Kinder, Beruf und Karriere: Wahlfreiheit war gestern
Finanzielle Grundlage dieser Fürsorge ist die Vollerwerbstätigkeit der Väter: In den meisten Familien sind sie, wenn nicht die "Alleinernährer", so doch die "Haupternährer" der Familie.
Gegen diese Lebenswirklichkeit kämpft eine überparteiliche Ökumene von Arbeitsmarktökonomen und GleichstellungspolitikerInnen: Die einen wollen Mütter in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels als "stille Reserve" für den Arbeitsmarkt mobilisieren; die anderen Frauen aus ihrer Abhängigkeit vom "Ernährer-Ehemann" emanzipieren. Gemeinsam streben sie an, dass Mütter (wie bisher schon Väter) kontinuierlich in Vollzeit für den Arbeitsmarkt verfügbar sind. Teilzeitarbeit oder gar längere Erwerbsunterbrechungen sozialpolitisch zu fördern gilt ihnen als Irrweg: Ökonomen bemängeln den Verlust an "Erwerbspotential" - der globalisierten und flexibilisierten Wirtschaft ist eben an möglichst rund um die Uhr verfügbaren Arbeitnehmern gelegen. Feministinnen wiederum kritisieren Teilzeitarbeit als "Falle" für Frauen. Ihre Gründe liegen auf der Hand: Prestigeträchtige Führungsjobs erfordern einen sehr hohen zeitlichen Arbeitseinsatz, glänzende Karrieren sind mit Teilzeitjobs selten möglich. Für Frauen, die ihren Lebenssinn in Beruf und Karriere sehen, sind sie unattraktiv. Die Perspektive dieser berufsorientierten Frauen dominiert unangefochten den Diskurs in Medien und Politik.
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Oliver
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Oliver,
04.10.2010, 20:16
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