Eva Menasse kritisiert die Präimplantationsdiagnostik (PID) und...
Merkels "konservative Männerarmee"
Das schreibt Ferdinand Knauß auf Geschlechtsverwirrung.
Zunächst erlaube ich mir, meinen Senf zu Menasses These abzugeben, auch wenn es mit dem Geschlechterthema nur mittelbar zu tun hat: Sie hat recht, wenn sie auf die groteske Tatsache verweist, dass nach Rechtslage nicht nur generell straffrei bis zur 12. Woche abgetrieben werden darf, sondern unter dem Euphemismus „Spätabtreibung“ schwerstbehinderte Kinder noch bis unmittelbar vor der Geburt im Mutterleib getötet werden können. Und nun will der Staat gleichzeitig Paaren verbieten, im Reagenzglas entstandene „Zellhaufen“, die „weder Arme, Beine, noch Gesicht“ haben auf Erbkrankheiten untersuchen zu lassen. „Angesichts solcher Fälle, und angesichts von 110000 ganz normalen deutschen Abtreibungen pro Jahr, ist jeglicher „Embryonenschutz“ in der ersten Woche nach der künstlichen Befruchtung eine vollkommen irrationale, menschenverachtende Groteske.“ Genau das denke ich auch. Und Angela Merkels Haltung in dieser Frage stößt mir besonders übel auf. Ich werde den Verdacht nicht los, dass sie nicht ethische Erwägungen treiben, sondern dass sie die günstige Gelegenheit ergreift, sich mal eben „konservativ“ zu präsentieren.
Aber der Grund, warum ich über Menasses Essay an dieser Stelle schreibe, steckt in einem Detail, das mich bei aller grundsätzlichen Sympathie für ihre These sehr geärgert hat. Sie schreibt da völlig unvermittelt von „der Bundeskanzlerin und ihrer konservativen Männerarmee“. Was soll das?
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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein
Eva Menasse kritisiert die Präimplantationsdiagnostik (PID) und...
Hallo Christine und alle!
Aber der Grund, warum ich über Menasses Essay an dieser Stelle schreibe,
steckt in einem Detail, das mich bei aller grundsätzlichen Sympathie für
ihre These sehr geärgert hat. Sie schreibt da völlig unvermittelt von
„der Bundeskanzlerin und ihrer konservativen Männerarmee“. Was soll
das?[/i]
Das soll - unter anderem - DAS:
Menasse schreibt u.a.:
"Gefragt wird: Wann beginnt das Leben?
In Deutschland streitet man erbittert über einen Zeitkorridor von 244 Stunden nach der Befruchtung. Wegen dieser Haarspaltereien müssen in der deutschen Reproduktionsmedizin befruchtete Eizellen im "Vorkernstadium" eingefroren werden, also bevor sich die Kerne von Ei- und Samenzelle vereinigt haben. Und wenn sie sich vereinigt haben, müssen alle Embryonen in den Körper der Mutter eingesetzt werden. Obowohl es oft gute Gründe gäbe, nur ausgewählte zurückzusetzen.
Doch ein wenige Tage alter Embryo ist - bei höchstem Respekt vor dem menschlichen Leben! - kein Mensch. Es ist ein Zellhaufen mit Menschenpotential. Deswegen stellen die Juden, ein ebenso familienfreundliches wie ethisch geschultes Volk, schon die Ausgangsfrage anders: Sie fragen, wann etwas beseelt ist. Ein Embryo in der ersten Lebenswoche ist es dieser Auffassung nach nicht. Deshalb kann man ihn sowohl untersuchen wie verwerfen; deshalb ist Israel eines der Länder mit der freizügigsten Reproduktionsmedizin."
"Ein Zellhaufen". Ich freue mich über die Maßen, so etwas zu lesen in Pope's own country, dessen (des Papstes) Organisation ja alle Nase lang verlauten läßt, der Mensch sei Mensch vom Augenblick der Empfängnis an und die (katholische) Kirche werde in diesem Punkt immer unerbittlich bleiben.
Und besagte Auffassung hat ihre Anhänger ja auch unter Konservativen, die sich neuerlich auch in der CDU/CSU in Form des AEK (Arbeitskreis Engagierter Katholiken) wieder verstärkt Gehör verschaffen.
DAS soll das.
So, und jetzt lese ich mir Deinen Link, Christine, durch.
Gruß
Ekki
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Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.