Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Warum das Beharren auf einer Lüge

Hausmeister, Thursday, 28.10.2010, 22:15 (vor 5556 Tagen)

Gewalttätige Frauen sind immer noch ein Tabu. Sie passen nicht ins „moderne“ Frauenbild, das Massenmedien, Staat und nicht zuletzt diverse Frauengruppen seit den 70er Jahren ins Bewusstsein der Gesellschaft transportiert – um nicht zu sagen: geprügelt – haben. Demnach ist die Weiblichkeit von heute nicht mehr nur hold, sondern auch unabhängig, erfolgreich und selbstbewusst.
Theoretisch wäre Sie sogar völlig gleichberechtigt, gäbe es nicht die Bestie Mann, durch die sie nach wie vor zum Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung wird. Filme wie „Der Feind in meinem Bett“ mit Julia Roberts tun ihr Übriges, um das Klischee der Frau als Opfer aufrecht zu erhalten. Das gilt insbesondere für den Bereich der häuslichen Gewalt. Doch die Realität sieht anders aus.
Körperliche Gewalt in der Partnerschaft geht von Frauen mindestens genau so oft aus wie von Männern. Das belegen rund 200 wissenschaftliche Forschungsberichte, empirische Studien und Analysen aus den USA, Kanada, England, Dänemark, Neuseeland und Südafrika. An ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln Fachleute längst nicht mehr. Dennoch werden in Deutschland weiterhin die Mythen vom Mann als Täter und der Frau als Opfer gehegt und gepflegt.
Es stellt sich also die Frage, ob man diese Untersuchungen auf hiesige Verhältnisse übertragen kann. Man kann! Zu diesem Ergebnis kommen nicht nur der Kriminologe Prof. Michael Bock (http://web.archive.org/web/20060704081633/http://www.lpb.bwue.de/aktuell/bis/1_03/gewalt.htm) und der Rechtsanwalt Dr. Jürgen Gemünden (http://web.archive.org/web/20060704081633/http://www.vafk.de/gewaltschutz/Dokumente/Gemuenden.pdf), sondern auch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen. Letzteres wurde vomFrauenministerium der Bundesregierung mit einer Studie zur häuslichen Gewalt beauftragt. Die Ergebnisse der Untersuchung blieben der Öffentlichkeit jedoch weitgehend verborgen. Die Journalistin und Gewaltexpertin Luise Mandau vermutet, dass sie zu brisant waren und der damaligen Frauenministerin Claudia Nolte nicht ins politische Konzept passten: Sie hatte gerade eine Kampagne „Gewalt gegen Frauen“ gestartet, in deren Zusammenhang die Gewalt der Männer gegeißelt wurde.
Es war allerdings nicht das erste Mal, dass derartige Informationen zurückgehalten wurden. Schon 1992 lag dem Bundesfrauenministerium eine Studie vor, aus der klar hervorging, dass die Gewalt der Frauen der Männergewalt in den Familien in nichts nachstand. Auch diese Dokumente wurden für eine öffentliche Diskussion nicht zugänglich gemacht. Schließlich startete der „Focus“ eine Umfrage – mit dem gleichen Ergebnis. Demnach waren erkennbar mehr Männer als Frauen die Opfer schwerer und mittelschwerer Gewalt in der Partnerschaft. Trotzdem sprechen noch heute deutsche Politiker und Massenmedien fast ausschließlich von männlichen Tätern. Warum dieses zähe Beharren auf einer Lüge?
Zunächst würde beim Eingestehen der Wahrheit natürlich eine feministische Grundannahme (Mann=Täter, Frau=Opfer) über den Haufen geworfen werden. Wer nun glaubt, das sei nicht weiter tragisch, hat zwar prinzipiell Recht, übersieht aber die weitreichenden Konsequenzen für Staat, Gesellschaft und nicht zuletzt das Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland. Leider kann an dieser Stelle nur auf zwei Aspekte näher eingegangen werden – die Opferkultur und das Familienrecht.
Opfer spielen heute eine ganz bedeutende Rolle im öffentlichen Leben, vor allem Opfer von Gewalt und Missbrauch. Es gibt sie in Fernsehfilmen, -serien, Talk Shows und Romanen. Sie werden benötigt, um anderen moralische Festigung und Orientierung zu geben. Das Opfer ist dabei in erster Linie das Objekt seiner Helfer. In rund 35 Jahren Frauen-Emanzipation hat sich eine derartige Infrastruktur mit allem, was dazugehört (Frauenhäuser, Therapeuten, Beratungsstellen etc.) entwickelt, dass nicht Wenige von einer regelrechten Opfer-Industrie sprechen.
Diese ist aber aufgrund des bereits erwähnten feministischen Grundpfeilers (Mann=Täter, Frau=Opfer) hauptsächlich auf Frauen als Opfer ausgelegt. Um sie am Laufen zu halten, braucht man natürlich ständig neue Opfer. Gibt es die nicht in ausreichender Anzahl, sorgen „Opfermacher“ für Nachschub. Unter ihnen haben sich besonders die Traumatisten einen zweifelhaften Ruf erworben.
