Armut im Geiste ursächlich für die relative, materielle Armut. Wer im Yachthafen von Cannes nur eine 8-Meter-Yacht liegen hat, ist relativ arm. Die Armut im Geiste ist allerdings in Deutschland das größere Problem - und die wird nicht etwa bekämpft, sondern gefördert, wo es nur geht.
Glück(lichsein) ist der Gradmesser für ein gelungenes Leben. Und dieses Glücklichsein hängt nicht ausschließlich an Absenz der relativen Armut. Keiner, der in Deutschland in relativer Armut lebt, ist automatisch zur Verblödung verdammt. Übrigens: Nach Sarrazin sind die Haushalte mit der größten relativen Armut auch diejenigen, in denen die modernste Unterhaltungselektronik zu finden ist.
Nichts zu danken - Max
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Garfield, Thursday, 04.11.2010, 19:10 (vor 5550 Tagen) @ Royal Bavarian
Hallo Max!
Die Schleusentoröffner des Anspruchsdenkens sind Linke und Wohlfahrtsverbände, deren Existenz davon abhängt, daß die relative Armut nicht abnimmt.
Und diese Linken und die Wohlfahrtsverbände haben also mittlerweile auch die Wirtschaft unterwandert und sorgen dort dafür, daß es durch Entlassungen und Lohndrückerei immer mehr Menschen mit wenig Besitz gibt?
Die Armut im Geiste ist allerdings in Deutschland das größere Problem - und die wird nicht etwa bekämpft, sondern gefördert, wo es nur geht.
Das stimmt allerdings.
Nach Sarrazin sind die Haushalte mit der größten relativen Armut auch diejenigen, in denen die modernste Unterhaltungselektronik zu finden ist.
Nicht nur das. Wenn ich Reportagen über Familien sehe, die von Sozialleistungen leben und denen es dann angeblich ach so schlecht geht, dann stehen da merkwürdigerweise oft teure Lebensmittel von namhaften Herstellern auf dem Tisch.
Meinst du, das ist Zufall? Und meinst du, es ist Zufall, daß die Bundesregierung im Rahmen von "Konjunkturpaketen" auch gern mal Sozialleistungen erhöht? Oder sind diese "Konjunkturpakete" auch nur Teufelswerk von Linken und Wohlfahrtsverbänden?
Freundliche Grüße
von Garfield
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Royal Bavarian, St. Zweiseitentupfing, Thursday, 04.11.2010, 19:49 (vor 5550 Tagen) @ Garfield
Servus Garfield,
Und diese Linken und die Wohlfahrtsverbände haben also mittlerweile auch
die Wirtschaft unterwandert und sorgen dort dafür, daß es durch
Entlassungen und Lohndrückerei immer mehr Menschen mit wenig Besitz gibt?
... natürlich nicht. Aber Entlassungen und Lohndrückerei sind auch nicht ausschließlich den Firmen anzulasten. Es dürften nicht wenige Linke, SPD-ler und Verbandsfunktionäre unter all´denen sein, deren Kaufentscheidung allein am Preis hängt. Wer für 10,- Euro nach Dublin oder nach Rom fliegen will, der braucht sich während des Fluges nicht wie eine rote Socke darüber empören, daß die Mechaniker dieser Airline für einen Apfel und ein Ei arbeiten. Und wer seine T-Shirts für 1,- Euro das Stück einkauft, braucht sich auch nicht über Kinderarbeit in China oder sonstwo aufzuregen.
Meinst du, das ist Zufall? Und meinst du, es ist Zufall, daß die
Bundesregierung im Rahmen von "Konjunkturpaketen" auch gern mal
Sozialleistungen erhöht? Oder sind diese "Konjunkturpakete" auch nur
Teufelswerk von Linken und Wohlfahrtsverbänden?
... den Linken geht es nicht um die Bedürftigen, sondern um die Gleichheit. Ich gebe Sarrazin vollkommen recht, wenn er fordert, Transferleistungen an die Bedürftigen (besonders an deren Kinder) so umfänglich wie möglich als Sachleistungen abzugeben und nicht als Geldleistungen.
Freundlicher Gruß - Royal Bavarian
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Garfield, Friday, 05.11.2010, 01:40 (vor 5550 Tagen) @ Royal Bavarian
Hallo Max!
Es dürften nicht wenige Linke, SPD-ler und Verbandsfunktionäre unter all´denen sein, deren Kaufentscheidung allein am Preis hängt.
Na ja, aber es sind wohl vor allem die normalen Bürger. Und könnte das vielleicht damit zusammen hängen, daß die deutschen Netto-Löhne seit 10 Jahren sinken, und die Brutto-Löhne seit einigen Jahren auch? Könnte es sein, daß immer mehr Menschen sich teure Produkte aufgrund von Erwerbslosigkeit und Lohndrückerei einfach nicht mehr leisten können? Daß sie billig kaufen müssen, ob sie wollen oder nicht?
