Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Lörrach - Reaktion auf Leserbrief an die Lokalpresse

Max Aram, Monday, 27.09.2010, 22:00 (vor 5587 Tagen)

Zu dem Thema hier

http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=148320

gab es heute eine telefonische Redaktion. Die Autorin persönlich rief an.

Veröffentlicht wird der Leserbrief mit der Begründung nicht, dass er sich auf einen Artikel im Mantelteil der Zeitung bezieht, für den keine Leserbrief-Sparte vorgesehen ist. Die sei nur den Lokalteilen vorbehalten. Das kann stimmen, ich habe die Rubrik zwar nicht explizit daraufhin über die Jahre beachtet, aber im Webformular konnte man tatsächlich nur für die Lokal-Teile oder eben für die Haupt-Redaktion Leserbriefe einreichen.

Allerdings zeigte sich die Dame sehr interessiert an Fragen zur Bildung von Jungen und anderen männerrechtspolitisch relevanten Themen (z.B. Gesundheit). Als MANNdatler habe ich sie zunächst an die Homepage verwiesen, man wird sehen, was daraus wird.

P.S.: Mit Blick auf die Liste zu männer-diffamierender Literatur aus dem Männerhass-Buch gab sie von sich aus zu, dass solche Buchtitel sofort die gesamte feministische Mahalla (meine Wortwahl) auf den Plan rufen würde - immerhin...

Lörrach - Reaktion auf Leserbrief an die Lokalpresse

Roslin, Tuesday, 28.09.2010, 03:48 (vor 5587 Tagen) @ Max Aram

@ Max Aram

Schönes Ergebnis, nichts Großartiges, aber wichtig.

Auch hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Viele gut formulierte Leserbriefe, die substantiiert argumentieren, ohne Hass, ohne Schaum vor dem Mund (so verständlich für den Eingeweihten diese Reaktionen sind!), Leserbriefe wie Deiner, bewirken etwas, auch bei einer Redakteurin, die vielleicht randvoll ist mit feministischen Vorurteilen, die der HERRSCHENDE Zeigeist bereithält.

Die sich vielleicht aber auch gerade fragt, warum der Sohn, ihr eigener oder der ihrer Schwester, so schlecht behandelt wird in der Schule, so schlecht dort zurechtkommt.

Und die dann einen Brief liest wie Deinen, der Nachdenken auslöst.

Gut gemacht.

Wie gesagt: Steter Tropfen höhlt den Stein!

Lörrach - Reaktion auf Leserbrief an die Lokalpresse

Max Aram, Tuesday, 28.09.2010, 22:01 (vor 5586 Tagen) @ Roslin

Wie gesagt: Steter Tropfen höhlt den Stein!

Sehe ich auch so. Warten wir mal ab, wie weit das bekundete Interesse reicht.

Gruß Max

Lörrach - Reaktion auf Leserbrief an die Lokalpresse

adler, Kurpfalz, Tuesday, 28.09.2010, 10:48 (vor 5587 Tagen) @ Max Aram


gab es heute eine telefonische Redaktion. Die Autorin persönlich rief an.

Der von dir zitierte Teil des Artikels erschien mir ja nicht gerade feministisch zu sein. Eher ein bißchen naiv, unaufgeklärt. Ich habe mal ein bißchen nach Redaktionsmitglied "Elvira Weisenburger BNN" gesucht und bin fast nur auf solche klischeehaften Artikel von ihr gestoßen. Beim vafk-KA gibt es zB eine Rezension von Franzjörg Krieg zu einem solchen Artikel von ihr, der aus gleichem Holz geschnitzt war.

"Warum reißen Eltern ihre Kinder mit in den Tod?" (BNN, 18.06.2008)

Väter und Mütter haben oft ganz verschiedene Motive
Psychologe: Liebe von Männern zu Kindern wird auch überschätzt
Von unserem Redaktionsmitglied Elvira Weisenburger
...
"Wenn Männer ihr Kind mit in den Tod nehmen, wollen sie meist der Frau ihr Liebstes nehmen. Es gibt immer wieder Anrufe solcher Väter bei den Frauen, in denen sie die Tat ankündigen und sagen: "Du kannst dich jetzt von deinem Kind verabschieden". Begeht eine Mutter einen solchen "Mitnahme-Suizid", sei das Motiv oft ein ganz anderes, erklärt Gallwitz: "Die Mutter nimmt das Kind mit in den Tod, weil sie es nicht allein auf der Welt zurücklassen will, weil sie fürchtet, dass niemand so gut wie sie für es sorgen kann."

