Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ein Bundeswehrbericht ohne Soldatinnen

Christine ⌂, Sunday, 24.10.2010, 22:42 (vor 5560 Tagen)

Nerven aus Stahl

Mazar-e-Sharif, 13.10.2010, Y-Magazin Spezial 10/2010.
Ihre offizielle Bezeichnung lautet „Bordschützensoldat taktisch-operativ“. Bekannter sind sie als „Gunnis“. Immer unterwegs, in wichtiger Mission. Die Doorgunner schützen MedEvac-Flüge in Afghanistan. Y besuchte sie in Mazar-e-Sharif.

Wie schwarze Ungeheuer wirken die Transporthubschrauber CH-53 des Deutschen Heeres. Sie ruhen auf sechs bulligen Reifen in einem haushohen Hangar von Mazar-e-Sharif. Ihre Rotorblätter, mit einer Spannweite von 22 Metern, sind auf dem Rücken zusammengefaltet. Um die Hubschrauber herum beschäftigen sich mehrere Soldaten mit ihrer Wartung und Pflege.

Plötzlich schallt ein schrilles Signal durch den riesigen Raum. Jetzt heißt es schnell sein, denn in spätestens 30 Minuten soll der Helikopter in die Luft steigen. Die Männer schaffen die Vorbereitungen meistens in weniger als 20. Dann beginnt auch für die Doorgunner ihr gefährlicher Job. „Am Boden und in der Luft sind wir ein eingespieltes Team“, sagt Oberstabsgefreiter Erol A.*, „man kennt sich schon“. Der 26-Jährige gehört zu den CH-53 „Nazguls“, die sich nach den Ringgeistern aus Tolkiens „Herr der Ringe“ benannt haben. Ihre Aufgabe: Bei MedEvac-Einsätzen (Medical Evacuation, Rettungstransport verletzter Personen) schützen sie die Kameraden im Rettungshubschrauber.

[..]Um das Risiko zu minimieren, geben die Piloten in der Luft Lageinformationen und auffällige Beobachtungen an die Doorgunner weiter. Sie können sich auf Erol A. und seine Kameraden verlassen. Ihr Auftrag: den Flug – besonders Start- und Landephase – des Helikopters zu sichern. Dazu sind die Männer ausgerüstet mit Pilotenhelm, Splitterschutzweste und Fliegerkombi. Während des Fluges hängen sie an breiten Riemen und sind mit den Piloten über Sprechkabel verbunden. Die Soldaten sind angespannt und hoch konzentriert: Fliehkräfte zerren an ihren Körpern, Adrenalin hält ihre Köpfe frei von Ablenkungen. Das Zeug dazu hat nicht jeder.

Die offizielle Bezeichnung für ihre Verwendung lautet „Bordschützensoldat taktisch-operativ“. Bekannter sind sie als „Gunnis“. Eine besondere körperliche und psychische Eignung ist die Voraussetzung für den Lehrgang zum Bordschützen. Zusätzlich werden die Männer in Munitionskunde fit gemacht. Dann folgen Lehrgänge für das Maschinengewehr 3 (MG3) und das neue M3M, das schwere Maschinengewehr (sMG), mit einem Kaliber von 12,7 Millimetern. Wie jeder Flugzeugführer, so muss auch das mitfliegende Personal im Falle einer Havarie gewappnet sein. Somit gehört die Teilnahme am Überlebenslehrgang Land und See zur Ausbildung. Darüber hinaus müssen sich die Männer einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen.

[..]Bei seinem ersten Einsatz, erinnert sich Erol A., sei er noch extrem nervös gewesen. „Mir gingen so viele Dinge durch den Kopf“, sagt er. Jetzt sei er dagegen ruhiger, denn „wir reden die ganze Zeit während des Fluges“. Und so gern sie auch fliegen, hoffen Erol A. und seine Kameraden doch eigentlich, „dass wir nicht raus müssen“. Denn jedes Mal, wenn das Signal in der Halle ertönt, haben die Doorgunner die Gewissheit, dass gerade etwas Schlimmes in Afghanistan passiert ist.

Mehr http://www.y-punkt.de/portal/a/ypunkt/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLNzKL9wnzB8lB2ab6kXDRoJRUfW99X4_83FT9AP2C3...

Bei den Soldatinnen sieht es so aus:

[image]

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Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein

Ein Bundeswehrbericht ohne Soldatinnen

Roslin, Sunday, 24.10.2010, 23:55 (vor 5560 Tagen) @ Christine

Tja, die Männerdominanz in Zinksärgen soll ja auch nicht gebrochen werden.
Dort verzichtet man gerne auf Gleichstellung, wie ja auch bei der Müllabfuhr, auf'm Bau, in der Kanalisation, überall dort, wo es wirklich dreckig, kalt, unangenehm, gefährlich ist, die Kaffeemaschine unerreichbar weit und der Nagellack in Gefahr.

Verlogene Gleichstellung, die sich real in Rosinenpickerei und Mädchen-/Frauenprivilegierung übersetzt.

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