Denn es ist ja nicht so, daß die Firmen sich keine höheren Löhne leisten könnten. Nein, die Gewinne der Firmen sind schon immer schneller gestiegen als die Löhne, und noch steiler stiegen sie in den letzten Jahren. Da wäre schon Luft für gute Lohnerhöhungen, gerade jetzt, wo die Geschäfte wieder gut laufen. Aber dann würden die Gewinne ja nicht so steil steigen...
Ich gebe Sarrazin vollkommen recht, wenn er fordert, Transferleistungen an die Bedürftigen (besonders an deren Kinder) so umfänglich wie möglich als Sachleistungen abzugeben und nicht als Geldleistungen.
Ja, dafür bin ich auch. Das würde aber einigen Produzenten und Händlern sauer aufstoßen.
Die FDP hat ja mal zu Beginn der aktuellen Regierungsperiode vorgeschlagen, daß Hartz IV-Empfänger nur noch eine Pauschale für die Miete gezahlt bekommen sollen. Das war schnell vom Tisch. Und zwar nicht wegen irgendwelcher Linker, sondern weil diverse Politiker und Abgeordnete ihre fetten Bezüge u.a. auch in Mietswohnungen angelegt haben. Und für Vermieter sind Hartz IVler ideal - da muß man nicht befürchten, daß der Mieter dauernd fragt, ob er die Miete später zahlen kann, weil sein Chef mal wieder das Gehalt nicht pünktlich zahlt. Notfalls kann man sich die Miete sogar direkt vom Amt überweisen lassen. Besser gehts doch gar nicht, und das Geschäft wollen sich die Vermieter nicht von mageren Pauschalen versauen lassen. Sind halt auch allesamt üble Linke.
Freundliche Grüße
von Garfield
Lohndrückerei - zu hohe Steuern
ajki, Friday, 05.11.2010, 12:37 (vor 5549 Tagen) @ Garfield
Die Löhne sinken weil die Steuern steigen und die gesamte Wirtschaft erdrücken.
Gesetze regeln jeden Unsinn, Genderisten pressen ihre Ideologien durch und die Freiheit geht völlig verloren.
DAS ist der Grund für die ganze Zerstörung. Die Industrie in Grossbritannien wurde von den Gewerkschaften vernichtet.
/ajk
Lohndrückerei - zu hohe Steuern
Garfield, Friday, 05.11.2010, 14:38 (vor 5549 Tagen) @ ajki
Hallo ajk!
Die Löhne sinken weil die Steuern steigen und die gesamte Wirtschaft erdrücken.
Wenn es so wäre, dann müßten die Gewinne der Firmen ja massiv gesunken sein. Die Statistiken zeigen aber klar, daß sie immer höher steigen, gerade jetzt, wo es wieder besser läuft.
Es kann also nicht so sein, daß die Firmen wegen zu hoher Steuern zur Lohndrückerei gezwungen sind.
Es gibt auch immer wieder Fälle, in denen Firmen trotz bester Gewinnsituation Arbeitsplätze ins billigere Ausland verlagern. Auch da steckt ganz offensichtlich kein finanzieller Druck dahinter, sondern einfach nur die Gier nach noch mehr Gewinn.
Und wenn solche Fälle von Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland allmählich seltener vorkommen (teilweise werden mittlerweile sogar schon Produktionsstandorte nach Deutschland zurück verlagert), dann liegt das vor allem daran, daß es immer schwieriger wird, noch Länder zu finden, in denen es akzeptablte Infrastruktur und noch niedrigere Löhne gibt als in Deutschland...
DAS ist der Grund für die ganze Zerstörung.
Genderisten machen sicher viel Unsinn und verschwenden viel zu viel Geld. Aber sie sind nur eine unangenehme Begleiterscheinung.
Die Industrie in Grossbritannien wurde von den Gewerkschaften vernichtet.
Wie soll denn das konkret ausgesehen haben?
Freundliche Grüße
von Garfield
Lohndrückerei - zu hohe Steuern
ajki, Friday, 05.11.2010, 15:50 (vor 5549 Tagen) @ Garfield
Hallo ajk!
Die Löhne sinken weil die Steuern steigen und die gesamte Wirtschaft
erdrücken.Wenn es so wäre, dann müßten die Gewinne der Firmen ja massiv gesunken
sein. Die Statistiken zeigen aber klar, daß sie immer höher steigen,
gerade jetzt, wo es wieder besser läuft.
Der Begriff Lohnnebenkosten sagt Dir was? Weniger Lohn: Weniger Lohnnebenkosten. Weniger Mitarbeiter: Weniger Lohnkosten.
Und Lohnkosten sind die höchsten Kosten in normalen Unternehmen ohne hohen Ressourcenbedarf.
Es kann also nicht so sein, daß die Firmen wegen zu hoher Steuern zur
Lohndrückerei gezwungen sind.
Gezwungen wird niemand dazu, ausser der Wettbewerb auf der Welt. Und da sind die nicht vorhandenen Schutzregeln verantwortlich.
