Prof. Dr. Dr. Bock - Soziologe und Kriminologe, lesenswert
..........Verneint werden muß ein solcher in Bezug auf Männer, Kinder und Senioren, die Opfer von Frauengewalt werden. Dies bedeutet, daß mindestens die Hälfte der Opfer häuslicher Gewalt weiterhin ohne jeden Schutz bleiben wird und zwar dauerhaft, weil weder irgendwelche Forschungen über ihre Situation noch irgendwelche sozialen Hilfsmaßnahmen geplant sind.
...... werden jedoch von vornherein im Keim erstickt oder ganz unmöglich, wenn, wie jetzt geplant, einem der beiden Konfliktpartner, nämlich der Frau, ein Instrumentarium in die Hand gegeben wird, mittels dessen sie nicht nur völlig risikolos und wirksam den „störenden“ Partner enteignen und loswerden, sondern vor allem eine einseitige Rollenverteilung zwischen einem bösen Täter und einem guten Opfer rechtlich und sozial verbindlich machen kann. Dies aber bewirkt nichts als eine verständliche Verhärtung auf seiten des zu unrecht als allein schuldig stigmatisierten Mannes und zu einer Verdrängung oder Verharmlosung des eigenen Anteils an der Gewaltgeschichte auf seiten der allein als Opfer umsorgten Frau.
Sind Kinder vorhanden, .................natürlich auch die Gewalt gegen Kinder, und zwar gerade auch dann, wenn sie, wie üblich, bei den Müttern bleiben, die sie ohnehin und als Alleinerziehende erst recht häufiger mißhandeln (s. o. 2.2) und sich in ihrem Verhalten bestärkt fühlen können, nachdem der vermeintliche Störenfried identifiziert und beseitigt ist.