Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Suche WählerstimmInnen - Biete Parteiposten

AAA, Friday, 08.10.2010, 20:05 (vor 5576 Tagen) @ Imageberater

Dass das Hardcore-FrauInnen-Bevorteilung ist, darüber braucht man nicht zu reden. Schon jetzt steht fest, dass das keinen Kompetenzzuwachs auf der Funktionärsebene bewerkstelligen wird, eher wird das Gegenteil eintreten.

Aber: Aus Sicht der Parteien, denn letztlich handeln sie alle in dieser Frage vergleichbar, ist dieses Vorgehen rational. FrauInnen interessieren sich traditonell weniger für die Politik und sind daher erheblich schwerer mobilisierbar, schon gar nicht auf der inhaltlichen Schiene. Also muss es über die personelle versucht werden. Nur so lassen sich im FrauInnen-Reservoir genügend Stimmen erzeugen, nach dem Motto: Mädels wählen Mädels. FrauInnen stellen die Mehrheit der Wahlberechtigten, besonders bei den Älteren/Alten und weisen die größte Mobilisierungsreserve auf. Insofern verspricht hier die aufwandsbezogene Rendite, vulgo Wählerstimmen, am größten zu sein. Das Ganze hat natürlich nichts mit Programmatik oder einer Weltanschauung zu tun, der zum Durchbruch verholfen werden soll. Es geht schlicht um Macht: Macht behalten und am besten hinzugewinnen.

Wie immer sind es die Männer, die den FrauInnen in den Sattel helfen. Sie dürfen sich daher über die Ergebnisse weder wundern noch beklagen. Sie sind die Zauberlehrlinge, die die Geister, die sie riefen, nicht mehr beherrschen. Bemerkenswert ist nur, dass dieser Fehler seit fast 50 Jahren fast schon stumpfsinnig wiederholt wird. Mittlerweile sollte verstanden worden sein, welche Schäden damit für das Volk gesetzt werden. Die sind kaum mehr heilbar.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum