Modellbaumesse Wien
War gestern auf der jährlich stattfindenden Modellbaumesse auf dem Wiener Messegelände. Vor allem wegen der Modelleisenbahnsachen. Eine riesige Halle mit fast nur Modelleisenbahnanlagen, Häuschen, Waggons, Loks, Autos, sonstigem Zubehör und Angeboten im Eisenbahn-Tourismus. Teilnehmer aus dem gesamten deutschen Sprachraum waren anwesend. Seitens der Firmen war alles vertreten, was in der Branche Rang und Namen hat: Roco, Tillich, Märklin, Pico, Fleischmann.
Ein richtiges Parallel-Universum nur aus Eisenbahn war entstanden. Stundenlang streife ich durch die Gänge, bin ausgelassener Stimmung. Aller Alltagsstress ist abgefallen. Ich habe an einigen der Ständen ein paar Sachen zum zuhause Hinstellen gekauft, bei den kulinarischen Ständen am Hallenrand ein bisschen was gegessen.
Hinter einem Stand befand sich eine Frau, dem Akzent nach irgendwo aus den alten deutschen Bundesländern stammend. Mit sehr (!!) arroganter und herablassender Stimmlage räsonierte sie vor den Besuchern (ich fasse es mal sinngemäß zusammen), dass die eher trockenen, technikbesessenen Männer bei Eisenbahnanlagen vor allem darauf fixiert wären, Hauptsache 150 Weichen, Ampeln und anderen technischen Schnickschnack reinzubringen. Sie machte sich sehr darüber lustig, es kam sehr "von oben herab". Frauen dagegen würden vor allem auf nette kleine Details in der Landschaftsgestaltung Wert legen.
D A S (!) war ein Eimer kaltes Wasser, der mich sehr (!) unsanft wieder in die Realität zurückgeholt hat. Ich dachte bloß: Können die nicht einmal das harmlose Hobby Eisenbahn mit ihrem Gender-Scheiß verschonen?
Mal davon abgesehen, dass das rein sachlich nicht der Wahrheit entsprach. Als regelmäßiger Zuseher von "Eisenbahnromantik" bin ich darüber informiert, dass es eben doch eine ganze Menge männlicher Modelleisenbahn-Fans gibt, deren kreativer Rausch beim Gestalten von Landschaften auf Modelleisenbahnplatten keine Grenzen kennt.
Kurti, der über die Gender-Vertreter manchmal mit einer Eisenbahnlokomotive drüber fahren könnte
Modellbaumesse Wien
Hallo Kurti!
Na ja, ich muß zugeben, daß ich selbst tatsächlich dem von dieser Frau angesprochenem Klischeebild entspreche. Ich hatte in meiner Kindheit auch eine Modelleisenbahn. Da standen auch ein paar Häuser und Bäume neben den Gleisen herum, aber nur, weil ich die mal geschenkt bekommen hatte. Wichtiger waren mir die Weichen, Gleise, Loks und Waggons. So einen richtig großen Bahnhof mit vielen Abstell- und Durchfahrgleisen fand ich toll - je mehr Gleise, umso besser.
In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Mann, der sich auch gerade eine Modelleisenbahn aufbaut. Der ist ganz anders. Der baut sorgfältig eine Landschaft mit diversen Details, und es stört ihn überhaupt nicht, daß die Gleise noch nicht komplett verlegt sind und noch kein einziger Zug auf der Anlage fahren kann.
Ich werde mir demnächst auch wieder eine Modellbahnanlage aufbauen, aber da werden zuerst die Gleise komplett verlegt und dann wird eventuell eine Landschaft drum herum gebaut. Hauptsache, die Züge rollen, und es gibt einen großen Bahnhof. :) Vielleicht laß ich die Landschaft sogar komplett weg, denn dann kann ich die Gleise leichter verändern und erweitern. Und es ist ja auch überhaupt mehr Platz für Gleise da. :)
So ist halt auch jeder Mann anders. Wenn es um Frauen geht, wird heute immer gern betont, daß ja jede Frau anders wäre, man könne ja nicht alle über einen Kamm scheren usw. Wenn es um Männer geht, kriegen aber alle dasselbe Klischee übergestülpt. Sicher, es gibt gewisse Dinge, die auf viele Vertreter eines Geschlechts zutreffen, aber deshalb kann man ja nun Menschen nicht bis ins letzte Detail "normieren". Mit Männern wird aber genau das versucht.
