Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
Das Edle Schnabeltier, Saturday, 16.10.2010, 23:05 (vor 5568 Tagen)
Die großartige Katharina Rutschky:
Es fällt auf, es fällt generell bei Betrachtung der Geschichte der Frauenbewegung auf, daß die wüstesten Analysen und Denunziationen der Männerherrschaft samt provozierenden Aktionen und Demonstrationen nie dazu geführt haben, feministische Aktivistinnen irgendeiner Verfolgung auszusetzen, die auch nur entfernt der Verfolgung etwa von >RAF-Sympathisanten« oder DKP-Mitgliedern im Zusammenhang mit dem Radikalenerlaß von 1972 undsoweiterundsofort ähneln. Haben die Brüsseler Thesen *[1], haben irgendwelche schrillen Anklagen von Alice Schwarzer - eine für alle - den Verfassungsschutz des Patriarchats auf den Plan gerufen? Nix und null.
Katharina Rutschky: Emma und ihre Schwestern
*[1]:
>Gewalt ist jeglicher Angriff auf die Integrität des Körpers der Frau und die Freiheit ihrer Entscheidungen. Die in allen Gesellschaften der Frau zugedachte Stellung ist ein einheitlicher Komplex von psychischer, physischer, sozialer und wirtschaftlicher Gewalt. Jede Frau ist ihr täglich ausgeliefert. Eine wichtige Form nimmt die physische Gewalt ein. Zwischen den extremen Formen der physischen und subtileren psychischen und sozialen besteht ein enger Zusammenhang. Sie sind eine Form der Mißachtung der Frau, die zu einem solchen Maße gesellschaftlich akzeptiert ist, daß sie von Männern überhaupt nicht wahrgenommen und von Frauen als notwendiges Übel ihres Frauseins oder als biologisch berechtigte Form der sexuellen Beziehung zwischen Mann und Frau hingenommen wird. Physische Gewalt steht in den meisten Fällen im direkten Zusammenhang mit dem weiblichen Körper, der Reproduktionsfähigkeit der Frau und ihrer Sexualität. Sie ist somit die extremste Form des in allen Gesellschaften vorhandenen Frauenhasses/ als Ausdruck patriarchalischer Herrschaft. Die anderen Formen der Gewalt stützen sich auf diese Verachtung des weiblichen Körpers, auf die Angst der Frauen vor Bestrafung für ein Ausbrechen aus ihrer vorgegebenen Rolle. Furchtlosigkeit wird als Provokation gegen die Männerwelt verstanden und entsprechend sanktioniert. Die Vergewaltigung kann als der klassische Akt der Unterdrückung gesehen werden, durch die die Aneignung fremden Eigentums sexuell veranschaulicht und vollzogen wird.«
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
MC Henrich
, Sunday, 17.10.2010, 00:10 (vor 5568 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Sehr guter Punkt.
BTW, nur am Rande: Habe gerade nach "Brüsseler Thesen" gegoogelt und so gut wie nichts gefunden. Der Feminismus ist wohl nicht so weltbewegend, wie er gern wäre. Oder hat zumindest keine Anhängerinnen, die bereit wären, diese ach so wichtigen Thesen ins Netz zu stellen.
--
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Das Edle Schnabeltier, Sunday, 17.10.2010, 00:45 (vor 5568 Tagen) @ MC Henrich
BTW, nur am Rande: Habe gerade nach "Brüsseler Thesen" gegoogelt und so
gut wie nichts gefunden.
z.B. hier:
PDF Seite 13
Auszug:
Die Themenschwerpunkte des Tribunals, zu welchem nur weibliche Journalistinnen zugelassen wurden, das jedoch gleichwohl große Medienaufmerksamkeit genoss, versuchten die alle Lebensbereiche von Frauen der Welt durchdringende Gewalt, jenseits der Unterschiede politischer und wirtschaftlicher Systeme widerzuspiegeln. Die im Verlauf des fünftätigen Brüsseler Tribunals entwickelte feministische Gewaltdefinition legte den Grundstein für die Arbeit an einer feministischen Gesellschafts- und Subjekttheorie. Zugleich kann diese Definition als Schnittstelle von Theorie und politischer Praxis gelten:
Anschließend geht es weiter mit dem von mir in die Fußnote gesetzten Text.