Es gibt auch immer wieder Fälle, in denen Firmen trotz bester
Gewinnsituation Arbeitsplätze ins billigere Ausland verlagern. Auch da
steckt ganz offensichtlich kein finanzieller Druck dahinter, sondern
einfach nur die Gier nach noch mehr Gewinn.
So denkt ein Nichtunternehmer über Unternehmer. Ein Aktionär ist den Aktionären verpflichtet, diese sind übrigens sehr oft Rentenfonds (Rentner erpressen die Firmen!). Wenn die Kurse fallen, kann das die Firma ruinieren, auch wenn die Kurse nur fallen weil jemand dafür sorgt. Oder weil manche glauben das die Führung nicht gut geeinget sind.
Viele Unternehmer fliehen (!) aus Deutschland weil hier eine massive Industriefeindlichkeit regiert. Die Grünen und andere „Umweltschützer“ sorgen dafür. Der Nachwuchs fehlt, billige Kapitalistenfeindlichkeit wächst und wächst. In den Schulen sind nur arbeitslose Frauen die noch nie im Leben gearbeitet haben und ihr Weltbild den Kindern weitergeben.
Und wenn solche Fälle von Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland allmählich
seltener vorkommen (teilweise werden mittlerweile sogar schon
Produktionsstandorte nach Deutschland zurück verlagert), dann liegt das
vor allem daran, daß es immer schwieriger wird, noch Länder zu finden, in
denen es akzeptablte Infrastruktur und noch niedrigere Löhne gibt als in
Deutschland...
Es liegt vor allem an der Mentalität der Deutschen. Die Deutschen sind ordendlich, gründlich und fleissig. Das ist unschätzbar. Sie sind ehrlich und respektvoll. Und sie sind Arbeitstiere der oberklasse.
DAS ist der Grund für die ganze Zerstörung.
Genderisten machen sicher viel Unsinn und verschwenden viel zu viel Geld.
Aber sie sind nur eine unangenehme Begleiterscheinung.
Nein, sie sind der Kern des Problems. Das Problem ist „verwirrung“. Die Menschen wissen nicht wo oben und wo unten ist, darum suchen sie wie wahnsinnig und bauen wirre Konstruktionen um im Leben eine Orientierung zu haben. Früher hatten wir auch eine Religion in welcher man „das nicht wissen können“ als Teil der Ordnung akzeptierte. Das Geheimniss des schwer verständlichen und des Nichts wurde angebetet. Nennt man Christentum. Das Geheimniss ist Gott.
Wie soll denn das konkret ausgesehen haben?
Mindestlohn, massive Geschäftsschädigende Streiks, zwang zu höheren Löhnen, Widerstand gegen die Geschäftsführung, mitsprache bei Fachintensiven Themenbereichen (Klartext: Idioten haben versucht Fachleuten reinzureden wie sie zu handeln haben) und und und.. Das ist überall so. Auch die Amerikanische Autoindustrie ist darunter massiv kaputt gegangen. Die Industriellen sind entweder geflohen, oder wurden von anderen übernommen (Asien) und alles wurde ins Ausland verlagert.
/ajk
Lohndrückerei - zu hohe Steuern
Garfield, Friday, 05.11.2010, 19:51 (vor 5549 Tagen) @ ajki
Hallo ajk!
Der Begriff Lohnnebenkosten sagt Dir was? Weniger Lohn: Weniger Lohnnebenkosten.
Die Lohnnebenkosten werden ja eh nicht von den Firmen bezahlt, sondern die muß jeder Beschäftigte als inoffiziellen Teil seines Lohnes voll und ganz selbst erarbeiten. So gesehen ist deine Behauptung, daß die Steuern und Abgaben ihren Teil zum sinkenden Lohnniveau betragen, natürlich nicht ganz falsch.
Weniger Mitarbeiter: Weniger Lohnkosten.
Genau. Das ist aber völlig unabhängig von den Steuern und Abgaben und auch vom Lohnniveau. Da die Gewinne immer höher steigen sollen, muß eben auch immer mehr gespart werden, auch bei den Lohnkosten.
Das ist eben auch nicht anders, wenn die Lohnkosten sinken. Du würdest dich wundern, wo Firmen noch überall sparen. Da werden z.B. nur noch Billig-Kugelschreiber als Material für die Beschäftigten eingekauft. Damit spart man dann vielleicht 50 Euro - das wird aber trotzdem gemacht.
Gezwungen wird niemand dazu, ausser der Wettbewerb auf der Welt. Und da sind die nicht vorhandenen Schutzregeln verantwortlich.
Der Wettbewerb zwingt die Besitzer der Firmen zu immer höheren Gewinnerwartungen? Das mußt du mir jetzt mal näher erläutern!
Meinst du damit etwa den Wettbewerb im Yachthafen, wenn der Millionär auf seiner kleinen Yacht neidisch auf das Riesenschiff des Milliardärs schielt?
