Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Schwulenrechte und kinderrechte...

Rainer ⌂, Sunday, 17.10.2010, 06:08 (vor 5568 Tagen)

Bundesantidiskriminierungsstelle fordert mehr Kinderdiskriminierung
By Geier - Posted on 16 Oktober 2010
16. Oktober 2010
Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, fordert in einer aktuellen Pressemitteilung die Bundesregierung auf, zu >prüfen, inwieweit noch bestehende Ungleichbehandlungen von [homosexuellen] Lebenspartnerschaften und Ehen weiter abgebaut werden können«, wofür sie als Beispiel das Adoptionsrecht bemüht.
Nun geht es — und darauf kann man gar nicht oft und deutlich genug hinweisen — beim Adoptionsrecht nicht um Elternrechte, sondern allein um Kindesrechte, insofern verfehlt die Antidiskriminierungsbeauftragte das Thema, wenn sie eine Diskriminierung Homosexueller behauptet, solange diese nicht in gleichem Maße Kinder adoptieren können wie andere. Tatsächlich würde ja gerade im Falle einer Homosexuellen-Adoption ein Diskriminierungsfall überhaupt erst eintreten, denn das adoptierte Kind wäre diskriminiert gegenüber den anderen Kindern, die das Privileg haben, mit einem Vater (männlich) und einer Mutter (weiblich) aufzuwachsen. Vielleicht sollte Frau Lüders einmal darüber nachdenken. Freilich: Zur Adoption freigegebene Kinder dürfen noch nicht wählen, bilden keine lautstarken Interessenvereine und machen auch kein politisch relevantes Geschrei, wenn sie benachteiligt werden.
Aber nur die groteske Verschiebung des Argumentationsschwerpunktes vom Kind auf die Adoptionswilligen kann überhaupt zu dem absurden Gedanken führen, daß diese diskriminiert würden, wenn sie nicht so adoptieren können, wie sie dies gerade wollen. Es ist genauso wie in der Abtreibungsfrage: Auch hier wurde das derzeitige Rechtsconstruct nur möglich, indem man durch gezielte Propagandaarbeit in der öffentlichen Wahrnehmung aus einer reinen Kinderrechtsfrage eine Frauenrechtsfrage gemacht hat.
Daß aber homosexuelle Paare von Natur aus kinderlos sind, ist schließlich keine Diskriminierung, sondern ein selbstgewähltes Elend, und es kann nicht Aufgabe der Gesellschaft sein, diesem abzuhelfen, indem sie Kinder bereitstellt, um die Lücke, die einige deswegen fühlen mögen, künstlich zu verfüllen. Vor allem kann dies nicht Aufgabe der betroffenen Kinder sein.
Frau Lüders, nehmen Sie sich ein Stück Kreide und schreiben Sie hundert mal an die Tafel: Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. … … …

http://www.geiernotizen.de/kinderdiskriminierung

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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo

Schwulenrechte und kinderrechte...

Gismatis, Basel, Sunday, 17.10.2010, 19:12 (vor 5568 Tagen) @ Rainer

Nun geht es — und darauf kann man gar nicht oft und deutlich genug
hinweisen — beim Adoptionsrecht nicht um Elternrechte, sondern allein um
Kindesrechte,

Das wäre mir neu. Wenn dem so wäre, würden adoptierende Paare ja gar nicht gefragt, ob sie adoptieren wollen oder nicht, sondern die Kinder würden einfach platziert.

insofern verfehlt die Antidiskriminierungsbeauftragte das
Thema, wenn sie eine Diskriminierung Homosexueller behauptet, solange diese
nicht in gleichem Maße Kinder adoptieren können wie andere. Tatsächlich
würde ja gerade im Falle einer Homosexuellen-Adoption ein
Diskriminierungsfall überhaupt erst eintreten, denn das adoptierte Kind
wäre diskriminiert gegenüber den anderen Kindern, die das Privileg haben,
mit einem Vater (männlich) und einer Mutter (weiblich) aufzuwachsen.