Männliche Journalistinnen mussten draußen bleiben
Rainer
, Sunday, 17.10.2010, 01:05 (vor 5568 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Die Themenschwerpunkte des Tribunals, zu welchem nur weibliche
Journalistinnen zugelassen wurden,
Wie? Männliche Journalistinnen mussten draußen bleiben? Unerhört!
Rainer
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Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
Cardillac, Sunday, 17.10.2010, 01:19 (vor 5568 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier
Schön gesehen, wobei 1972 der "linke" Willi Brandt die Regierung führte. Da der Feminismus in alle modernisierenden Herrschaftsmodelle eingebaut wurde, unabhängig davon, welche Partei oder Strömung gerade am Ruder war, muss man wohl schlussfolgern, dass der Feminismus ein sehr grundlegendes Element moderner Herrschaft und Bevölkerungskontrolle ist.
Wenn man seine Durchsetzung nicht auf Basis von Verschwörungsvermutungen (Rockefeller, Rothschild, Freimaurer, Illuminati usw) erklären will, so muss man den Feminismus historisch und analytisch aus den Verhältnissen selbst ableiten.
Ich habe dies in meinen Beitägen versuchsweise auf zwei Arten thematisiert.
1. Aus dem Niedergang der wertschöpfenden, produktiven und männlich konnotierten Arbeit und ihrem Ersatz durch fiktive Wertschöpfung (Finanzmarkt-, Casinokapitalismus)
2. Aus der Deregulierung, die den Übergang von der Disziplinargesellschaft zur Kontrollgesellschaft begleitet. Der moderne Arbeiter wird in allen Tiefen seiner Subjektivität für die Kapitalverwertung erschlossen. Dies erfordert gewissermaßen eine neue Leitidee und neue Konformitätsmuster für dessen Identitätskonstruktion, die die tradierten ganzheitlich-weiblichen Lebenswelten beerben und fortentwickeln kann, während der männliche, distanziert-spezialisierte Arbeitscharakter abzuwickeln ist.
Dass der Feminismusmit dem Neoliberalismus in einer synergetischen win-win-Situation steht, haben sogar schon linksfeministische Kreise in Ansätzen thematisiert.
Aber was soll's. An der theoretischen Durchleuchtung des Feminismus als geschichtliche Gestalt dürften Männer ein sehr viel größeres Interesse haben.
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
roser parks, Sunday, 17.10.2010, 01:33 (vor 5568 Tagen) @ Cardillac
Ich habe dies in meinen Beitägen versuchsweise auf zwei Arten
thematisiert.
1. Aus dem Niedergang der wertschöpfenden, ....
2. Aus der Deregulierung, die den Übergang von der..
Würdest Du bei 3. den Androzid im Ersten Teil des Zwanzigsten Jahrhunderts anführen?
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Borat Sagdijev, Sunday, 17.10.2010, 03:42 (vor 5568 Tagen) @ roser parks
Würdest Du bei 3. den Androzid im Ersten Teil des Zwanzigsten
Jahrhunderts anführen?
Ich würde bei 4. die Schwemme von hochgebildeten Taxifahren und Frührentnern anführen.
--
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Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
MC Henrich
, Sunday, 17.10.2010, 03:45 (vor 5568 Tagen) @ roser parks
Würdest Du bei 3. den Androzid im Ersten Teil des Zwanzigsten
Jahrhunderts anführen?
Welchen von den beiden?
Ernsthaft, du bist da an was dran.
Nach dem US-Bürgerkrieg 1861-65 kam die erste "Welle" der Feministinnen, die das Wahlrecht forderte. Nach dem ersten Weltkrieg bekamen sie es, und in den meisten Staaten entstand eine feministische Szene. Nach dem zweiten Weltkrieg bekamen sie noch mehr Macht.
Zufall? Sicher nicht. Zuviele Männer waren tot, oder Krüppel, oder lange in Gefangenschaft, oder psychisch gestört, oder komplett mit dem Neuaufbau des Landes beschäftigt. Das machte es schwer, die Feministinnen niederzuhalten.
