Tazin bald ohne BinnenI?
Anscheinend wird bei der Taz gerade über die Abschaffung des feministischen Neusprechs diskutiert.Taz Leser Ulrich Maurer hat dies in einem Protestbrief an die Zeitung gefordert und folgendes als Antwort bekommen:
"Lieber Herr Maurer, wir hatten gerade in der taz eine lebhafte Diskussion zu dem Thema. Ganz so eindeutig, wie Sie es sagen, ist die Meinung zum Binnen-I in der Redaktion nämlich nicht. Und ich vermute, auch bei unseren Leserinnen und Lesern variiert die Bedeutung zwischen “überholt” und “unverändert wichtig”. Auch die Art, damit umzugehen, unterscheidet sich übrigens in unserer Redaktion: Manche schreiben es immer, andere nie, wieder andere suchen nach Alternativen (“Studierende”) oder verwenden das Binnen-I je nach Text oder Situation"
http://blogs.taz.de/hausblog/2010/10/03/leser_fordert_lasst_das_binnen-i_weg/#comment-3542
manche der Kommentare darauf habens echt in sich,
so schreibt eine Sabine:
"Was meistens betrieben wird, ist doch gar nicht die Gleichstellung der beiden Geschlechter, sondern vielmehr die vorsätzliche Diskriminierung der Männer.
Unsinn? Finde ich nicht.
Beispiele:
- Girl’s Day – etwas adäquates für Jungen: Fehlanzeige!
- In der Verwaltung werden bei gleicher Qualifikation grundsätzlich die Frauen befördert, mit der Folge, dass eine Frau, die jahrelang wegen Mutterschaft fehlte, eine Vorgesetztenfunktion ausfüllt, aber mangels Berufserfahrung weniger Fachwissen mitbringt als der männliche Kollege.
- Die Verwaltung beschäftigt eine Gleichstellungsbeauftragte, die sich aber nur für die Frauen zuständig fühlt. Einladungen werden demnach nicht an die Männer gerichtet.
- Es handelt sich nicht nur um Gespräche, zu denen eingeladen wird, sondern auch um Veranstaltungen während der Arbeitszeit. Der Knüller war hier der Kurs zur sexuellen Selbstfindung…
- Ein Fragebogen, der natürlich nur an die Damen gerichtet war, fragte, “wo” sich die Frauen benachteiligt fühlen, wohlgemerkt nicht “ob”!
Etc., etc…
Also, liebe Binnen-I-Verfechterinnen: Solange Ihr Eure Gleichstellung allein auf Kosten der Männer vorantreibt, kann von einer Gleichberechtigung ja wohl kaum die Rede sein!
… und das ist meine Meinung als emanzipierte Frau."
Im öffentlichen Dienst werden Kurse zur sexuellen Selbstfindung von Frauen während der Arbeitszeit angeboten?Interessant wenn sowas in diesem Zusammenhang mal so nebenbei ans Tageslicht kommt...
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- Tazin bald ohne BinnenI? -
Die Schirmvrau vom Gendersee,
14.10.2010, 14:23
- Tazin bald ohne BinnenI? - Halbgott in Weiß, 15.10.2010, 01:35