In der Praxis läuft das z.B. so:
Da wird eine Firma von einer anderen aufgekauft. Wie heute meist üblich, wird dieser Kauf über einen Kredit finanziert. Die Kreditraten, also Zinsen + Tilgung, sind dann natürlich regelmäßig fällig, und diese Kosten drückt man der frisch gekauften Firma auf. Die muß nun also noch weitaus mehr Gewinn erwirtschaften als vorher, zumal die Großaktionäre des Konzerns ja auch gern noch ein fettes Plus sehen wollen. Also wird dann auf-Teufel-komm-raus gespart, und dafür werden den Mitarbeitern eben auch die Löhne gedrückt, wenn man nur noch so wenige hat, daß man keine mehr entlassen kann. Beliebt ist auch Arbeitszeiterhöhung ohne Lohnausgleich. Es gibt eine ganze Menge Firmen, die auf dem Papier zwar eine 35-Stunden-Woche haben, wo die Mitarbeiter tatsächlich aber durchweg 38 oder 40 Wochenstunden arbeiten, ohne dafür einen Cent mehr zu kriegen. Die Mitarbeiter dürfen dann quasi ihre Firma mit abzahlen, nur leider vergißt man, sie auch entsprechend am Gewinn zu beteiligen.
...billige Kapitalistenfeindlichkeit wächst und wächst. In den Schulen sind nur arbeitslose Frauen die noch nie im Leben gearbeitet haben und ihr Weltbild den Kindern weitergeben.
Könnte das vielleicht auch damit zusammen hängen, daß immer mehr Menschen sehen, wo es hingeht, nämlich zu den Zuständen im 19. Jahrhundert? Bzw. eigentlich zu noch schlimmeren Zuständen, denn im 19. Jahrhundert wurden ja wenigstens noch sehr viele Menschen als Beschäftigte für Produktion und Dienstleistungen gebraucht.
Könnte es vielleicht sein, daß viele Menschen es satt haben, immer nur die Zahlmeister und Arbeitssklaven für irgendwelche Manager und Aktionäre zu spielen, die sich auf ihre Kosten fette Boni und Dividenden einsacken und die Folgekosten ihrer Fehlentscheidungen immer ihren Mitarbeitern oder dem Steuerzahler aufbrummen?
Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie hoch der Steuerzahler allein durch das "Bankenrettungspaket" in den nächsten Jahrzehnten belastet wird?
Es liegt vor allem an der Mentalität der Deutschen.
Mittlerweile liegt es auch daran, daß Deutschland in der EU zunehmend zum Billiglohnland wird.
Nein, sie sind der Kern des Problems. Das Problem ist „verwirrung“. Die Menschen wissen nicht wo oben und wo unten ist...
Das wissen viele nach wie vor. Lies dir mal die Kommentare auf den Internetseiten unserer Massenmedien durch. Da hagelt es massive Kritik an dem Blödsinn, der da verbreitet wird. Deshalb lassen sie doch oft keine Kommentare zu, oder sie zensieren sie. Die Menschen sind nicht so einfach zu verdummen, und schon gar nicht durch irgendwelche Gender-Wirrköpfe.
Mindestlohn, massive Geschäftsschädigende Streiks, zwang zu höheren Löhnen, Widerstand gegen die Geschäftsführung...
Du meinst, wenn es das alles nicht gäbe, dann würden wir sofort im Paradies leben? Ich kann dir schreiben, wie es dann hier aussehen würde: Die deutsche Wirtschaft würde fast nur noch für den Export arbeiten. Binnenmärkte gäbe es so gut wie keine mehr, weil jeder für 10 Cent pro Stunde arbeiten müßte. Es würde darüber hinaus ernsthaft debattiert werden, ob es nicht so laufen sollte, daß ein Arbeitnehmer für die Möglichkeit, arbeiten zu dürfen, seinem gnädigen Arbeitgeber nicht eigentlich etwas zahlen müßte. Es würde zig Millionen Erwerbslose geben, die man massenweise in private Gefängnisse stecken würde, wo sie einfache Zuarbeiten für die Exportwirtschaft erledigen dürften. Halt das, was z.B. in Asien oder Osteuropa heute Kinder machen. Die Reichen und die paar Leute, die sie noch zu ihrem Schutz und als Bedienstete brauchen, würden in abgeschotteten Luxus-Siedlungen leben, der Rest des Landes wäre ein riesiges Elendsviertel.
Auch die Amerikanische Autoindustrie ist darunter massiv kaputt gegangen.
Nein. Du solltest dich mal gründlich damit befassen, wie früher bekannte und erfolgreiche Firmen untergegangen sind. Es hatte in den allermeisten Fällen einen einzigen Grund: Fehlentscheidungen der Geschäftsführung. Meist war es so, daß man zugunsten von maximalem Gewinn (auch) an der technologischen Weiterentwicklung der Produkte gespart hat. Wenn man dann auch noch entscheidende neue Entwicklungen unterschätzt und verschläft, ja, dann ist man eben schnell pleite.