Hinzu kommt noch: Da wir anders als die Moslems keine Polygamie haben, bestand massiver Männermangel. Einige Frauen blieben also logischerweise ohne Mann. Es werden wohl weder die schönsten noch die liebsten gewesen sein. Und aus denen entwickelte sich die sogenannte Frauenbewegung.
Woher die neue "Welle" kommt, d.h. Alpha-Mädchen und so, ganz ohne Krieg? Das ist die Frage... es sei denn, wir zählen den "Krieg der Geschlechter" mit.
Der hat schließlich auch vielen Kindern den Vater genommen...
--
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Borat Sagdijev, Sunday, 17.10.2010, 04:13 (vor 5568 Tagen) @ MC Henrich
Nach dem US-Bürgerkrieg 1861-65 kam die erste "Welle" der Feministinnen,
die das Wahlrecht forderte. Nach dem ersten Weltkrieg bekamen sie es, und
in den meisten Staaten entstand eine feministische Szene. Nach dem zweiten
Weltkrieg bekamen sie noch mehr Macht.
Was ein Quatsch. Kriege mit massiven männlichen Verlusten gabs doch schon immer. Warum den Feminismus erst neuerdings?
Das "Wirtschaftswunder" nach dem 2.WK hat den Feminismus vorangebracht. Davor war es auch der zunehmende Wohlstand durch Industrialisierung sowie der Effekt davon auf die menschliche Kultur.
Zufall? Sicher nicht. Zuviele Männer waren tot, oder Krüppel, oder lange
in Gefangenschaft, oder psychisch gestört, oder komplett mit dem Neuaufbau
des Landes beschäftigt. Das machte es schwer, die Feministinnen
niederzuhalten.
Der Mann hielt den Feminismus doch nicht nieder. Wenn dann waren es die Lebensumstände.
Hinzu kommt noch: Da wir anders als die Moslems keine Polygamie haben,
bestand massiver Männermangel. Einige Frauen blieben also logischerweise
ohne Mann. Es werden wohl weder die schönsten noch die liebsten gewesen
sein. Und aus denen entwickelte sich die sogenannte Frauenbewegung.
Solche Frauen hatten vor der Industrialisierung und vor dem Wohlstand wohl meist ein hartes, kurzes Leben mit noch weniger Einfluß auf die Gesellschaft.
Woher die neue "Welle" kommt, d.h. Alpha-Mädchen und so, ganz ohne Krieg?
Das ist die Frage... es sei denn, wir zählen den "Krieg der Geschlechter"
mit.
Noch mehr Wohlstand.
Der hat schließlich auch vielen Kindern den Vater genommen...
Hat den Kindern ihre Zukunft genommen.
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Wenn Frauen keinen Sinn in ihrem Leben finden, erfinden sie den Feminismus
Rainer
, Sunday, 17.10.2010, 04:46 (vor 5568 Tagen) @ Borat Sagdijev
Das "Wirtschaftswunder" nach dem 2.WK hat den Feminismus vorangebracht.
Die Luxusweibchen haben den Feminismus hervorgebracht weil sie ihrer "Sinnlosigkeit" entfliehen wollten.
http://wikimannia.org/index.php?title=Orden_von_der_wei%C3%9Fen_Feder
Rainer
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MC Henrich
, Sunday, 17.10.2010, 05:15 (vor 5568 Tagen) @ Borat Sagdijev
Nach dem US-Bürgerkrieg 1861-65 kam die erste "Welle" der Feministinnen,
Was ein Quatsch. Kriege mit massiven männlichen Verlusten gabs doch schon
immer. Warum den Feminismus erst neuerdings?
KEIN Quatsch. Krieg ist nicht immer derselbe Krieg. Als die Könige noch Ritterheere hatten (was sich nur eine kleine Minderheit leisten konnte), und später Söldnerheere (die eine Menge Geld gekostet hatten, und damals waren die Staaten nicht so reich), waren die Armeen viel kleiner, und die meisten Toten kamen von Krankheiten und Hungersnöten. Und die trafen nicht nur die Männer.
