Die Männer sind an allem schuld - wie üblich
Hallo allerseits!
Soeben veröffentlichte SPIEGEL ONLINE Vorabkritiken zum heutigen "Tatort" sowie zu einem am Mittwoch zu sehenden Krimi.
In beiden Filmen geht es um Mißbrauch.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,725861,00.html
Ein paar prägnante Zitate:
Am Sonntag, 31. Oktober, im "Tatort: Der letzte Patient" mit Maria Furtwängler, und drei Tage später "In aller Stille" , ebenfalls 20.15 Uhr in der ARD, - auch Nina Kunzendorf spielt eine Polizistin - geht es um das Quälen von Kindern, um abgrundtiefe Lieblosigkeit, um das Wegsehen, um seelischen und wirklichen Tod der Allerschwächsten. Ein Thema, das eigentlich alle Menschen angeht, dessen psychische Belastungen aber, so zeigen beide Filme auf das Eindrücklichste, bei den Frauen hängen bleiben. Weil sie es sind, denen es unmöglich ist, sich mit professionellem Abstand gegen das Leid zu panzern.
Was nicht sein darf - daß nämlich auch Männer leiden - das kann eben nicht sein.
Charlotte ist von ihrem Gefährten und Mitbewohner Martin Felser (Ingo Naujoks) verlassen worden, plötzlich und ohne Aussprache.
Wurde in diesem Forum schon diskutiert.
In den diesbezügliche Veröffentlichungen kam dieser Ausstieg so rüber, daß Naujoks - reichlich spät! - gemerkt hat, wofür er sich da hergegeben hatte: Für eine Rolle, die den Mann als debiles Wesen darstellt.
Insofern ist die "Drehbuch-Trennung" auch im realen Leben ein echter Fortschritt.
Die Deutungsarbeit für die Trennung überlässt Martin der Frau. Sie soll sich schuldig fühlen, und - sind Frauen so erzogen? - sie fühlt sich schuldig.
Ach ja? Real existierende Frauen suchen die Schuld für eine Trennung in aller Regel überall - nur nicht bei sich selbst.
Wir dürfen gespannt sein, ob eine der nächsten Folgen mit "Kommissarin Lindholm" derselben ein Sorgerechtsdrama andichtet, in dem sie als rachsüchtige Hyäne agiert.
Mit der Betreuung ihres Sohns bleibt Lindholm hinfort allein.
Schnief ... alleinerziehende Männer gibt es auch.
Das ist der nächste Stein, der ihr aufgeladen wird und der um so schwerer wiegt, als Charlotte Schuldgefühle entwickelt. Ist sie, die Ehrgeizige, nicht eine schlechte Mutter? Vom Kindergarten bis hin zu Lindholms Mutter, die der Tochter den am Kind geleisteten Omadienst vorrechnet, macht ihr niemand das Leben leichter.
Vielleicht könnte man meine im vorvorigen Absatz ausgebreitete Phantasie ja auch umdrehen:
Naujoks kommt in einer der nächsten Folgen zurück und überzieht seine Ex mit einem Sorgerechtsverfahren, Kindesentführung etc.
Gut für die Einschaltquote wäre sowohl das eine wie das andere allemal.
Stets sind es in dieser Geschichte Männer, die Böses anrichten oder vor ihren Gefühlen fliehen.
Sosehr mir im Laufe der Zeit eine innere Distanz zu Vielem zugewachsen ist, was die Frauenfrauen so reden - DAS bringt mich nach wie vor auf die Palme:
Verdammt noch mal:
Männer haben Gefühle über Gefühle - und sie fliehen keineswegs davor.
Daß diese Gefühle vielleicht nicht diejenigen sind, die Frauen (alle Frauen?) sich von Männern wünschen, steht auf einem anderen Blatt.
Hoffentlich finden sich mal couragierte Regisseure, die diese Tatsache medial umsetzen - und Redaktionen, die das dann auch senden.
Leicht angenervt
Ekki
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Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.