Freundliche Grüße
von Garfield
Lohndrückerei - zu hohe Steuern
Sachse, Saturday, 06.11.2010, 14:29 (vor 5548 Tagen) @ ajki
Ich kann mich täuschen, aber ich glaube, unsere Abgeordneten haben längst aufgegeben, über Politik überhaupt nachzudenken, bis auf einen kleinen Rest. Sie stimmen ab, wie es die Fraktionsspitze will und sind ansonsten damit beschäftigt, ihre eigenen Pfründe auszuweiten. Für die aktuellen Themen bekommen Sie von der so genannten Wirtschaftswissenschaft fertige Argumente geliefert, die man nur noch nachplappern muss. Nachdenken ist nicht angesagt.
Ist ein Fazit dieses Autors zum Thema "Lohnnebenkosten". Lesenswert, meine ich
"Seit 1980 sinken die Reallöhne trotz steigender Produktivität. Aber die Ursachen für diesen Widerspruch scheinen kaum zu interessieren.
Man debattiert lieber scheinheilig über Mindestlöhne, Pendlerpauschalen, höhere Reichensteuern usw."
Wie, Warum, Weshalb HIER
Lohnsenkungen trotz doppelter Produktivität - wie kann das sein?
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Sachse, Saturday, 06.11.2010, 10:40 (vor 5548 Tagen) @ Garfield
Und für Vermieter sind Hartz IVler ideal - da muß man nicht befürchten, daß der Mieter dauernd fragt, ob er die Miete später zahlen kann, weil sein Chef mal wieder das Gehalt nicht pünktlich zahlt. Notfalls kann man sich die Miete sogar direkt vom Amt überweisen lassen.
Und man kann die übelsten Buden teuer vermieten:
Schimmel, fehlende Wärmedämmung, defekte Böden und Wände, Ungeziefer,....
Alles kein Problem: dieser Mieter wird nicht rumzucken oder gar die Miete mindern, ...
Besonders im Winter lohnt sich dieser Mieter doppelt: schlechte Wärmedämmung, defekte Fenster, da steigen schön die Heizkosten. Schöner Zusatzgewinn !
Wenn die Heizkosten dann zu hoch werden: der Harzer ist eben zu blöd zum Heizen..
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Gismatis, Basel, Friday, 05.11.2010, 03:20 (vor 5549 Tagen) @ Royal Bavarian
Hallo Max
Ich gebe Sarrazin vollkommen recht, wenn er fordert,
Transferleistungen an die Bedürftigen (besonders an deren Kinder) so
umfänglich wie möglich als Sachleistungen abzugeben und nicht als
Geldleistungen.
Das halte ich für wenig praktikabel. Wo ist da der Nutzen? Der Verwaltungs- und Organisationsaufwand wäre viel größer.
Gruß
Gismatis
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Anm, Friday, 05.11.2010, 17:55 (vor 5549 Tagen) @ Gismatis
Es wäre vor allem ein Bruch mit einem der geforderten Prinzipien, der Staat habe sich aus dem Privaten herauszuhalten. Nicht jeder Mensch hat exakt die selben Bedürfnisse, deshalb sollte der Staat auch nicht vorschreiben dürfen, was Menschen zu kaufen haben. Die direkten sachleistungen laufen im Grunde genau darauf hinaus, nur dass der Schritt des Selbstkaufens durch dafür eingesetzte Helfer wahrgenommen wird
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Royal Bavarian, St. Kindeswohltupfing, Friday, 05.11.2010, 21:26 (vor 5549 Tagen) @ Gismatis
Servus Gismatis,
Das halte ich für wenig praktikabel. Wo ist da der Nutzen? Der
Verwaltungs- und Organisationsaufwand wäre viel größer.
... der Nutzen: Strunzdumme, moralisch völlig verwahrloste Alleinverziehende würden davon abgehalten werden, nur zum Zwecke ihrer eigenen Alimentierung immer noch mehr Kinder zur Welt zu bringen, die dann ungeliebt verwahrlosen und noch nicht mal ein Pausenbrot mit in die Schule bekommen (geschweige denn ein Frühstück!). Es würde dann vielleicht NICHT die neueste Unterhaltungselektronik, "statusbewußte" Kleidung und billiger Fertigfraß gekauft werden, sondern es müßte z.B. selbst gekocht werden. Z.Zt. gibt es 322,- € Kindergeld pro Kind und Monat. Wenn ich das ungefähr richtig sehe, dann bedeutet das bei vier Kindern von vier verschiedenen Vätern und einer "Mutter", die Hartz IV bezieht, ca. 1.500,- € im Monat an Geld plus die Übernahme der Mietkosten durch den Staat. Es ist illusorisch, anzunehmen, daß bei jedem Kind die vollen 322,- € ankommen, d.h. für das Kind verwendet werden. Sachleistungen für das Kind im selben Wert würden dagegen tatsächlich dem Kind zugute kommen und so könnte dann bspw. über Gutscheine Musikunterricht finanziert werden oder Nachhilfe, für die das Geld ansonsten "fehlt", weil "Mutter" es lieber versäuft oder anderweitig auf den Kopf haut.
