Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kurzes Hallo + Modefragen

Hansi1973, Sunday, 24.10.2010, 03:56 (vor 5561 Tagen)

Hallo,

ich heiße Hannes/ Hansi, männlich, verheiratet, Vater und mittlerweile 37 Jahre alt.

Im Grunde genommen bin ich mit den Geschlechterrollen lange Zeit gut ausgekommen. Klar, habe auch ich manches Mal geschmunzelt, wenn irgendwelche Kampfemanzen ihre Reden und Artikel an "Frauen und Frauinnen" richteten. Das fand ich mitunter sogar komisch.

Dass Frauen sich ihre Rechte hart erkämpft haben, davor zolle ich Respekt. Auch finde ich es gut, dass sie mittlerweile - weitestgehend - voll gleichberechtigt sind. Andererseits ärgert mich, dass sie zwar gleiche Rechte, nicht aber gleiche Pflichten haben (siehe Wehrdienst).

Als Schüler/ Student waren einem jahrelang auch gewisse Zwänge gar nicht so präsent. Man(n) war ja noch frei... doch im beruflichen Alltag?
Spätestens im Sommer, bei 40°C ohne Klimaanlage! zeigt sich die modische Diskrepanz dessen, was Frauen dürfen und Männer noch lange nicht.

Im überspitzten Beispiel der Bank:
die Frau gilt im Bikini noch als gut angesehen; der Mann riskiert bei Ablegen der Krawatte bereits eine Abmahnung.

Ich bin nun wahrlich kein Modeexperte oder immer in neueste "Kleider" gehüllt, aber gerade in puncto Mode bin ich seit geraumer Zeit an vielen Stellen im Netz aktiv und nachzulesen.
Denn mir stinkt es ganz einfach, dass Männern unterstellt wird, sie könnten und dürften modisch nicht, wie sie gerne wollten.
Das fängt bei der kürzeren bis kurzen Hose an, geht über offene Sommerschuhe, Alternativen zu Krawatte und klassischem Anzug (als Bürokleidungsalternative), bishin zu der Feststellung, warum nicht auch ein Mann Rock & Co. tragen darf.

Denn mittlerweile beinhaltet die "Damenmode" nicht nur mehr die Hose als "unisex"-Modell, sondern auch Krawatten, Herrenschuhe, ... selbst Unterhosen mit Eingriff!

Ich habe damit grundsätzlich kein Problem - nur dann möchte ich dieses Recht auf Selbstbestimmung bei der Kleiderwahl ebenso wahrnehmen und auch mein Portfolio erweitern und tragen dürfen. Doch daran hapert es - im Beruf, wie auf der Straße.

Viel schlimmer eigentlich, dass sich jedes Jahr einige Designer bemühen, mehr Abwechslung in den Kleiderschrank der Herren zu bringen. Doch was dann "an der Front", also beim Herrenausstatter jedes Jahr zu finden ist, lässt sich am besten in der Art von DINNER FOR ONE umschreiben:
"The same collection as last year?"
"The same collection as EVERY year!"

Für wahr: was in den Geschäften für Männer zu finden ist, ähnelt sich Jahr für Jahr aufs gleiche. Es wird nicht besser, sondern eher schlechter - weil noch einfallsloser, noch liebloser. Und dazu schrumpfen die Regalmeter immer weiter, weil sich mit Herrenmode eben nicht soviel Geld machen lässt.

Aktion=Reaktion: eben darum kaufen die meisten Männer nur, wenn etwas verschlissen ist und ersetzt werden muss und nicht, weil es etwas neues gibt.

Nun ja. Lass uns miteinander reden!

Emanzipation darf keine Einbahnstraße sein!

Gruß,
Hannes


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