Massenheere mit Millionen von Soldaten sind ein spätes Phänomen, seit der Französischen Revolution. Friedrich der Große hatte noch 200000 Mann im preußischen Heer. Napoleon marschierte mit 600000 Mann in Russland ein. Die USA hatten im Bürgerkrieg eine Million Mann. Und die Waffen wurden immer tödlicher. Und die Soldaten wurden durch Ideologien und Propaganda immer mehr aufgehetzt. Deshalb starben immer mehr Männer, auch im Verhältnis zur Bevölkerung.
Das "Wirtschaftswunder" nach dem 2.WK hat den Feminismus vorangebracht.
Davor war es auch der zunehmende Wohlstand durch Industrialisierung sowie
der Effekt davon auf die menschliche Kultur.
Der Wohlstand mag ein Faktor gewesen sein, aber eben nicht der einzige.
--
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roser parks, Sunday, 17.10.2010, 14:42 (vor 5568 Tagen) @ MC Henrich
im preußischen Heer. Napoleon marschierte mit 600000 Mann in Russland ein.
...und die meisten Soldaten hat er nicht duch Kampfhandlungen verloren.
Am 7. September erwartete Kutusow dann bei Borodino vor Moskau die bereits durch Gewaltmärsche und Krankheiten dezimierten Truppen Napoleons. Zwar gelang es diesen noch, am 14. September Moskau zu erreichen, zwei Drittel der Soldaten waren jedoch bereits gestorben, zum Großteil an Erschöpfung. Der anschließende Rückzug aus Russland führte zur weitgehenden Vernichtung der französischen und verbündeten Armeekorps. Der Rest der Armee konnte in der Schlacht an der Beresina vom 26. bis 28. November 1812 unter schweren Verlusten den Übergang über den Fluß erzwingen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grande_Armée
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
Borat Sagdijev, Sunday, 17.10.2010, 20:33 (vor 5568 Tagen) @ MC Henrich
Ich gebe zu Bedenken dass der Mann eher Risiko und Evolution und die Frau die Reproduktion des Menschs tragen.
Unsere Vorfahren waren doppelt so viele Frauen wie Männer, wenn man genetischen Untersuchungen die dazu gemacht wurden glaubt.
Also fast jede Frau hat sich vermehrt aber nur die Hälfte der Männer.
Der Mann ist "ersetzbarer" für die Menschheit und die Reproduktion. Entsprechend wird wohl unsere Geschichte öfter mit dem "Ausfall" vieler Männer fertig geworden sein. Aber ich glaube nicht dass sich dadurch jedesmal ein "Feminismus" entwickelt hat.
Das macht deine Schilderungen der "damaligen Zeit" und deine Schlüsse daraus für mich unplausibel.
Der Wohlstand mag ein Faktor gewesen sein, aber eben nicht der einzige.
Der Dominante jedenfalls. Vor allem weil er sich geändert hat. Der Mensch ist genetisch seit zehntausenden von Jahren nahezu der gleiche.
Feministinnen gab es schon immer.
--
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MC Henrich
, Sunday, 17.10.2010, 23:39 (vor 5567 Tagen) @ Borat Sagdijev
Unsere Vorfahren waren doppelt so viele Frauen wie Männer, wenn man
genetischen Untersuchungen die dazu gemacht wurden glaubt.
Hab grad nicht die passende Quelle da. Link?
Also fast jede Frau hat sich vermehrt aber nur die Hälfte der Männer.
Der Mann ist "ersetzbarer" für die Menschheit und die Reproduktion.
Entsprechend wird wohl unsere Geschichte öfter mit dem "Ausfall" vieler
Männer fertig geworden sein. Aber ich glaube nicht dass sich dadurch
jedesmal ein "Feminismus" entwickelt hat.
Das macht deine Schilderungen der "damaligen Zeit" und deine Schlüsse
daraus für mich unplausibel.
Hast du nicht geschrieben, dass es schon immer Feministinnen gab? Wenn du unter "Feministinnen" verstehst: "Weiber, die Männer nicht leiden können und bei jeder Gelegenheit versuchen, ihnen zu schaden", stimme ich dir zu.
