Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Neoliberalistische Einstellungen und Arbeitschutz

roser parks, Friday, 15.10.2010, 16:22 (vor 5570 Tagen)

Tragen liberale Einstellungen eine Mitschuld an Tödlichen Arbeitsunfällen?

Dazu:

SPIEGEL ONLINE: Gewerkschafter sagen, im chilenischen Bergbau stehe der Arbeitsschutz hinter der Profitmaximierung zurück.

Griem: Na ja, die Sicherheitsvorschriften sind alle da. Nur werden sie oft nicht eingehalten. Chile ist ein neoliberales Land, in dem es kaum staatliche Auffangmaßnahmen gibt im Falle der Arbeitslosigkeit. Daher arbeiten die Menschen auch trotz schlimmer Bedingungen weiter.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,druck-723319,00.html

Zweiter Punkte.

Im Forum hier wird manchmal die FDP als noch wählbar bezeichnet.

Könnte man also die FDP auch in Punkto Arbeitschutz wählen?

Ist doch wie bei uns!

TMerten, Friday, 15.10.2010, 16:36 (vor 5570 Tagen) @ roser parks

Daher arbeiten die Menschen auch trotz schlimmer Bedingungen weiter.

Hab mal die Arge im Nacken und das Jugendamt wg. Unterhalt, da wünschst du dir, als Mann ein anderes Geschlecht zu haben. Denn da wirst du definitiv gefördert!

Die FDP ist nicht wählbar!

Neoliberalistische Einstellungen und Arbeitschutz

Wolfgang A. Gogolin ⌂, Hamburg, Friday, 15.10.2010, 16:40 (vor 5570 Tagen) @ roser parks

Könnte man also die FDP auch in Punkto Arbeitschutz wählen?

Selbstverständlich.
Der Arbeitnehmer soll frei entscheiden können, ob er sich einen Schutzhelm kauft oder nicht. Alles andere, z.b. Helmzwang auf Arbeitgeberkosten, wäre ein dirigistischer Eingriff und daher von Übel.

Hinzu kommt, dass in Bergwerken bloß Männer arbeiten, die Helfer waren auch nur männlich, für die ist Arbeitsschutz nicht wichtig. Bei Frauenarbeitsplätzen in brandgefährlicher Kaffeemaschinennähe allerdings ...

Viele Grüße
Wolfgang

Neoliberalistische Einstellungen und Arbeitschutz

Diego Zwischendurch, Friday, 15.10.2010, 17:46 (vor 5570 Tagen) @ Wolfgang A. Gogolin

Selbstverständlich.
Der Arbeitnehmer soll frei entscheiden können, ob er sich einen
Schutzhelm kauft oder nicht. Alles andere, z.b. Helmzwang auf
Arbeitgeberkosten, wäre ein dirigistischer Eingriff und daher von Übel.

Das schreibt jemand, der als Schriftsteller und ehemaliger Justizfachangestellter in einem geheizten Raum hinter seinem Schreibtisch schön sicher, bequem und in der Nähe der Kaffeemaschine sitzt? Ich empfehle dir mal, richtiger Arbeit nachzugehen. Dann wirst du nämlich wissen, wie gefährlich oder langfristig krankmachend viele Arbeiten sind - auch trotz diverser Arbeitsschutzmaßnahmen! Und es sind (wie immer bei der FDP) vor allem die Armen und Ungebildeten, die mangels Alternativen in diesen Dreckjobs arbeiten müssen. Aber die haben ja auch die falschen Gene und können deshalb von den Herrenmenschen ruhig ignoriert werden (was stört es den fetten Fürsten, wenn ein paar seiner vielen Bauern durch Hunger krepieren ...).

Dem Arbeitnehmer bei einem Stundenlohn von 5,60 Euro auch noch die Kosten für den Arbeitsschutz aufbürden zu wollen, ist schlichtweg unanständig! Denn der Arbeitnehmer ist nicht selbstständig, er ist weisungsgebunden, abhängig (lohnabhängig) und damit in der schwächeren Position. Und diese Abhängigkeit, in der der Arbeitnehmer sein Interesse an Schutzmaßnahmen schon alleine aufgrund des damit verbundenen Zeitaufwandes gar nicht durchsetzen kann, erfordert die entsprechende Fürsorgepflicht des Arbeitgebers. Das ist keine Wirtschaftspolitik, sondern humanistische KULTUR!

Hier fürchten sich doch so viele vor dem Islam. Dabei haben die wahren Kulturzerstörer, die Neoliberalisten, die deutsche Sozial- und solidarische Gesellschaftskultur, auf die wir zu recht Stolz sein konnten, rein aus purer Geldgier nachhaltig zerstört! DIESES Deutschland ist nicht mein Deutschland!

Mich ekelt diese destruktiv narzistisch gestörte Pathokratie, die keine Mitmenschen sondern nur Konkurenten kennt, einfach nur noch an!