Ich denke, daß sich ein erhöhter Verwaltungs- und Organisationsaufwand lohnen würde, wenn im Gegenzug zwar die Sozialleistung für die Bedürftigen erhalten bleibt, das Sich-hinein-begeben ins soziale Netz aber für die Schmarotzer, die es nicht zu knapp AUCH gibt, unattraktiv wird.
Ein gegenleistungsloses Bürgergeld für jeden Bürger wäre sogar der Untergang des Abendlandes.
Schönen Abend noch - Royal Bavarian
Kindergeld- Korrektur
Donna Amaretta, Friday, 05.11.2010, 22:14 (vor 5549 Tagen) @ Royal Bavarian
Z.Zt. gibt es 322,- € Kindergeld pro Kind und Monat.
Moment mal, bitte.
Ich gebe das mal eben in den Kindergeldberechner ein.
1. Kind:lebt im Haushalt
2. Kind:lebt im Haushalt
Ergebnis:
Du erhältst € 368 Kindergeld monatlich
1. Kind: € 184
2. Kind: € 184
http://www.familienbande24.de/geld/kindergeld&thema=Kindergeld%20berechnen%20lassen
Und dies noch:
Im Jahr 2010 gibt es Kindergeld in folgenden Höhen:
1. Kind -----------> 184,00 €
2. Kind -----------> 184,00 €
3. Kind -----------> 190,00 €
jedes weitere Kind > 215,00 €
macht ---------- = 773,00 €
Die Berechnung im Rest deines Beitrages würde dann damit auch nicht mehr stimmen.
So ganz nebenbei:
"Aktuell:
Das Bundesverfassungsgericht hat am 08.04.2010 entschieden, das die volle Anrechnung des Kindergeldes auf Hartz-IV-Leistungen nicht gegen das Grundgesetz verstösst."
Markenkleidung? Aber sicher doch- ich sehe Massen an Hartz4 Kindern damit herumlaufen.
Nur mal zur Info: Die Hartz4 Empfänger die ich kenne/kannte, ersteigern
und versteigern gebrauchte Kinderkleidung in Paketen auf E-Bay, sofern
Internet-Zugang. Ich sehe auch viele Mütter auf Flohmärkten kaufen und verkaufen.
Musikunterricht? Erstmal sind Grundbedürfnisse zu befriedigen.
Ein Gutschein für Musikunterricht, wenn die Füße grad wieder gewachsen sind,
und neue Straßenschuhe+Turnschuhe gebraucht werden, ist sicher nicht
erheiternd.
Ich weiß ja nicht, ob und wieviele Hartz4 Empfänger du persönlich kennst
und in deren Wohnungen herumspaziert bist.
Auf Feindbildpflege und Stilisierung verstehst du dich jedenfalls gut.
LG Donna A
Kindergeld- Korrektur
Royal Bavarian, Saturday, 06.11.2010, 00:44 (vor 5549 Tagen) @ Donna Amaretta
Gut, akzeptiert. Ich bin wirklich nicht so firm in den Details. Ich meinte, neulich was von 322,- € gelesen zu haben. Aber darum ging es mir letzlich nicht bei der Abwägung Sachleistung/Geldleistung. Deine Korrektur in allen Ehren, aber sie ändert nichts daran, daß die überproportional zahlreichen Kinder aus bildungsfernen Schichten über einen größeren Anteil von Sachleistungen z.B. in Form von Gutscheinen besser erreicht werden könnten.
Auf Feindbildpflege und Stilisierung verstehst du dich jedenfalls gut.
... gottogott, diese Empfindlichkeit immer! "Feindbildpflege generell" gleich und "Stilisierung" ... bla-fasel. Ich bezweifle nicht, daß es die Hartz IV- Leute gibt, von denen du schreibst. Ich bezweifle nur ebenfalls nicht, daß es auch andere gibt. Das ist dann "Feindbildpflege & Stilisierung" ...
LG Donna A
... mir sind Leute suspekt, die "Liebe Grüße" nicht mehr ausschreiben können. Abgesehen davon weiß ich gar nicht, wie ich plötzlich zu der Ehre komme, welche zu erhalten. Wer "liebe Grüße" abkürzt, muß einen dermaßen großen Kreis von Empfängern seiner lieben Grüße haben und derart emsig schreiben, daß er irgendwann mal überlegt haben muß, sich einen Stempel anfertigen zu lassen für die lieben Grüße. Oder er will für lieb gehalten werden, weil er ja liebe Grüße verschickt. Wer jemanden angreift, der ihm zuvor liebe Grüße geschickt hat, muß ja wohl ein ganz misera ... Das isses, glaube ich ...
Stinknormaler Gruß - Max
Kindergeld- Korrektur
Sachse, Saturday, 06.11.2010, 10:27 (vor 5548 Tagen) @ Royal Bavarian
Ich bezweifle nicht, daß es die Hartz IV- Leute gibt, von denen du schreibst. Ich bezweifle nur ebenfalls nicht, daß es auch andere gibt.