Als die Menschen noch in Jäger&Sammler-Kulturen lebten, oder auch in Hirtenkulturen (man sehe sich die Massai an, oder auch die Mongolen!), sicher. Hab mal eine Zahl gelesen, dass in solchen Kulturen jeder zweite Mann im Krieg starb. Und es war ja auch jeder Mann (oder fast jeder) in solchen Kulturen ein Krieger.
Auf der einen Seite gab es also weniger Männer, auf der anderen Seite war jeder der Überlebenden ein geübter Kämpfer. Theoretisch hätten sie es also in der Hand gehabt, einfach brutale Gewalt einzusetzen. OTOH: Wollten sie das? Eher nein. Sie wollten keine Frauen töten und verstümmeln, sie wollten Kinder von ihnen.
Wie sind die Männer also mit ihren Frauen in solchen Gesellschaften umgegangen? Die Sache ist noch etwas unklar...
Worauf ich aber hinauswollte: Wir leben nicht mehr in einer Jäger- oder Hirtenkultur. Deswegen sind die Verhältnisse ganz anders, und es war eben keine Zeit mehr, in der "unsere Geschichte öfter mit dem "Ausfall" vieler Männer fertig geworden" ist.
Der Wohlstand mag ein Faktor gewesen sein, aber eben nicht der einzige.
Der Dominante jedenfalls. Vor allem weil er sich geändert hat. Der Mensch
ist genetisch seit zehntausenden von Jahren nahezu der gleiche.
Lies auch den Post von Zeitgenosse zum kulturellen Einfluss (wenn man das noch Kultur nennen kann).
Feministinnen gab es schon immer.
s.o.
--
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Borat Sagdijev, Monday, 18.10.2010, 00:34 (vor 5567 Tagen) @ MC Henrich
Unsere Vorfahren waren doppelt so viele Frauen wie Männer, wenn man
genetischen Untersuchungen die dazu gemacht wurden glaubt.
Hab grad nicht die passende Quelle da. Link?
http://www.psy.fsu.edu/~baumeistertice/goodaboutmen.htm
Englisch, Stichwort "ancestors".
Wie sind die Männer also mit ihren Frauen in solchen Gesellschaften
umgegangen? Die Sache ist noch etwas unklar...
Definitiv so dass sie sich vermehrt haben, wenn sie es denn über eine gewisse Zeit getan haben.
Detailiertere Ausführungen sind hochgradig spekulativ und den Angriffen der politischen Korrektheit ausgeliefert.
Worauf ich aber hinauswollte: Wir leben nicht mehr in einer Jäger- oder
Hirtenkultur. Deswegen sind die Verhältnisse ganz anders, und es war eben
keine Zeit mehr, in der "unsere Geschichte öfter mit dem "Ausfall" vieler
Männer fertig geworden" ist.
Das ließe ja den gegenteiligen sehr interessanten Schluß zu: Es gibt zu viele Männer. Die "überflüssigen" werden vom Feminismus instrumentalisiert.
Lies auch den Post von Zeitgenosse zum kulturellen Einfluss (wenn man das
noch Kultur nennen kann).
Kultur und Wohlstand korrelieren gut.
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roser parks, Sunday, 17.10.2010, 15:01 (vor 5568 Tagen) @ MC Henrich
Würdest Du bei 3. den Androzid im Ersten Teil des Zwanzigsten
Jahrhunderts anführen?
Welchen von den beiden?
Persönlich, nur bezogen auf den 2. Wk und meine 3 Großväter von denen ich zwei nach dem Krieg noch erleben dürfte.
Zufall? Sicher nicht. Zuviele Männer waren tot, oder Krüppel, oder lange
in Gefangenschaft, oder psychisch gestört, oder komplett mit dem Neuaufbau
des Landes beschäftigt.
Wenn ich mit meinem Vater über seinen Vater red, ist das manchmal Thema.
Gerade wenn man heutzutage Frauen die in de Fünfzigern geboren sind beobachtet, diese Leben doch ohne aktiv Feministin zu sein, Feministische Thesen aus. Das entspringt dem Verhältnis zu den Männern in ihrer Kindheit.