Neoliberalistische Einstellungen und Arbeitschutz

roser parks, Friday, 15.10.2010, 18:20 (vor 5570 Tagen) @ Diego Zwischendurch

Selbstverständlich.
Der Arbeitnehmer soll frei entscheiden können, ob er sich einen
Schutzhelm kauft oder nicht. Alles andere, z.b. Helmzwang auf
Arbeitgeberkosten, wäre ein dirigistischer Eingriff und daher von

Übel.

Das schreibt jemand, der als Schriftsteller und ehemaliger
Justizfachangestellter in einem geheizten Raum hinter seinem Schreibtisch
schön sicher, bequem und in der Nähe der Kaffeemaschine sitzt?

Ich habe seine Textstelle eher ironisch aufgefasst.

Hier fürchten sich doch so viele vor dem Islam. Dabei haben die wahren
Kulturzerstörer, die Neoliberalisten, die deutsche Sozial- und
solidarische Gesellschaftskultur, auf die wir zu recht Stolz sein konnten,
rein aus purer Geldgier nachhaltig zerstört! DIESES Deutschland ist nicht
mein Deutschland!

Sehe ich genau so.

Neoliberalistische Einstellungen und Arbeitschutz

Diego Zwischendurch, Friday, 15.10.2010, 18:32 (vor 5570 Tagen) @ roser parks

Ich habe seine Textstelle eher ironisch aufgefasst.

Upps, das habe ich nicht erkannt ;-( Dann nehme ich meinen persönlichen Angriff natürlich zurück und entschuldige mich.

Leider gibt es ja aber Menschen, die tatsächlich so denken! Und Ironie und Irrsinn liegen in diesen Zeiten dicht beieinander ... ;-)

Neoliberalistische Einstellungen und Arbeitschutz

roser parks, Friday, 15.10.2010, 18:36 (vor 5570 Tagen) @ Diego Zwischendurch

Ich habe seine Textstelle eher ironisch aufgefasst.


Upps, das habe ich nicht erkannt ;-( Dann nehme ich meinen persönlichen
Angriff natürlich zurück und entschuldige mich.

Das nennt sich wohl Behördenhumor!


Leider gibt es ja aber Menschen, die tatsächlich so denken! Und Ironie
und Irrsinn liegen in diesen Zeiten dicht beieinander ... ;-)

Das ist aber Gewiss.

Wow!

Masku mit Hut, Friday, 15.10.2010, 19:10 (vor 5570 Tagen) @ roser parks

Ich bin ja ganz von den Socken ob der plötzlichen Vielzahl von kritischen Tönen hier bezüglich dieser Partei und speziell ihrer Ideologie.

Na ja, das versprochene Füllhorn blieb ja auch zu. Für die Meisten.

Weiter so, vielleicht werden euch viele stille Mitleser sogar noch symphatisch finden.

Prekär Beschäftige und Arbeitslose zum Beispiel, die eben nicht bedürftig sind, weil sie so begeisterte Löcher-in-die-Luft-Starrer sind und nach sozialen Hängematten dürsten. Wobei dieses Bild ja leider einige genauso brauchen wie die Feministin ihr Männerfeindbild und die vom anderen gelben Forum ihre Islamophobie.

Drängt die an den Rand, dann kommt auch Arne wieder.

Wow!

Manifold ⌂, Friday, 15.10.2010, 20:05 (vor 5570 Tagen) @ Masku mit Hut

Drängt die an den Rand, dann kommt auch Arne wieder.

Lol. Für den sind wir alle rechts und böse Frauenhasser. Da kannst du noch lange warten.

--
"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis

Wow!

Guido, Friday, 15.10.2010, 20:32 (vor 5570 Tagen) @ Manifold

Lol. Für den sind wir alle rechts und böse Frauenhasser.

Man muss nicht gleich Hammer und Sichel hissen, wenn man erst mal aus Guido's Hurra-Club geistig austritt. Das würde auch ein Arne H. akzeptieren.

Neoliberalistische Einstellungen und Arbeitschutz

Wolfgang A. Gogolin ⌂, Hamburg, Friday, 15.10.2010, 20:30 (vor 5570 Tagen) @ Diego Zwischendurch

Leider gibt es ja aber Menschen, die tatsächlich so denken! Und Ironie
und Irrsinn liegen in diesen Zeiten dicht beieinander ... ;-)

Das ist leider wahr.

Viele Grüße
Wolfgang

Neosozialistische Einstellungen

Borat Sagdijev, Friday, 15.10.2010, 16:44 (vor 5570 Tagen) @ roser parks

Könnte man also die FDP auch in Punkto Arbeitschutz wählen?

Klar, der Hoteldirektor bekommt einen dicken neuen 7er BMW hingestellt in dem er dann sehr sicher Arbeiten kann.

Das neoliberale Klischeegelaber nervt, wähl halt eine der Parteien die das Vertrauen der Entrechteten und Unterdrückten und Ausgebeuteten genießen und jammer wenn Sie dich dann ficken und sagen die Anderen waren es.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.

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