Das Problem ist absichtlich von Politik und Medien so etabliert worden:
Wenn ich irgendwo, vor Allem in letzter Zeit, Berichte über ALG 2 Bezieher sehe, direkt, oder diese tauchen in irgend einem Bericht zufällig auf, dann geschieht folgendes:
Ein Jammern erfüllt die Szene, genüsslich wird über die neuste Unterhaltungselektronik geschwenkt, das Bild zeigt eine müllige Wohnung, natürlich stehen dort neueste Möbel ....
Dann werden diese Leute mit nervigen Arbeitsangeboten tracktiert, der "Mallorgaa" Urlaub ist geplant...
Dies ist nicht die Realität. Nicht die, die ich gesehen habe, und ich kenne viele ALG Bezieher.
Dieser, in den Medien immer wieder gezeigte Unterschichtenschrott ist nicht dabei.
Interessant vielleicht noch: Die Hetze gegen Harz4 begann etwa mit dem Urteil des BSG.
Ein Schelm, wer da Hintergründe vermutet
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Manhood, Thursday, 04.11.2010, 14:51 (vor 5550 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Sonderbar: Einen Libertären wird die Misere des real existierenden Sozialismus vorgehalten! Bescheuerter geht's nicht mehr!
Grüsse
Manhood
huch
kein abel, Thursday, 04.11.2010, 22:02 (vor 5550 Tagen) @ Manhood
Sonderbar: Einen Libertären wird die Misere des real existierenden
Sozialismus vorgehalten! Bescheuerter geht's nicht mehr!
real existierender Sozialismus? In Deutschland wurde der Privatbesitz an Kapital abgeschafft? Spiegel Online berichtet noch gar nicht darüber
huch
ajki, Friday, 05.11.2010, 12:38 (vor 5549 Tagen) @ kein abel
real existierender Sozialismus? In Deutschland wurde der Privatbesitz an
Kapital abgeschafft? Spiegel Online berichtet noch gar nicht darüber
Das Kapital gehört den Staat. 70% des Geldes wird vom Staat einkassiert.
/ajk
huch
kein abel, Friday, 05.11.2010, 18:28 (vor 5549 Tagen) @ ajki
Das Kapital gehört den Staat. 70% des Geldes wird vom Staat einkassiert.
Kapital=Maschinen, Gebäude, usw.. Du beziehst dich wohl auf den Profit, auch wenn die 70 % rätselhaft sind. Waren es nicht 23% ? 
Überrascht
pit b, Thursday, 04.11.2010, 19:58 (vor 5550 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Ein Libertärer hat in der Welt einen Artikel rausgekotzt, der bestimmt
auch der rechten Pest hier gefällt, der Spiegelfechter leuchtet ihm Heim:
Woher weißt du, dass ich rechts bin!?
Was hat mich Verraten???
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Gack, Thursday, 04.11.2010, 20:05 (vor 5550 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Ein Libertärer hat in der Welt einen Artikel rausgekotzt, der bestimmt
auch der rechten Pest hier gefällt, der Spiegelfechter leuchtet ihm Heim:
Kaum gesagt, schon eilt der erste dieser Deppen herbei, um eine Antwort darunter zu rülpsen. Sollte man einfach so stehen lassen, dieser bajuwarische König der Proleten demontiert sich immer wieder anschaulich selbst
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Das Edle Schnabeltier, Thursday, 04.11.2010, 21:40 (vor 5550 Tagen) @ Gack
Naja, ehrlich gesagt war das heute morgen ein unbedachter Schnellschuss. Ist mir jetzt peinlich, dass ich mich das Niveau derjenigen herabbegeben habe, die ständig von der "linken Pest" skandieren.
Aber deinen Rat - Unbekannter - befolge ich gerne
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
Royal Bavarian, St. Höherwertstupfing, Thursday, 04.11.2010, 21:55 (vor 5550 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
... schön, daß hier die Rangordnung eingehalten wird. Das gemeine Volk spricht nicht mit mir - es tuschelt über mich.
Wir sind amüsiert - Royal Bavarian
Neoliberalismus: Von der Freiheit, in Armut leben zu "dürfen"
kein abel, Thursday, 04.11.2010, 22:06 (vor 5550 Tagen) @ Royal Bavarian
... schön, daß hier die Rangordnung eingehalten wird. Das gemeine Volk
spricht nicht mit mir - es tuschelt über mich.Wir sind amüsiert - Royal Bavarian
ich muss sagen, Royal Bavarian ist von den "Freiheitlich-Konservativen" derjenige mit dem größten Unterhaltungswert. Allein der Name macht mir immer Appetit auf frische Brezen und Weißbier. Solange die Texte einen gewissen künstlerischen Wert haben, vermisse ich auch keinen rationalen Inhalt
Von der moralischen Überlegenheit des Versagens
Borat Sagdijev, Thursday, 04.11.2010, 21:21 (vor 5550 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Armut hat alle Schleusen des Anspruchsdenkens geöffnet.
Vermeintliche Armut trifft besser.
Wie, lieber Herr Habermann, wollen Sie nun Ihr Leben fristen? Würden
Sie aus lauter Scham staatliche Unterstützung verweigern und auf dem
Marktplatz betteln gehen oder würden Sie gleich zum sozialverträglichen
Frühableben in den Wald gehen?"
Ich mache lieber Experimente mit der Characterfestigkeit von Linken. Halt, die brauche ich ja gar nicht machen, das haben die schon. Und Sie sind grandios durchgefallen.
Klingt so wie die geläufige Drohung von Linken: Wir kommen und zünden dein Haus und Auto an, deine Frau ficken wir und deine Kinder essen wir
--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Von der moralischen Überlegenheit des Versagens
Intuitus, Thursday, 04.11.2010, 22:02 (vor 5550 Tagen) @ Borat Sagdijev
Klingt so wie die geläufige Drohung von Linken: Wir kommen und zünden
dein Haus und Auto an, deine Frau ficken wir und deine Kinder essen wir
Na und, ich kenne hier mindestens eine Person, die immer mal wieder von "Hanfkrawatten" und "Aufhängen" schwadroniert. Und diese Person ist irgendwie so ganz und gar nicht links
Von der moralischen Überlegenheit des Versagens
Borat Sagdijev, Thursday, 04.11.2010, 23:31 (vor 5550 Tagen) @ Intuitus
Na und, ich kenne hier mindestens eine Person, die immer mal wieder von
"Hanfkrawatten" und "Aufhängen" schwadroniert. Und diese Person ist
irgendwie so ganz und gar nicht links
Machen wir doch mal ein Experiment.
Diese Person hatte von Ihren Eltern keine Starthilfe für eine gute Schulausbildung und Studium mitbekommen. Stell dir nun ferner vor, diese Person hätte nicht den Beruf eines Wirtschaftsphilosophen und Hochschulprofessors, sondern den eines Busfahrers. Dass diese Person aufgrund körperlicher Dispositionen nicht mehr in der Lage wäre Ihren Beruf auszuüben und jeder Arbeitgeber lieber einen jüngeren und fähigeren Busfahrer einstellt, dürfte dir schon bewusst sein.
Willst du jetzt diese Person als boshaft und gewalttätig bezeichnen?
Willst du dieser Person zum sozialverträglichen Frühableben bei einem Busunglück raten?
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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Von der moralischen Überlegenheit des Versagens
Intuitus, Friday, 05.11.2010, 00:37 (vor 5550 Tagen) @ Borat Sagdijev
Es ging darum, zu zeigen, dass diese Art von Drohungen nicht linkenspezifisch sind und dies mit leicht sarkastischem Unterton rüberzubringen ("Na und...").
Sich gegenseitig Geisteskrankheit zu unterstellen, gehört im übrigen auch zu den Punkten, bei denen sich die Lager treffen
Anspruchsdenken
ajki, Friday, 05.11.2010, 12:32 (vor 5549 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Armut ist nicht so schlimm wie viele meinen, ich war selber mal arm. Und wenn ich meinen Nettoauszug sehe, bin ich weiterhin noch arm.
Es gibt sehr viel Herzlichkeit unter den Menschen die nicht in Geld ersticken.
In übrigen liegt es nicht an den "Startbedingungen" sondern am Willen und den Fähigkeiten der Person ob sie etwas erreicht. Immer diese Sozialisten..
Das ausgerechnet bei den Maskulisten irgendwie eine negative Denkweise über Libertäre und Rechte existiert ist ein Witz. Der Maskulismus ist eine Konservative "Bewegung".
/ajk
trojanische Pferde
Borat Sagdijev, Friday, 05.11.2010, 17:39 (vor 5549 Tagen) @ ajki
Es gibt sehr viel Herzlichkeit unter den Menschen die nicht in Geld
ersticken.
Geld nimmt dem Mensch die Notwendigkeit "Herzlich" zu sein. Wer es trotz Geld ist, dem nimmt man es ab.
Das ausgerechnet bei den Maskulisten irgendwie eine negative Denkweise
über Libertäre und Rechte existiert ist ein Witz. Der Maskulismus ist
eine Konservative "Bewegung".
Vielleicht weil Linke eine Art trojanisches Pferd im Maskulismus sind?
Sie versuchen die Aufmerksamkeit die Maskulismus genießt zu nutzen Ihre eigene Ideologie zu "verkaufen".
Linke nehmen sich ja gerde Opfern an. Opfern von Scheidungen, Opfern des Feminismus.
Opfer instrumentalisiert der Linke auf seinem Weg zur Macht, der Macht durch Hilfe.
Sich den Schwachen und den Opfern "annehmen" und diese Ausbeuten, pervertierter Mutter- und Helferinstinkt.
Im Feminismus und bei Linken zu finden
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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
trojanische Pferde
kein abel, Friday, 05.11.2010, 18:34 (vor 5549 Tagen) @ Borat Sagdijev
Vielleicht weil Linke eine Art trojanisches Pferd im Maskulismus sind?
die Rechten sind mit Sicherheit nicht im trojanischen Pferd versteckt, so vorlaut und nassforsch wie die sich hier immer äußern