Folgen von Falschbeschuldigung
Mein lieber Junge, nun, da Du heute die vierzig überschreitest, da Du endgültig im Land der Erwachsenen angekommen bist, stehe ich als Vater mit der einzig interessanten Frage vor Dir: Was wünsche ich Dir zum Geburtstag, was ich Dir in vier Jahrzehnten bisher noch nicht gewünscht habe? Es gab schon so vieles: Glück in der Liebe; einen Beruf, der mehr ist als nur "Kohle machen"; tolle Reisen; und dass sich Dir immer wieder Türen öffnen.
Heute nenne ich, angeregt durch Zeitungslektüre, einen Wunsch, der so banal klingt, dass ich ihn kaum zu nennen wage: Ich wünsche Dir ein Leben in Freiheit! Rede bitte nicht so pathetisch wie Politiker, wirst Du nun sagen, Freiheit ist in unserem Rechtsstaat doch garantiert. Lasse ich mir nichts zu schulden kommen, sehe ich beispielsweise ein Gefängnis nie von innen ...Wenn Du Dich da mal nicht täuschst, kann ich nur sagen, und berichte kurz, was einem tüchtigen Schlossermeister in einer großen Firma in München passiert ist, den man wegen angeblicher Vergewaltigung acht Monate hinter Gitter brachte. U-Haft heißt diese brutale Form der Freiheitsberaubung.
Nachdem eine Nachbarin ihn angezeigt hatte, wurde der Mann verhaftet - am Arbeitsplatz! Er beschwor immer wieder seine Unschuld. Er legte Haftbeschwerde ein, vergebens. Der Mann, inzwischen gekündigt, war am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. "Es raubt einem mitunter den Schlaf, wenn man mit ansehen muss, wie ein U-Häftling zerstört wird", gibt ein prominenter Strafverteidiger zu Protokoll, der zornig beobachtet, mit welcher Nonchalance heute sogar die Justiz in die Grundrechte der Menschen eingreift.
So auch in diesem Fall. Als sich herausstellte, dass die Nachbarin, eine alkoholkranke und verwirrte Frau, die Vergewaltigung nur erfunden hatte, war es zu spät: Der Mann war seinen Job los. Und - so grausam ist das heute! - ein über 50-jähriger Schlosser sei auch nicht mehr vermittelbar, bestätigte das Arbeitsamt. Nun startete der Mann einen Schadenersatzprozess gegen den "Freistaat" Bayern, und er bekam, oh Wunder, sogar recht: Der Staat muss dem Mittfünfziger bis zur Rente einen "Schadenersatz für die Zukunft" zahlen - insgesamt rund 300 000 Euro.
Aber was wird nicht bezahlt? Es sind dies ein verlorenes Stück Leben, die Demütigung der Verhaftung, die seelischen Qualen, die Ohnmacht gegenüber einer Bürokratie, die sich in unserem Land in einer Weise ausbreitet, die ich nicht für möglich hielt; nicht in Deutschland, das nach dem Krieg die freiheitlichste Demokratie aufbaute, die es je auf deutschem Boden gab.
Ich wünsche Dir also, dass Du den Wert der Freiheit immer erkennst; dass Du Dich für die Freiheit einsetzt, wo immer sie gefährdet ist; dass Du die Parolen der Parteien daraufhin untersuchst, ob sie von Freiheit nur reden, oder ob sie mit ihrer Politik freiheitliches Leben wirklich sichern. Also keinen gläsernen Staatsbürger, keinen gläsernen Patienten, keinen gläsernen Steuerzahler, den man erst total durchleuchtet, ehe man ihm die letzten Taschen umkrempelt.
Ich bin ein gebranntes Kind. Ich habe in meiner Jugend bis Kriegsende 1945 den totalen Verlust der Freiheit erlebt.
Auch Deine Generation muss lernen: Freiheit geht scheibchenweise verloren. Freiheit ist niemals etwas Abstraktes, sie ist vielmehr etwas verdammt Konkretes, wenn man sie verliert wie der Schlossermeister, der sich plötzlich im Gefängnis wieder findet. Und ich bin traurig, dass ich Dir Freiheit wünschen muss, weil ich bisher dachte, ein Leben in Freiheit.
Folgen von Falschbeschuldigung
Als ich noch in Berlin lebte, hab ich meinen Erwerb duch Tätigkeiten als Elektriker bestritten. Vorübergehend war ich auch in einer Kreuzberger Firma beschäftigt. Diese Firma hatte unter anderem Serviceverträge mit Wohnungsvermietern im besagtem Kreuzberg. Einer dieser Servicetechniker war zu einem defekten Herd gerufen worden. Er kam in die Wohnung, welche von einer türkischen Familie bewohnt wurde. Empfangen wurde er von einer Frau, welche ihm zu einem völlig verdrecktem Herd geleitete. Dort war eine Herdplatte defekt. Aber weil gerade Türken zu wissen glauben, was ihnen in Deutschland zusteht, bestand sie darauf, daß sie einen neuen Herd bekommt. Klar doch, ist besser als sauber machen. Der Kollege weigerte sich und wechselte unter dem Gezetere der Mieterin die Herdplatte. Damit war der Herd wieder voll funktionstüchtig.
Er brauchte sich jedoch an diesem Tage keine Gedanken mehr darum machen, auf welche Weise er nach hause kommen würde, die Polizei nahm im diese Bürde ab und fuhr ihn zur Vernehmung auf's Revier. Tatvorwurf: er soll die Mieterin sexuell belästigt haben. Also wie immer. Frau will etwas, bekommt es nicht, also rächt sie sich. Das entspricht dem, was ihnen Schwarzer und Co_Innen ihnen eingetrichtert haben.
Leider weiß ich nicht, was aus dem Kollegen wurde, so toll war die Firma nicht, um längere Zeit dort zu verbringen. Aber es hatte Folgen für die Serviceeinsätze. Seit diesem Tage mußten immer 2 Techniker ausrücken. Der Feminismus schafft Arbeitsplätze.
Wie typisch
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