Naturaltausch
Neulich fiel mir einer Frage ein, die mich einfach nicht mehr los ließ und nun beantwortet haben wollte. Dazu habe ich ein Finanzamt angerufen und die Frage gestellt:
Angenommen ich bin Unternehmer und liefere einer Frau eine Ware oder Dienstleistung und bekomme im Gegenzug Sex. In Zeiten klammer Kassen dürfte das auch immer häufiger eine alternative Bezahlung sein, bevor der Unternehmer gar nichts bekommt.
Zunächst meinte der Finanzbeamte, daß ich ihn eine schwierige Frage stellte, kam aber schnell auf eine Lösung: Der unternehmer muß die Ware oder Dienstleistung selbst privat dem Unternehmen entnehmen und die Ware oder Dienstleistung der Frau dann privat liefern.
Selbst dachte ich dabei, daß der Unternehmer das abschreiben darf, da so ein Geschäft gegen die guten Sitten verstößt. Das mit der Privatentnahme des Unternehmers ist dabei natürlich eine alternative.
Achtung: Umsatzsteuerpflicht!
Die auf die "Leistung" entfallende Umsatzsteuer schuldest du jedoch dem Finanzamt trotzdem! Nicht vergessen!
Ich habe einen Fall erlebt, da hat jemand was "umsonst" für ein Tierheim gemacht. Wenn er für seine Leistung nix verlangt, dann ist das sein Problem. Die daraus resultierende Umsatzsteuer jedoch schuldet er dem FA trotzdem. Also äußerste Vorsicht!
Achtung: Umsatzsteuerpflicht!
Die auf die "Leistung" entfallende Umsatzsteuer schuldest du jedoch dem
Finanzamt trotzdem! Nicht vergessen!
Es ist mir schon klar, daß dabei das Finanzamt mit verdienen will. Das will es ja auch bei der Prostitution.
Ich habe einen Fall erlebt, da hat jemand was "umsonst" für ein Tierheim
gemacht.
Wenn es eine reine Dienstleistung ist, könnte man diese doch auch in seiner Freizeit für das Tierheim machen und käme dann doch auch um die Umsatzsteuer herum? Alternativ kann der Unternehmer in diesem Fall vom Tierheim, das doch auch eine gemeinnützige Einrichtung sein kann, eine Spendenquittung erhalten und sollte dann doch auch um die Umsatzsteuer herum kommen können?
Naturaltausch
Versteh nicht ganz, was deine Frage jetzt konkret ist. Und wieso man ein derartiges Geschäft dem Finanzamt gegenüber angeben sollte?
Robert
Schwarzarbeit
Wenn die Dame das nicht angibt, dann wäre es ja "Schwarz(er)arbeit".
Naturaltausch
Hallo, meiner eins!
Neulich fiel mir einer Frage ein, die mich einfach nicht mehr los ließ und
nun beantwortet haben wollte.
Kommst Du so häufig in entsprechende Situationen, dass die Frage Dich nicht mehr losläßt?
Beneidenswert!
Dazu habe ich ein Finanzamt angerufen und die
Frage gestellt:
Angenommen ich bin Unternehmer und liefere einer Frau eine Ware oder
Dienstleistung und bekomme im Gegenzug Sex. In Zeiten klammer Kassen
dürfte das auch immer häufiger eine alternative Bezahlung sein, bevor der
Unternehmer gar nichts bekommt.
Schon Beethoven belehrte uns im "Fidelio":
"Wenn sich nichts mit nichts verbindet,
bleibt die Summe meistens klein.
Wer bei Tisch nur Liebe findet,
wird nach Tische hungrig sein."
Das bezog sich zwar nicht auf die Prostitution, sondern auf die gutbürgerliche Ehe, aber dennoch paßt es hier: Die "alternative Bezahlung" Sex dürfte, wenn sie nicht die gaaaaaanz seltene Ausnahme bleibt, recht schnell in die Privatinsolvenz führen.
Oder frag' mal die Damen, die dieses Geschäft professionell betreiben, warum sie für Sex 'ne Gegenleistung haben wollen. Schließlich bekommen sie ja für Sex Sex, also wo ist das Problem? *Ironie aus*
Zunächst meinte der Finanzbeamte, daß ich ihn eine schwierige Frage
stellte, kam aber schnell auf eine Lösung: Der unternehmer muß die Ware
oder Dienstleistung selbst privat dem Unternehmen entnehmen und die Ware
oder Dienstleistung der Frau dann privat liefern.
DAS würde mich jetzt echt mal interessieren:
Wer "entnimmt" in dem von Dir konstruierten Fall wem etwas?
Schmunzelnder Gruß von
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Naturaltausch
Hallo Robert!
Versteh nicht ganz, was deine Frage jetzt konkret ist. Und wieso man ein
derartiges Geschäft dem Finanzamt gegenüber angeben sollte?
Robert
War nicht mal geplant, Prostitution zu besteuern? Wie verhält es sich damit? Weißt Du etwas darüber?
Gruß
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Das ist ein ehrbarer Beruf!
Sogar "sozialversicherungspflichtig"!
Eine hat es getan, nun können es alle! ..... und müssten ihren Männern keinen Unterhalt mehr abzocken!
Naturaltausch
Hallo Ekki!
Kommst Du so häufig in entsprechende Situationen, dass die Frage Dich
nicht mehr losläßt?
Nein, ich habe nur neulich mal einer ihren Rechner softwaremäßig wieder zum laufen gebracht und da ich wußte, daß von ihr nichts zu holen ist, habe ich ihr Verbal, nachdem sie fragte, was ich dafür nun bekomme, "Nichts" gesagt und gedacht, "Sex" wäre ja auch nicht schlecht. Dabei kam ich dann auf die Frage, wie man diesen "Naturaltausch" den in der Buchführung unterbringen würde.
Oder frag' mal die Damen, die dieses Geschäft professionell betreiben,
warum sie für Sex 'ne Gegenleistung haben wollen. Schließlich bekommen
sie ja für Sex Sex, also wo ist das Problem? *Ironie aus*
Bei der professionellen dürfte der Grund dafür in der einseitigen Lust auf den Sex mit ihr sein. Ihre Lust besteht aufs Geld und nicht auf den Sex an sich. Somit dürfte die Gleichung hierbei lauten: Lust auf Sex = Lust auf Geld.
Wer "entnimmt" in dem von Dir konstruierten Fall wem etwas?
Die Frau entnimmt dem Unternehmen und der Unternehmer bezahlt dafür als Privatperson. Und wenn der Unternehmer auch noch ohne Kondom Sex hat, dann entnimmt sie ihm auch noch etwas mehr - im schlimmsten Fall eine Leistung im Wert einer Eigentumswohnung.
Naturaltausch
Versteh nicht ganz, was deine Frage jetzt konkret ist. Und wieso man ein
derartiges Geschäft dem Finanzamt gegenüber angeben sollte?
Die Bilanz am Ende des Jahres muß doch aufgehen. Wenn es sich dabei um Waren handelt, die der Unternehmer selbst kaufen mußte, und er diese gegen Sex eintauscht, das dann nicht in der Buchführung vermerkt, stimmt am Ende des Jahres die Bilanz nicht. Bei einer Dienstleistung, die man auch privat machen kann, wäre es natürlich etwas anderes.
Naturaltausch
Hallo meiner eins!
Als Ausnahme - bei Bereitschaft der anderen Seite - ist Sex gegen Sachleistung vielleicht akzeptabel, aber auf Dauer ist eben "ohne Moos nichts los".
Bei der professionellen dürfte der Grund dafür in der einseitigen Lust
auf den Sex mit ihr sein. Ihre Lust besteht aufs Geld und nicht auf den Sex
an sich. Somit dürfte die Gleichung hierbei lauten: Lust auf Sex = Lust
auf Geld.
Zum einen dies.
Zum anderen aber kann man von Sex durchaus abstrahieren und feststellen:
Sowohl die Wirtschaft als Ganzes als auch das Leben der Individuen funktionieren nur so lange, wie bei Transaktionen immer eine der beteiligten Parteien Geld bekommt.
Wie eine reine Tauschwirtschaft - nicht - funktioniert, konnte man im ehemaligen Ostblock anschaulich beobachten:
Das die sozialistischen Ländern überhaupt solange überlebt haben, lag nicht nur am Eisernen Vorhang und sonstigen Unterdrückungsmaßnahmen, sondern auch daran, dass ...
a) ... im Inneren dieser Länder ein Schwarzmarkt entstand und von den Behörden stillschweigend geduldet wurde, auf dem eben großenteils in Naturalien getauscht wurde;
b) ... Kontakte vielfältigster Art in die westlichen Demokratien existierten, welche wiederum nur deshalb Nutzen brachten, weil in besagten westlichen Demokratien harte Währungen existierten.
(Schwarzmarkt und Westkontakte griffen natürlich auch ineinander).
Das andere Absurdum haben wir gerade vor 2 Jahren hier im Westen erlebt:
Als einer der Gründe für die Wirtschaftskrise wurde konstatiert, daß sich eine von der Realwirtschaft abgekoppelte Geldwirtschaft entwickelt hatte, in der sich angeblich das Geld gewissermaßen "inzestuös" vermehren sollte.
Das ist auch grandios gescheitert.
Die Frau entnimmt dem Unternehmen und der Unternehmer bezahlt dafür als
Privatperson. Und wenn der Unternehmer auch noch ohne Kondom Sex hat, dann
entnimmt sie ihm auch noch etwas mehr - im schlimmsten Fall eine Leistung
im Wert einer Eigentumswohnung.
Schon klar, ich dachte da auch eher an "Sperma-Entnahme" *grins"
Schöne Grüße von
Ekki
--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.
Naturaltausch
Hallo Ekki!
Naturaltausch kann eben nur dann funktionieren, wenn die jeweilige Gegenpartei etwas hat, das der andere begehrt. Aber eben nur dann.
Sowohl die Wirtschaft als Ganzes als auch das Leben der
Individuen funktionieren nur so lange, wie bei Transaktionen immer eine der
beteiligten Parteien Geld bekommt.
Wobei auch Geld nur ein Taschmittel sein sollte - das allerdings zum einen universell ist und zum anderen die beteiligten dem entsprechendene Tauschmittel, das ja nur einen virtuellen bzw. geglaubten Wert besitzt. Sinkt das Vertrauen in dieses Tauschmittel Geld, sinkt der virtuelle Wert.
Wie eine reine Tauschwirtschaft - nicht - funktioniert, konnte man
im ehemaligen Ostblock anschaulich beobachten:
Die Tauschwirtschaft funktioniert doch auch heute noch im internationalen Handel? Denn das Land A mit Geld A kann in Land B mit Geld B nicht mit Geld A bezahlen und umgedreht. Land B kann natürlich Geld A akzeptieren und umgedreht, kann damit aber nur im jeweils anderen Land Waren und Dienstleistungen damit einkaufen. Das ist schlußendlich ein Naturaltausch.
Naturaltausch könnte in einem Land auch funktionieren, solange es stark zusammenhaltende kleinere Bevölkerungseinheiten gibt, die selbstlos für einander da sind. Das funktioniert allerdings nicht in einer vereinzelten Gesellschaft, in der das Individuum darauf vertrauen muß, daß es morgen für sein Geld all das bekommt, das er braucht, aber nicht selbst herstellen kann.
Ehemaliger Ostblock mit dem Sozialismus: Das war meiner Ansicht nach auch ein Kapitalismus, den man allerdings in einen Nebel hüllte. Und dieser Sozialismus zerbrach nicht am Sozialismus sondern am eingehüllten Kapitalismus. Wäre es ein reiner Sozialismus ohne Kapitalismus gewesen, hätte es nicht kurz nach dem Zusammenbruch schon Oligarchen geben können.
Das andere Absurdum haben wir gerade vor 2 Jahren hier im
Westen erlebt (...)
Diese Wirtschaftskrise ist doch noch gar nicht beseitigt, obwohl das von unseren Politikern und Massenmedien so verzapft wird. Denn wäre sie zu Ende, würden die Politiker nicht gleichzeitig vom "enger Schnallen des Gürtels" sprechen und wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt, wenn gerade die BRD Jahr für Jahr einen Außenhandelsüberschuß produziert.
Das ist nun aber schon weit weg von meinem Ausgangsbeitrag und würde ich auch gerne dabei belassen, bevor sich hier noch ein paar "Hardcore"-Kapitalisten einmischen.