Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kemper über Diskriminierung und Ausgrenzung

MC Henrich ⌂, Tuesday, 12.10.2010, 04:39 (vor 5573 Tagen) @ Cardillac

Mitlesen und mitdiskutieren auf Telepolis:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33452/1.html

Ja, es ist schon... interessant zu sehen, dass Unterschichts- und Migrantenkinder im Durchschnitt schlechtere Schulabschlüsse schaffen.

Und das, obwohl mindestens die Hälfte der Lehrer links eingestellt ist, wenn nicht deutlich mehr.

Und obwohl viele Lehrer Ausländerkinder und deren Probleme schon aus ihrer eigenen Schulzeit kennen sollten, oder sogar damals als Schüler das Thema schon selber im Unterricht gehabt haben.

Und obwohl viele Lehrer doch selber aus den gesellschaftlichen Schichten kommen, die damals als Kinder von Fabrikarbeitern oder Bauern angefangen haben und in der BRD aufsteigen konnten. (Mögen diese Leute etwa die Schicht ihrer eigenen Eltern nicht?)

Und obwohl heute definitiv nicht mehr, wie in den Fünfzigern, viele Lehrer ehemalige NSDAP-Mitglieder sind. (Was definitiv nicht heißen soll, dass Exnazis gute Lehrer abgeben. Eher, dass 68er als Lehrer nicht besonders viel taugen.)

Wenn gewisse PolitikerInnen durchsetzen (wie speziell in Berlin), dass immer mehr Zeit an den Schulen für politisch korrekten Lernstoff verschwendet wird (wie war das gleich mit der Überlastung der Schüler?), und die niedrige Zahl der Schulabschlüsse von Unterschichten- und Migrantenkindern mit Quoten lösen wollen, werden sie am Ende nur erreichen, dass ein staatlicher Schulabschluss nichts mehr wert ist und nur noch Absolventen von Privatschulen gute Stellen bekommen.

Für alle anderen gibt es dann nur noch Aussichten als Lager- und Fließbandarbeiter, im Callcenter, in McJobs, Zeitarbeit, usw. Und vielleicht mit den richtigen politischen Beziehungen ein Pöstchen als Irgendwasbeauftragte/r, auf Lebenszeit und mit dicker Pension. Das heißt: Solange der Staat sich das leisten kann. Und bei dem drohenden demografischen Kollaps ist das auch nicht sicher.

Zu dem üblichen Geheule von Rassismus, Sexismus und Klassismus: Das ist halt das natürliche Problem der Anti-Koalition. Den Leuten, die immer über die bösen weißen christlichen heterosexuellen reichen Männer schimpfen.

Aber diese Koalition ist sich eben nur einig, wogegen sie ist. Und ist innerlich gespalten, weil es viele Frauen gibt, die keine Ausländer mögen; Ausländer, die keine Schwulen mögen; und Schwule, die nichts mit Frauen anfangen können.

Kurz nach der russischen Revolution haben sich viele konservative Leute angstvoll gefragt: "Wie soll das werden, wenn die Proletarier auf einmal einen Staat leiten?" Ein Mann hat damals gesagt: Entweder sind die Proletarier fähig, dann wird sich nichts groß ändern; oder sie sind unfähig, dann wird alles zusammenbrechen. (Die Realität sah dann ja so aus: Vieles hat sich nicht geändert, Russland war immer noch despotisch - mehr als zuvor - aber die Russen haben die "Reformen" auch mit Millionen Toten bezahlen müssen.)

Genau dasselbe kann man über Frauen und Minderheiten sagen.

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