Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Bombe 20, Wednesday, 27.10.2010, 07:44 (vor 5558 Tagen)

"Mach Dir keine Sorgen, ich komme wieder. Unkraut vergeht nicht." Berühmte letzte Worte.

Leider konnte der Mann, der mir beigebracht hat, daß man Versprechen einhalten muß, genau das bei seinem letzten nicht mehr. Auch wenn viele Feministinnen seiner Selbsteinschätzung wohl mit Freude zugestimmt hätten -was kann ein Mann schon anderes sein als Unkraut, das ausgelöscht gehört- war sie offenbar falsch. Ein kleiner Sieg zumindest für Sally Miller Gearhart, Mary Daly und ihre Anhängerinnen, die eine "Dekontamination" der Erde auf einen Männeranteil von höchstens 10% fordern.

Aber keine Bitterkeit heute. Nur Trauer. Und Dankbarkeit. Dafür, daß ich -wie es ja heute alles andere als selbstverständlich ist- mit einem Vater aufwachsen durfte. Der wußte, daß Jungs Raufen genauso brauchen wie Kuscheln, daß sie Wissen aufsaugen wie ein Schwamm, wenn es nur interessant verpackt ist und nicht in eine Pferde- oder Prinzessinnengeschichte. Der sich mit mir zusammen für Modelleisenbahnen interessierte, für Technik-Lego, Elektronik und Computer.
Der mir Dinge zeigte, aber sich auch von mir zeigen lies, mir das Gefühl gab, etwas zu können. Mir immer das Gefühl gab, daß er an mich glaubte, auch wenn es mal nicht so gut lief.

Wie schaffen das bloß die Söhne der neuen Heldinnen der Gesellschaft, der alleinerziehenden Mütter? Selbst wenn sie irgendwann mal das Glück haben werden, bei ihren Kindern sein zu dürfen, werden sie weitergeben können, was sie nie gehabt haben?

Meine Hymne ist momentan ein Lied, das ich vor einer Weile auf YouTube gefunden habe: http://www.youtube.com/watch?v=ladTG0Jj_70
"Du bist mein Vater, der einzige, den ich je hatte. Wenn ich einmal so werde wie Du, kann ich mich glücklich schätzen, und weil ich ganz gut geraten bin, ist ab heute jeder Tag Vatertag. Du hast mir gezeigt, was es heißt, ein Mann zu sein, männlich zu sein. Du hast mir gezeigt, wie man einen Plan macht und sein Potential ausschöpft."

Ich werde Dich nie vergessen, Papa. Danke für alles.


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