Das sind „Therapeuten“, die versuchen, bei ihren Patientinnen vermeintlich vergessene Erinnerungen an sexuellem Missbrauch in der Kindheit hervorzurufen. Sie benutzen Methoden der Suggestion und Hypnose, bis es schließlich tatsächlich zu einem Erinnern kommt. Man darf aber davon ausgehen, dass diese Erinnerungen sehr häufig reine Imagination sind. Dabei streiten Kritiker der „wiederentdeckten Erinnerungen“ nicht ab, dass es Kindesmissbrauch gibt. Sie bezweifeln jedoch aus guten Gründen, dass dieser Missbrauch über Jahre oder gar Jahrzehnte aus dem Gedächtnis verschwindet – und das auch noch in Millionen von Fällen. Das Problem bei den meisten Traumata ist nämlich nicht, dass die erlebte Gewalt aus dem Bewusstsein getilgt wird, sondern dass die Menschen nicht in der Lage sind, sie zu vergessen! Amnesien sind dagegen selten. Weiterhin hat man längst nachgewiesen, dass das Gedächtnis nicht alles exakt aufnimmt und wiedergibt. Vielmehr ist es höchst kreativ und produziert zum Teil sehr detaillierte „Erinnerungen“, die mit der Realität überhaupt nichts zu tun haben.
Somit ist die Methodik der Traumatisten schlicht unwissenschaftlich. Trotzdem sind die Opfermacher nicht zu stoppen, weil es genügend Menschen gibt, die gern die Opferrolle übernehmen. Das wiederum liegt daran, dass der Opferstatus hierzulande keine unattraktive Option darstellt. Die Betroffenen werden in einen Kreis von Menschen aufgenommen, die vermeintlich ein gleiches Schicksal erlitten haben. Sie erhalten eine Identität, die sie von jeder Verantwortung entbindet, weitgehend unangreifbar macht und ihnen Mitgefühl sichert. Wesentlich schlechter bestellt ist esdagegen um Trennungsväter, von denen es etwa zwei Millionen in Deutschland gibt. Sie begehen Selbstmorde und Morde, weil Frauen ihnen per und auch gegen Gerichtsentscheide ihnen die Kinder entzogen haben. Dafür ist Deutschland schon mehrfach vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof verurteilt worden. An der Rechtspraxis änderte das jedoch nichts.
Das geltende Familienrecht, vor 28 Jahren als Jahrhundert-Reform gefeiert, hat Familien zertrümmert und Väter entrechtet (Vgl. http://web.archive.org/web/20060704081633/http://www.orbation.de/Sammelklage.htm). Erpressung durch die Mütter wurde per Gesetz und Rechtsprechung zum profitablen Geschäft und Vaterliebe zur Goldader. Aus Kindern wurden Spekulationsobjekte mit sicherer Rendite für ihre Mütter. Diese müssen kein Geld verdienen und dürfen darüber jammern, dass sie es wegen der Kinder nicht können. Das deutsche Familien(un)recht prangerte „Der Spiegel“ zurecht schon 1997 an (Vgl. http://web.archive.org/web/20060704081633/http://www.pappa.com/vater/entsorgt.htm). Das Fazit hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren:
„Das Scheidungsrecht ermutigt das Prinzip Brandrodung, ermuntert zum Vernichtungskampf mit Blick auf den kurzfristigen Gewinn, ohne Rücksicht auf die katastrophalen Folgeschäden. Wie kann in einem solchen Rechtsmilieu den Kindern anderes vermittelt werden als Hass, Raffgier und Tücke?“ Doch es regt sich Widerstand. Der jüngste Versuch von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, Männer wegen heimlicher Vaterschaftstests zu kriminalisieren, stößt auch in Politikerkreisen auf heftige Gegenwehr: „Einen solchen neuen Straftatbestand braucht niemand, und auch die Rechtsordnung nimmt keinen Schaden, wenn es ihn auch in Zukunft nicht gibt“, sagte beispielsweise der saarländische Justizminister Josef Hecken.
Deutlich drastischer, aber nicht weniger treffend kommentieren die feminismuskritischen „Roten Männer“ (http://web.archive.org/web/20060704081633/http://www.rotemaenner.de/info79.html) dabei das heuchlerische Datenschutz-Argument, wonach Babykot als „Datenträger“ bezeichnet wird: „Auf dem Weg zur Redaktionssitzung habe ich eben übrigens auch in einen Datenträger getreten und mir den rechten Schuh versaut. Diese Sauerei jetzt auf eine blöde Berliner Töle, sprich einen Hund zurückzuführen, wäre vermutlich eine eklatante Verletzung des Datenschutzes, weil ich laut Frau Zypries kein Recht habe, herumliegende Daten auf ihre Urheberschaft zu prüfen oder darüber vorurteilsbeladen zu spekulieren! Theoretisch könnte ja auch eine Ministerin aufs Trottoir geschissen haben.“

http://web.archive.org/web/20060704081633/http://www.oppt.de/psk/rmo/rmo_content/powerslave,id,1300,nodeid,65.html

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Mus Lim ⌂, Friday, 29.10.2010, 01:42 (vor 5556 Tagen) @ Hausmeister

Es stellt sich also die Frage, ob man diese Untersuchungen auf hiesige
Verhältnisse übertragen kann. Man kann! Zu diesem Ergebnis kommen nicht
nur der Kriminologe Prof. Michael Bock ...

Selektive Wahrnehmung führt zum Mythos männlicher Gewalt
Häusliche Gewalt - ein Problemaufriss aus kriminologischer Sicht

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