Daß dein Leserbrief veröffentlicht wird, war eh nicht zu erwarten, dazu ist er einfach zu lang geraten, jedenfalls für die BNN. Daß du aber dazu eine Erklärung erhälst und das nicht einfach in der Ablage verschwindet, ist schon mehr, als zu erwarten war, schließlich bekommt so eine Zeitung jeden Tag hunderte Leserbriefe.

Wenn ein bisher eher schlichtes Gemüt dich sogar interessiert zurückruft, ist das schon bemerkenswert.

Jörg ist in KA ausgesprochen aktiv zu Gange, pflegt Kontakte bis in (Familien)Gerichte hinein. Vielleicht war sie schon ein bißchen "weich geklopft". Sollte dein Brief nun der berühmte letzte tropfen gewesen sein, so ist das wirklich ein schöner Erfolg. Es wird vielleicht ein "Übergang" mit Rückfällen, aber ein Anfang ist gemacht. Steter Tropfen hölt den Stein.

Die BNN ist ein konservatives Blatt und hat um KA herum praktisch ein Monopol. Darin unterscheidet sie sich nicht von "Die Rheinpfalz" um Ludwigshafen. Der Unterschied ist, daß die BNN schon mal aus wirtschaftliche Gründen MitarbeiterInnen entläßt, die was "falsches" schreiben, das aber richtig ist. Lidl ist bei der Zeitung ein guter Anzeigenkunde, das kostete einer Redakteurin den Schreibtisch.

Gruß
adler

--
Frauenrat der Grünen empört-Gebäudereinigung:
Männer verdienen bei Außenreinigung deutlich mehr als Frauen bei Innenreinigung.

"Benachteiligungen von Männern beseitigen ... das ist nicht unser politischer Wille" -Grüne, Ortsgruppe Goslar

Lörrach - Reaktion auf Leserbrief an die Lokalpresse

Max Aram, Tuesday, 28.09.2010, 22:00 (vor 5586 Tagen) @ adler

Der von dir zitierte Teil des Artikels erschien mir ja nicht gerade
feministisch zu sein. Eher ein bißchen naiv, unaufgeklärt.

Stimmt schon - nur gelesen und geglaubt wird es trotzdem ...

bißchen nach Redaktionsmitglied "Elvira Weisenburger BNN" gesucht und bin
fast nur auf solche klischeehaften Artikel von ihr gestoßen. Beim vafk-KA
gibt es zB eine Rezension von Franzjörg Krieg zu einem solchen Artikel
von ihr, der aus gleichem Holz geschnitzt war.

Da gibt es sicher eine ganze Reihe von Unerfreulichem. Ich muss auch gestehen, dass ich schon oft (auch bei Bildarrangements, wenn es um KIT-Ministudenten, Familienthemen etc. ging) einfach nur wütend weiter geblättert habe, weil mir meist die Headline schon reicht.

Daß dein Leserbrief veröffentlicht wird, war eh nicht zu erwarten, dazu
ist er einfach zu lang geraten, jedenfalls für die BNN. Daß du aber dazu
eine Erklärung erhälst und das nicht einfach in der Ablage verschwindet,
ist schon mehr, als zu erwarten war, schließlich bekommt so eine Zeitung
jeden Tag hunderte Leserbriefe.

Ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich auf die Begründung, es stünde für Leserbriefe zum überregionalen Teil kein Platz zur Verfügung, nicht gekontert habe, warum dann Platz für eine Sonderseite zum Amoklauf ist. Gebracht hätte das aber wahrscheinlich auch nichts.

Trotzdem - auf einen Rückruf von der Art hätte ich nicht gewettet.

Jörg ist in KA ausgesprochen aktiv zu Gange, pflegt Kontakte bis in
(Familien)Gerichte hinein. Vielleicht war sie schon ein bißchen "weich
geklopft".

Würde mich nicht wundern, bei seiner Energie.

Die BNN ist ein konservatives Blatt und hat um KA herum praktisch ein
Monopol. Darin unterscheidet sie sich nicht von "Die Rheinpfalz" um
Ludwigshafen. Der Unterschied ist, daß die BNN schon mal aus
wirtschaftliche Gründen MitarbeiterInnen entläßt, die was "falsches"
schreiben, das aber richtig ist. Lidl ist bei der Zeitung ein guter Anzeigenkunde,
das kostete einer Redakteurin den Schreibtisch.

Interessant, wundert mich, dass Wikipedia solch eine detaillierte Begebenheit stehen lässt und nicht wieder auf die Streichliste setzt. Aber es gilt eben auch bei Biedermeiers Neuesten ... : Wes Brot ich fress, des Lied ich sing - und wenn es das des Anzeigenkunden ist.

Gruß Max

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