Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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mannebüro züri erhält städtischen Gleichstellungspreis

Junggeselle, Saturday, 09.10.2010, 13:15 (vor 5576 Tagen)

Und wofür? Weil es, so die Begründung des Züricher Stadtrates, "einen grossen Beitrag zur Überwindung von Gewalt gegen Frauen" leistet.

Der Verein mannebüro züri nimmt im Bereich Täterarbeit und Prävention von häuslicher Gewalt in der Stadt und Region Zürich eine Pionierrolle ein. Seit 20 Jahren betreibt der Verein eine Beratungsstelle für Männer, die in Paarbeziehungen gewalttätig geworden sind oder sich in Konfliktsituationen befinden, die zu Gewalt in Paarbeziehungen führen können. Mit zusätzlichen Angeboten, wie den Gesprächsrunden «Männerpalaver>, Tagungen oder Schulbesuchen trägt das mannebüro züri massgeblich zur Sensibilisierung von Jugendlichen und einer Enttabuisierung des Themas häusliche Gewalt in einer breiteren Öffentlichkeit bei.

20.000 Franken gibt es dafür. Beschämend!

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mannebüro züri erhält städtischen Gleichstellungspreis

Manifold ⌂, Saturday, 09.10.2010, 16:01 (vor 5575 Tagen) @ Junggeselle

Guter Kommentar:

"Aus einer Vielzahl von internationalen wissenschaftlichen Studien geht zweifelsfrei hervor, dass Frauen gegenüber Männern ähnlich oft gewalttätig werden wie umgekehrt. Mütter schlagen ihre Kinder häufiger als Männer und bringen sie weitaus häufiger sogar um.
Wäre der sogenannte "Gleichstellungspreis" ernst gemeint und keine feministische Veranstaltung, dann würde der Preis an Initiativen gehen, die Hilfe und Beratung für Täter/Täterinnen und Opfer unabhängig vom Geschlecht anbieten oder fördern. Davon kann hier keine Rede sein. Vom mannebüro wird wieder nur das alte Klischee vom gewalttätigen Mann und dem armen, unschuldigen Opfer Frau gepflegt. Diese überholte Denkweise ist keines Preises würdig."

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"Zur Durchführung seines Zieles erachtet der Maskulismus [...] als aufrichtig und sinnvoll: [...] das ursprüngliche Anliegen einer wirklichen Gleichberechtigung beider Geschlechter." - Michail A. Savvakis

mannebüro züri erhält städtischen Gleichstellungspreis

Gismatis, Basel, Saturday, 09.10.2010, 20:31 (vor 5575 Tagen) @ Manifold

Ich finde Beratungsstellen, die sich gezielt an Männer wenden, nicht falsch. Nur sollten sie nicht nur für Täter, sondern auch für Opfer da sein. Oft sind die Betroffenen sowieso beides. Nicht nur, dass die körperliche Gewalt oft gegenseitig stattfindet, auch psychische Gewalt spielt eine Rolle. Es wird aber im Sinne der eindeutigen Täter-Opfer-Zuordnung so getan, als sei der Mann zu 100 Prozent der Täter und die Frau zu 100 Prozent das Opfer. Dabei wird der Denkfehler begangen, dass eine Aufteilung die Verantwortung für die eigene Gewalttätigkeit gemindert würde, wie sie die Prozentzahlen suggerieren. Dabei wird das Tätersein durch das gleichzeitige Opfersein nicht gemindert. Aber es würde zeigen, dass nicht nur die Gewalttätigkeit das Problem ist, sondern das Zusammenspiel zwischen den Partnern gestört ist. Opfern wird immer geraten, sich vom Täter zu trennen. Tätern wird aber kaum geraten, sich von ihren Opfern zu trennen. Das müsste aber genauso selbstverständlich sein, und zwar selbst dann, wenn das Opfer die Beziehung eigentlich weiterführen will.

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