Das machte es schwer, die Feministinnen
niederzuhalten.
Die Wk2 Männer hatten auch keine Lust mehr auf irgendeine Auseinandersetzung.
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
Zeitgenosse, Sunday, 17.10.2010, 13:31 (vor 5568 Tagen) @ Cardillac
bearbeitet von Zeitgenosse, Sunday, 17.10.2010, 13:37
1. Aus dem Niedergang der wertschöpfenden, produktiven und männlich
konnotierten Arbeit und ihrem Ersatz durch fiktive Wertschöpfung
(Finanzmarkt-, Casinokapitalismus)
2. Aus der Deregulierung, die den Übergang von der
Disziplinargesellschaft zur Kontrollgesellschaft begleitet. Der moderne
Arbeiter wird in allen Tiefen seiner Subjektivität für die
Kapitalverwertung erschlossen.
Alternativvorschlag:
3.
Die Ablösung von, Entfremdung von, Ermüdung an grundlegendsten Lebenszusammenhängen. Daraus die Vermoralisierung und Leugnung derselben als intellektuelle Ausflucht davor, dem Leben nicht mehr gewachsen zu sein. Der Feminismus tritt in allen Kulturkreisen etwa zeitgleich mit dem Vegetarismus und dem Pazifismus auf.
Der Feminismus bezeichnet die Schwäche zur Fortpflanzung, also die Unfähigkeit, das Leben über die Generationengrenze zu tragen. Niedrige Geburtenraten sind keine Begleiterscheinung des Feminismus, sondern sein Wesenskern.
Der Vegetarismus steht für Lebensekel. Man ist den Grundprinzipien der Lebenserhaltung, der Nahrungsmittelkette an sich schon geistig nicht mehr gewachsen. Also empfindet man die Nahrungsaufnahme schuldhaft, die entsprechend verschrobene Moral dazu greif um sich. Der Vegetarier glaubt das Leben zu schützen, dabei wertet er es fundamental ab, indem er sein Basisprinzip verleugnet.
Schließlich der Pazifismus. Hinter ihm steckt die mangelnde Energie zur Selbstbehauptung. Also die Selbstaufgabe. Also wiederum Lebensabgewandtheit. Hierin sehe ich auch den von meinen Vorredner diskutierten Zusammenhang zu den Kriegen der letzten ca. 200 Jahre. Viel Krieg macht zu müde. Am Ende gar zu müde zum weiter leben wollen.
Kurz: Feminismus, Vegetarismus und Pazifismus sind Symptome einer Kultur, die sich ihrem Tode, ihrem Abgang hinwendet. Der einzelne Feminist, der Vegetarier, der Pazifist als Individuum will leben. Aber diese Figuren haben in ihrer Gesamtheit, als Gesellschaft, nicht mehr die Moral, die sie einer Zukunft befähigen würde.
Gruß
Zeitgenosse
Gott, bist du ein reaktionärer Schwafler! (k.T.)
Gack, Sunday, 17.10.2010, 20:54 (vor 5568 Tagen) @ Zeitgenosse
- kein Text -
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
kein abel, Sunday, 17.10.2010, 21:37 (vor 5567 Tagen) @ Zeitgenosse
Der Vegetarismus steht für Lebensekel.
lass mich raten: das Nichtrauchen auch, oder ?
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
MC Henrich
, Sunday, 17.10.2010, 22:22 (vor 5567 Tagen) @ kein abel
Der Vegetarismus steht für Lebensekel.
lass mich raten: das Nichtrauchen auch, oder ?
Ernsthaft: Tabak ist eine Droge, die der Mensch nicht unbedingt braucht.
--
Feminismus ist Beschissmus!
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Zustimmung kT
kein abel, Sunday, 17.10.2010, 23:25 (vor 5567 Tagen) @ MC Henrich
- kein Text -
Wo blieb der Verfassungsschutz des Patriarchats?
MC Henrich
, Sunday, 17.10.2010, 23:40 (vor 5567 Tagen) @ Zeitgenosse
Sehr gut. (kwt)
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