Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Kachelmann - zum Thema Unbefangenheit

Imageberater, Tuesday, 12.10.2010, 10:38 (vor 5573 Tagen)

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,722459,00.html

"Ich ging davon aus, wenn eine Frau eine solche Beschuldigung macht, dann sind die Angaben auch wahrheitsgemäß", sagte dieser Richter als Zeuge. "Ich hielt es für ausgeschlossen, dass sich jemand solche Verletzungen, wie sie die Geschädigte vorwies, selbst beibringt. Mir leuchtete nicht ein, dass zwei Personen erst einvernehmlich Geschlechtsverkehr haben und man anschließend über Trennung spricht." Dass Kachelmann daher weiter in Haft zu bleiben hatte, war für diesen Mann damals keine Frage.

Ich denke, damit wird schön veranschaulicht, dass die ganze Angelegenheit eine reine Glaubensfrage ist.

Dieser Richter schließt eine Falschaussage von vorneherein aus, da er - feministisch korrekt - Frauen zu einer solchen für gar nicht fähig hält, obwohl Falschaussagen laufend vorkommen.

Das soll dann ein objektiver, unbefangener Standpunkt sein? Vielmehr scheint man die Wahrheit gar nicht hören zu wollen.

Immerhin hat man einen Gutachter ausgeschlossen, weil der seine fachliche Meinung kund getan hat, da diese nicht ins eigene Glaubenskonzept passte (der Vorwurf der Befangenheit ist lächerlich).

Und Glauben kann durchaus eine Form der Befangenheit darstellen.

Als würde ein Kirchengericht einen Gutachter ablehnen, weil dieser eine nicht glaubenskonforme Schlussfolgerung zieht.

Und da wird gelogen, dass sich die Balken biegen:

Doch dann kamen die Ex-Geliebten des Angeklagten. Einzelne davon hatten sich bereits in Illustrierten bereitwillig über ihre Erlebnisse mit ihm hervorgetan. Sicher: Niemand steht gegenüber einem Presseorgan unter Wahrheitspflicht. Eine dieser Damen hatte sich dann auch in der polizeilichen Vernehmung weitaus zurückhaltender geäußert als gegenüber Journalisten, möglicherweise deshalb, weil sie von denen eine "Aufwandsentschädigung" in unbekannter - variabler? - Höhe bekam. Was über Kachelmanns Intimleben längst in der Öffentlichkeit breitgetreten worden ist, stammt vorwiegend aus dem Mund jener Illustrierten-Informantinnen.

Ein einziger Skandal, die ganze Angelegenheit, so oder so.

--
[image]

Kachelmann - zum Thema Unbefangenheit

Ein Leser, Tuesday, 12.10.2010, 11:41 (vor 5573 Tagen) @ Imageberater

die Geschädigte vorwies, selbst beibringt. Mir leuchtete nicht ein, dass
zwei Personen erst einvernehmlich Geschlechtsverkehr haben und man
anschließend über Trennung spricht." Dass Kachelmann daher weiter in Haft
zu bleiben hatte, war für diesen Mann damals keine Frage.[/i]

Sowas scheint eine Frau Schwarzer gerne zu überlesen, wenn sie meint, sich in den Fall einmischen zu müssen, weil ja ALLE auf der Seite Kachelmanns stehen.
Mir erscheint es eher umgekehrt. Kachelmann hat die schlechteren Karten: Richter gehen nach dem, was sie persönlich glauben, Kachelmanns Exen haben sich auf Internetseite abgesprochen und gegen ihn verschworen, ...
Selbst wenn Kachelmann hinter Gitter landen sollte, werden bei mir Zweifel an seiner Schuld bleiben.

Kachelmann - zum Thema Unbefangenheit

karlma, Tuesday, 12.10.2010, 14:08 (vor 5573 Tagen) @ Imageberater

anschließend über Trennung spricht." Dass Kachelmann daher weiter in Haft
zu bleiben hatte, war für diesen Mann damals keine Frage.[/i]

Ich gehe davon aus, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Ich seh das doch jeden Tag wieder neu und kann mir das anders auch gar nicht vorstellen.

powered by my little forum