Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Generalanwältin beim EuGH zu unterschiedlichen Altersgrenzen für Frauen und Männer

Gobelin perplex, Monday, 11.10.2010, 20:39 (vor 5574 Tagen)

In vielen Mitgliedstaaten der EU bestehen für Frauen und Männer unterschiedliche Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung und anderen Versorgungssystemen.

Auch in Deutschland können Frauen vorübergehend (bis Ende 2011) noch mit 60 Jahren Altersrente in Anspruch nehmen, Männer dagegen erst mit 65.

Dem EuGH liegt ein (österreichisches) Vorabentscheidungsersuchen vor, das die Frage aufwirft, ob arbeitsvertragliche Altersgrenzen, die an dieses unterschiedliche Rentenzugangsalter anknüpfen, Arbeitnehmerinnen wegen ihres Alters bzw. ihres Geschlechts diskriminieren

...

Die österreichische Regelung könne auch nicht unter Hinweis auf das beschäftigungspolitische Ziel, jüngeren Arbeitnehmern Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten zu eröffnen, gerechtfertigt werden.

Denn beschäftigungspolitische Ziele dürften nicht auf Kosten der Arbeitnehmer eines Geschlechts verwirklicht werden.

Genau dies geschehe jedoch, wenn man von weiblichen Arbeitnehmern verlange, ihren Arbeitsplatz fünf Jahre früher zu räumen, als dies ihre männlichen Kollegen tun müssen.

Denn dann würden Frauen, nur weil für sie ein niedrigeres gesetzliches Regelpensionsalter gilt, sehr viel stärker zur Verwirklichung der Ziele der Beschäftigungspolitik herangezogen als Männer.

Sie würden intensiver als ihre männlichen Kollegen in ihrem Recht beeinträchtigt, zu arbeiten und ihren Beruf auszuüben (Art. 15 Abs. 1 EU-Grundrechtecharta).

Quelle/Vollständiger Artikel:

http://blog.beck.de/2010/10/11/generalanwaeltin-beim-eugh-zu-unterschiedlichen-altersgrenzen-fuer-frauen-und-maenner

vgl. hierzu:

http://www.youtube.com/watch?v=Tmz9tiWGTtE

Generalanwältin beim EuGH zu unterschiedlichen Altersgrenzen für Frauen und Männer

Imageberater, Monday, 11.10.2010, 21:34 (vor 5573 Tagen) @ Gobelin perplex

Um mich nicht als Idiot zu outen:

Meinen die jetzt allen Ernstes, Frauen würden durch das niedrigere Renteneintrittsalter benachteiligt?

Na dann... kein Ding. Setzen wir es entsprechend der verbleibenden Lebenszeit an, auf ... 71 Jahre, sagen wir mal.

Kein Problem ohne Lösung - es kann ja nicht angehen, dass Frauen irgendwie benachteiligt werden, nichwahr?

Oder verstehe ich die einfach nur falsch?

--
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Generalanwältin beim EuGH zu unterschiedlichen Altersgrenzen für Frauen und Männer

Gobelin mehr so ganz perplex, Monday, 11.10.2010, 21:59 (vor 5573 Tagen) @ Imageberater

Um mich nicht als Idiot zu outen:

Meinen die jetzt allen Ernstes, Frauen würden durch das niedrigere
Renteneintrittsalter benachteiligt?

Dummerle ;-)

Natürlich nur, wenn sie in Rente geschickt werden, nicht wenn sie gehen möchten.

Na dann... kein Ding. Setzen wir es entsprechend der verbleibenden
Lebenszeit an, auf ... 71 Jahre, sagen wir mal.

Das mit 71 Jahre wird nix - ansonsten:

Geduld, Geduld:

Österreich:

Anhebung des Eintrittsalters bei Frauen zwischen 2024 und 2033 auf 65 Jahre.

http://www.europa-kontakt.de/index.html?http://www.europa-kontakt.de/EU-RENTE.html

Kein Problem ohne Lösung - es kann ja nicht angehen, dass Frauen irgendwie
benachteiligt werden, nichwahr?

"in Österreich kam es vor 3 Jahren wegen der vorgesehenen schrittweisen Anhebung des Rentenalters und Abschaffung der Frühpensionierung zum größten Streik seit über 50 Jahren."

Ob da evtl. auch Frauen dabei waren?

Oder verstehe ich die einfach nur falsch?

nö, typischer Femquatsch

Generalanwältin beim EuGH zu unterschiedlichen Altersgrenzen für Frauen und Männer

Oliver, Monday, 11.10.2010, 22:37 (vor 5573 Tagen) @ Gobelin mehr so ganz perplex

Wer wie die FrauInnen früher in Rente geht, weniger eingezahlt hat, statistisch deutlich länger lebt und die Hinterbliebenenrente vom Mann nach seinem früheren Ableben kassiert?

... ist bevorzugt, kolossal!

Männer füllen die Rentenkassen, Frauen plündern sie.
Wenn es gerechter zugehen sollte, müssten Frauen über 6 Jahre länger arbeiten, oder etwa das doppelte an Renten - und KV-Beiträgen zahlen!

So aber ist es ein Milliarden schwerer Geldfluss vom Mann zur Frau!

Schluss damit!

--

Liebe Grüße
Oliver


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Full Ack

Rechtlos, Tuesday, 12.10.2010, 02:37 (vor 5573 Tagen) @ Oliver

So aber ist es ein Milliarden schwerer Geldfluss vom Mann zur Frau!

Genauso sehe ich es auch!

Generalanwältin beim EuGH zu unterschiedlichen Altersgrenzen für Frauen und Männer

Christian, Wednesday, 13.10.2010, 14:29 (vor 5572 Tagen) @ Oliver

Zustimmung!
Stellen wir uns den Fall so vor: Mann und Frau übten den gleichen Beruf aus, zahlten gleichviel ein und haben gleichviel gearbeitet. Die Frau geht mit 60 in Rente ohne Verluste und bekommt im Beispiel 1200 Euro Rente und der Mann geht auch mit 60 in Rente und bekommt dafür nur 1100 Euro, weil Mann aufgrund wegen seines Geschlechts nicht 5 Jahre länger gearbeitet hat um an 1200 Euro zu kommen. Für wie blöd halten die uns eigentlich, dass Frauen bei Rente benachteiligt und diskriminiert sind? Sie machen aus Vorteile, Privilegierungen und Bevorzugungen von Frauen eine Volksverarschende Diskriminierung und Benachteiligung daraus, um die Wahrheit zu verswchleiern und unter dem Teppich zu kehren. Die Rente für Männer ist ein absoluter Betrug, Diskriminierung und Benachteiligung. Frauen gehen früher in Rente und beziehen länger Rente durch ihre höhere Lebenserwartung und zahlen weniger ein. Die Wirtschaft sagt ja, dass Frauen durch ihre höhere Lebenserwartung und früheres Renteneintrittsalter eine deutlich höhere Rendite erzielen gegenüber Männer! Es ist eine ziemliche Schweinberei was da abläuft an Lug, Betrug und Volksverarschung.

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