Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Kurzes Hallo + Modefragen

Hansi1973, Sunday, 24.10.2010, 03:56 (vor 5561 Tagen)

Hallo,

ich heiße Hannes/ Hansi, männlich, verheiratet, Vater und mittlerweile 37 Jahre alt.

Im Grunde genommen bin ich mit den Geschlechterrollen lange Zeit gut ausgekommen. Klar, habe auch ich manches Mal geschmunzelt, wenn irgendwelche Kampfemanzen ihre Reden und Artikel an "Frauen und Frauinnen" richteten. Das fand ich mitunter sogar komisch.

Dass Frauen sich ihre Rechte hart erkämpft haben, davor zolle ich Respekt. Auch finde ich es gut, dass sie mittlerweile - weitestgehend - voll gleichberechtigt sind. Andererseits ärgert mich, dass sie zwar gleiche Rechte, nicht aber gleiche Pflichten haben (siehe Wehrdienst).

Als Schüler/ Student waren einem jahrelang auch gewisse Zwänge gar nicht so präsent. Man(n) war ja noch frei... doch im beruflichen Alltag?
Spätestens im Sommer, bei 40°C ohne Klimaanlage! zeigt sich die modische Diskrepanz dessen, was Frauen dürfen und Männer noch lange nicht.

Im überspitzten Beispiel der Bank:
die Frau gilt im Bikini noch als gut angesehen; der Mann riskiert bei Ablegen der Krawatte bereits eine Abmahnung.

Ich bin nun wahrlich kein Modeexperte oder immer in neueste "Kleider" gehüllt, aber gerade in puncto Mode bin ich seit geraumer Zeit an vielen Stellen im Netz aktiv und nachzulesen.
Denn mir stinkt es ganz einfach, dass Männern unterstellt wird, sie könnten und dürften modisch nicht, wie sie gerne wollten.
Das fängt bei der kürzeren bis kurzen Hose an, geht über offene Sommerschuhe, Alternativen zu Krawatte und klassischem Anzug (als Bürokleidungsalternative), bishin zu der Feststellung, warum nicht auch ein Mann Rock & Co. tragen darf.

Denn mittlerweile beinhaltet die "Damenmode" nicht nur mehr die Hose als "unisex"-Modell, sondern auch Krawatten, Herrenschuhe, ... selbst Unterhosen mit Eingriff!

Ich habe damit grundsätzlich kein Problem - nur dann möchte ich dieses Recht auf Selbstbestimmung bei der Kleiderwahl ebenso wahrnehmen und auch mein Portfolio erweitern und tragen dürfen. Doch daran hapert es - im Beruf, wie auf der Straße.

Viel schlimmer eigentlich, dass sich jedes Jahr einige Designer bemühen, mehr Abwechslung in den Kleiderschrank der Herren zu bringen. Doch was dann "an der Front", also beim Herrenausstatter jedes Jahr zu finden ist, lässt sich am besten in der Art von DINNER FOR ONE umschreiben:
"The same collection as last year?"
"The same collection as EVERY year!"

Für wahr: was in den Geschäften für Männer zu finden ist, ähnelt sich Jahr für Jahr aufs gleiche. Es wird nicht besser, sondern eher schlechter - weil noch einfallsloser, noch liebloser. Und dazu schrumpfen die Regalmeter immer weiter, weil sich mit Herrenmode eben nicht soviel Geld machen lässt.

Aktion=Reaktion: eben darum kaufen die meisten Männer nur, wenn etwas verschlissen ist und ersetzt werden muss und nicht, weil es etwas neues gibt.

Nun ja. Lass uns miteinander reden!

Emanzipation darf keine Einbahnstraße sein!

Gruß,
Hannes

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satyr, Essen, Sunday, 24.10.2010, 04:49 (vor 5561 Tagen) @ Hansi1973

Also Slips mit Eingriff, bei Frauen.... find ich gut *g*. Ok, der war billig. Im Grunde gebe ich Dir recht. Hier seh ich allerdings weniger den Feminismus. Eher eine Dynamik der Mutigen. Wenige Frauen haben mal angefangen, mehr Haut zu zeigen. Weil sie mutig waren, jung waren, das Geld brauchten... irgendwie sowas. Es kam bei ihren Vorgesetzten, Männern, wohl zunächst gut an. Also trauten sich mehr Frauen und es wurde Normal.
Bei uns Männern trauen sich wohl zu wenige, leider. Aber es ist verständlich. Wer will gern nackte Männerfüße sehn? Ich kann drauf verzichten. Aber die Kehrseite, die damals nicht bedacht wurde, ist der Mager- und Jugendwahn. Noch was worauf ich gut verzichten kann. Leider wird unsere männliche Jugend momentan so gut umerzogen, das es diese Probleme auch bei ihnen öfter gibt. Ob das erstrebenswert ist, wage ich stark zu bezweifeln.

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DvB, Sunday, 24.10.2010, 05:09 (vor 5561 Tagen) @ Hansi1973

Kauf Dir doch ein rosa Hemd, Hansi. Oh weh, oh weh...

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georg, Sunday, 24.10.2010, 12:46 (vor 5561 Tagen) @ Hansi1973

Bei geselligen Anlässen ist es dem Mann erlaubt, Kleidung in der empfindlicherenJFarbe Schwarz zu tra- gen, denn dort ist die Gefahr der Verschmutzung nicht groß, und außerdem kommt neben Schwarz die farben- prächtige Garderobe der Frau um so besser zur Gel- tung. Männer in grüner oder gar roter Gesellschafts- kleidung, die man gelegentlich trifft, sind trotzdem gern gesehen: lassen sie doch die anwesenden wirklichen Männer um so männlicher erscheinen.

Esther Vilar, Der dressierte Mann

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530d @, Sunday, 24.10.2010, 13:10 (vor 5561 Tagen) @ georg

Wieso sollen Männer jetzt genauso bescheuert sein wie Frauen und jedes jahr die gesamte Garderobe austauschen nur weil ein paar Modefuzzis das so wollen.
Da geb ich mein Geld lieber für zeitlose Qualitätsware aus.
Wenns noch nicht aufgefallen ist: Frauen kleiden sich nicht für die Männer modisch sondern um damit die anderen Frauen zu beeindrucken.
Würden sie uns Männern gefallen wollen gäbe es nicht solche Verirrungen wie dieses jahr: Röckchen Leggins und Ballerinas.
Sowas kann kein Mann sexy und/oder gut finden.

Da Du aber normale Männer nicht mit schicken Klamotten beeindrucken kannst (auch wenn sich immer mehr zum Affen machen) bleibt Dir nur die Damenwelt zu beeindrucken. Und die wollen Männer und keine Modepüppchen!
Der Dank wird Dir ewig nachlaufen.

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Tätiger, Sunday, 24.10.2010, 13:26 (vor 5561 Tagen) @ 530d

Da Du aber normale Männer nicht mit schicken Klamotten beeindrucken
kannst (auch wenn sich immer mehr zum Affen machen) bleibt Dir nur die
Damenwelt zu beeindrucken. Und die wollen Männer und keine Modepüppchen!

es gibt genügend oberflächliche Modepüppchen, die ebenso modemagazinlesende Kleiderständer...äh Männchen suchen.

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Tätiger, Sunday, 24.10.2010, 13:30 (vor 5561 Tagen) @ Hansi1973

Unterhosen mit Eingriff für Damen? wo gibts denn sowas? im Lesbenshop?

Bei der Krawatte muss ich immer an soetwas denken
[image]

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Wolfgang A. Gogolin ⌂, Hamburg, Sunday, 24.10.2010, 14:36 (vor 5561 Tagen) @ Hansi1973

Dass Frauen sich ihre Rechte hart erkämpft haben ...

Wenn Frauen ernstlich hätten hart kämpfen müssen, hätten sie kaum eine Chance gehabt - warum sollte ein böses, allgegenwärtiges Patriarchat so einen Kampf zulassen oder gar verlieren?
Wenn Männer unbedingt Frauen unterdrücken und entrechten wollten, könnten sie das auch heute. Wer sollte sie hindern? Starke Frauen vielleicht?

Und warum vedienen Sonderrechte für Frauen, wie man sie sonst vielleicht Behinderten zugesteht, Respekt?

Viele Grüße
Wolfgang

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Kurti, Wien, Sunday, 24.10.2010, 18:12 (vor 5561 Tagen) @ Hansi1973

Aktion=Reaktion: eben darum kaufen die meisten Männer nur, wenn etwas
verschlissen ist und ersetzt werden muss und nicht, weil es etwas neues
gibt.

Finde ich vom Ökologischen her sinnvoll.

Gruß, Kurti

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martin aus hh, Sunday, 24.10.2010, 19:43 (vor 5561 Tagen) @ Hansi1973

Moin Hannes,

nimm mal einen dicken Mode-Katalog - da fällts noch mehr auf - und steck mal einen Finger zwischen die Seiten, wo der Teil für die Mädels anfängt, wo er aufhört und wo der Teil für die Buben aufhört...

Viele Grüße aus Hamburg von
Martin

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georg, Sunday, 24.10.2010, 20:04 (vor 5561 Tagen) @ martin aus hh

Du hast recht.

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sonnenlilie, Sunday, 24.10.2010, 21:27 (vor 5561 Tagen) @ georg

Oder geh doch mal einkaufen.
Herrenabteilungen liegen meistens in den oberen Etagen, weitere Wege.
Herrenartikel sind meistens in den unteren Regalen zu finden, autsch mein Kreuz.

Aber die Damenwelt darf für ihre 23 % Lohnlüge im Erdgeschoss und in Augenhöhe shoppen und Geld verprassen.

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