Freundliche Grüße
von Garfield
Das ist doch völlig egal, ...
... wer und wie viele Männer diesem Klischee entsprechen - was geht das diese unverschämte Frau an? Das ist der Punkt an der Sache.
Und dann steht die auch noch hinter einem Ausstellerstand? Ich hätte sie definitiv im Beisein ihrer Kollegen darauf angesprochen und lächerlich gemacht.
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Das ist doch völlig egal, ...
Hallo Müller!
Was mich daran stört, ist, daß wieder einmal das Klischee, das Frauen zugeschrieben wird, als besser dargestellt wird. Die primitiven Männer würden ja nur ein bißchen mit der Eisenbahn spielen, die kreativen Frauen dagegen würden sich viel mehr ins Zeug legen und tolle Modellwelten schaffen...
Dabei kann man sich mit der Elektronik, die in so einer Modelleisenbahn steckt, mindestens genauso lange und intensiv beschäftigen wie mit dem Bau der Modellwelt. Und man muß sich dafür diverse Kenntnisse aneignen, z.B. wenn man eine digitale Anlage haben und alte Lokomotiven dafür umrüsten möchte. Das ist alles andere als primitiv.
Freundliche Grüße
von Garfield
(der sich gerade nicht einloggen konnte und deshalb nun xGarfield heißt)
Modellbaumesse Wien
Männer bei Eisenbahnanlagen vor allem darauf fixiert wären, Hauptsache
150 Weichen, Ampeln und anderen technischen Schnickschnack reinzubringen.
Sie machte sich sehr darüber lustig, es kam sehr "von oben herab". Frauen
dagegen würden vor allem auf nette kleine Details in der
Landschaftsgestaltung Wert legen.
Sag doch direkt dass sie sehr arrogant und geringschätzig rüberkommt.
Und dann frag warum sie das tut, ob die von Ihr Angegriffenen was dafür können.
Es gibt immer Weiber die Ihren Frust über Polemik in der Art ablassen, zurückschießen!
Solche Weiber werden sich nicht ändern, aber sie werden es sich bei dir verkneifen müssen und sie werden dich meiden.
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Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Modellbaumesse Wien
Was mich daran stört, ist, daß wieder einmal das Klischee, das Frauen
zugeschrieben wird, als besser dargestellt wird. Die primitiven Männer
würden ja nur ein bißchen mit der Eisenbahn spielen, die kreativen Frauen
dagegen würden sich viel mehr ins Zeug legen und tolle Modellwelten
schaffen...
Es gab 1990 einen Film "Liebe Tod und Eisenbahn" in dem alle Männer als verschrobene eisenbahnbegeisterte Deppen beschrieben wurden..
http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/liebe-tod-und-eisenbahn,1327273,ApplicationMovie.html
Das Bild sagt alles über die Männerklischees die in dem Film verbreitet wurden.
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Modellbaumesse Wien
wenn nicht Männer erst die Eisenbahn und dann die Modelleisenbahn erfunden hätten,
könnte sie garnicht diesen Messestand "ausschmücken"!
Ich interessiere mich lieber für Modellflug. Da hat man mehr Freiheitsgrade.
Modellbaumesse Wien
Du siehst das falsch. Die Männer haben im Bereich der Eisenbahn nur so einen gefühllosen, doofen technischen Scheiß wie Kuppelwellen, Schalt-, Steuer- und Übertragungsanlagen, Kletterweichen, Drehgestelle, Stromabnehmer oder Dome erfunden. Die Damen hingegen bringen soziale Kompetenz in die Eisenbahn!
Gruß, Kurti