Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Widerwärtig - Ost gegen West auspielend ist Lebenserwartung ein Argument

Humpelfix, Thursday, 30.09.2010, 15:46 (vor 5584 Tagen) @ t

Der Maskunaut hat dazu etwas Interessantes geschrieben:

Das leidende Geschlecht - Gedanken zum Amoklauf in Lorrach

Eine andere Art der Reaktion war, von der weiblichen Täterin abzulenken und klarzustellen, dass Amokläufe immer noch eine Männerdomäne sind. Das sind sie zweifellos, die Frage ist nur, warum? Die Berliner Psychiaterin Isabella Heuser der Charité, Campus Benjamin Franklin, erklärt dies damit, dass Frauen "sozial kompetenter und integrierter" seien. Außerdem könnten sie ihre Emotionen besser regulieren und würden verantwortungsbewusster mit ihrer Gesundheit umgehen, weshalb sie auch eine höhere Lebenserwartung hätten.

[...]

Doch Indikatoren wie Suizid-, Gewalt-, Unfallrate und Lebenserwartung deuten auf eine strukturelle Benachteiligung von Männern hin. Oder können Schwarze, Migranten und Arme genauso wie Männer schlicht nicht mit ihrer Gesundheit umgehen? Haben sie ebenfalls eine weniger ausgeprägte Sozialkompetenz als weiße, gut situierte, nicht-migrierte Frauen und sind sie ebenfalls weniger als diese in der Lage ihre "Emotionen zu regulieren"? Zumindest müsste man dies aus den Erklärungen der Berliner Psychiaterin schließen. Aber warum gilt dies für Schwarze eher dann, wenn sie in den USA und weniger wenn sie in Europa leben? Und weshalb betrifft es zwar Migranten, nicht aber deren Landesgenossen in ihren Herkunftsländern?


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