Nein, denn aus Sicht der Antidiskriminierung ist das keine Diskriminierung, da zwei Personen des gleichen Geschlechts als ebenso gut erachtet werden wie zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts. Und die größte Diskriminierung findet bereits dadurch statt, dass das eine Kind platziert wird und das andere nicht! Paare können sich die Kinder aussuchen. Ginge es wirklich ausschließlich um die Kinder, bekämen Eltern stattdessen die Kinder, die es am nötigsten haben.

Es ist zudem eine unbewiesene Behauptung, dass es einem Kind bei einem gleichgeschlechtlichen Paar besser geht als bei einem gegengeschlechtlichen. Man könnte genauso gut argumentieren, dass für einen Jungen zwei Männer besser sind als ein Mann und eine Frau, da er im ersten Fall gleich zwei männliche erwachsene Vorbilder hat und im zweiten Fall nur eines. Dem Ganzen liegt meines Erachtens das Missverständnis zugrunde, dass adoptierende Paare neue Eltern sind. Aber wenn ein Kind Vollwaise ist, dann sind die Eltern tot und bleiben es auch. Das Verwandtschaftsverhältnis bei Adoption wird immer ein juristisches sein.

Daß aber homosexuelle Paare von Natur aus kinderlos sind, ist
schließlich keine Diskriminierung, sondern ein selbstgewähltes Elend, und
es kann nicht Aufgabe der Gesellschaft sein, diesem abzuhelfen, indem sie
Kinder bereitstellt, um die Lücke, die einige deswegen fühlen mögen,
künstlich zu verfüllen. Vor allem kann dies nicht Aufgabe der betroffenen
Kinder sein.

Aber nur deswegen gibt es ja die Adoption! Weil kinderlose Paare doch noch zu einem Kind kommen wollen. Die Gesellschaft hat ein Interesse daran, elternlose Kinder bei Privatpersonen unterbringen zu können und die betroffenen Kinder haben ein Interesse daran, an einen besseren Ort zu kommen als das Heim. Alle diese Bedürfnisse werden bei der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare erfüllt.

Ich nehme den Verhinderern eines Adoptionsrechtes durch gleichgeschlechtliche Paare nicht ab, dass es ihnen um die Kinder geht. Ginge es ihnen um die Kinder, würden sie sich dafür einsetzen, dass möglichst viele Kinder platziert werden können.

Frau Lüders, nehmen Sie sich ein Stück Kreide und schreiben Sie hundert
mal an die Tafel: Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der
Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der
Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der
Adopton um das Kind. Es geht bei der Adopton um das Kind. Es geht bei der
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http://www.geiernotizen.de/kinderdiskriminierung

Diese Aufgabe möchte ich allen Gegnern der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare aufgeben, allerdings folgendermaßen ergänzt:

Es geht bei der Adoption um das Kind und nicht um meine Vorurteile!

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www.subitas.ch

Schwulenrechte und kinderrechte...

Wolfgang A. Gogolin ⌂, Hamburg, Sunday, 17.10.2010, 19:30 (vor 5568 Tagen) @ Gismatis

Ich nehme den Verhinderern eines Adoptionsrechtes durch
gleichgeschlechtliche Paare nicht ab, dass es ihnen um die Kinder geht.
Ginge es ihnen um die Kinder, würden sie sich dafür einsetzen, dass
möglichst viele Kinder platziert werden können ...

Es gibt doch schon jetzt mehr Interessenten als Kinder. Weshalb sollte es den Kindern nützen, wenn dieser Kreis von Interessenten noch größer wird? Und in welcher Weise sollte es Kindern nützen, wenn jetzt auch Schwule und Lesben Rechte an ihnen geltend machen können?

Viele Grüße
Wolfgang

Schwulenrechte und kinderrechte...

530d @, Tuesday, 19.10.2010, 14:01 (vor 5566 Tagen) @ Wolfgang A. Gogolin

Mir kann keiner erzählen, daß eine notmale familie mit Mutter und Vater nicht das Beste für das Kind ist.
Ich bin Vater und denke meine Frau und ich ergänzen uns ziemlich gut in den unterschiedlichen Vorlieben.
Natürlich gibt es viele nicht perfekte Familien, das ist aber kein Grund jetzt den Kreis der nicht perfekten noch zu erweitern

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